Mittwoch, 17. April 2013

Ernährungsfragen

Durch Annikas viele Infekte im Winter ist ja einiges anders gelaufen als geplant. Normalerweise hätte ihre Gaumenspalte ja schon längst operiert sein sollen und wir hatten gehofft, dass sie um diese Zeit schon ihr erstes Leberwurstbrot verputzt hätte. Nun haben wir ja leider den halben Winter in der Klinik verbracht, wodurch unter Anderem das Thema Ernährung viel zu kurz gekommen ist. Erst jetzt, wo langsam wieder Ruhe einkehrt, habe ich mich mal damit beschäftigt. Bislang wird die Mausbeere so gut wie komplett mit normaler Säuglingsmilch (etwas mit Kalorien angereichert) gefüttert und die sogenannte "Beikost", also Brei in verschiedenen Varianten, haben wir ihr nur immer mal beim Essenstraining gegeben. Dabei ist allerdings kaum was im Magen gelandet und das Training ist aus oben genannten Gründen auch oft auf der Strecke geblieben. Da die Dame aber nicht ihr Leben lang von Babymilch leben soll (obwohl das ja scheinbar sehr gut klappt - heutiges Gewicht 7920g!!!) habe ich mal im Internet ein wenig nach Lösungen geforscht. Auf der sehr informativen Webseite www.sondenkinder.de gibt es super Tipps, wie man auch Kinder mit Magensonde relativ normal ernähren kann. Es wird ganz normal mit Beikost angefangen und der Speiseplan wird nach und nach erweitert, bis das ganz normale Familienessen gegeben wird. Natürlich muss alles püriert und entsprechend verdünnt werden, damit es durch die Sonde passt. Ich fand das teilweise ganz drollig, dass wirklich Wurstbrote oder Milchschnitten durchgeschreddert und sondiert werden. Eigentlich doch aber genau das richtige Vorgehen!
Also begeben sich Mutter und Tochter jetzt in das Abenteuer "Beikost". Man soll ja damit starten, etwas Gemüsebrei zu geben (bei Annika wird dazu einfach etwas in die Milch gerührt, passt noch super durch die Sonde!). Dazu habe ich erstmal die absolut trendigen und supergesunden Pastinaken gekauft und daraus ein leckeres Breichen gekocht:


Ich persönlich finde, das Zeug schmeckt gar nicht so schlecht, Annika musste allerdings erstmal spucken, als ich ihr etwas davon mit dem Löffel geben wollte. Naja, ist halt ganz ihr Vater, der würde so ein gesundes Zeug auch nicht freiwillig in den Mund nehmen... Den Brei habe ich jetzt in Eiswürfelformen gefüllt und eingefroren, da kann man sich super jeden Tag eine kleine Portion rausnehmen und so langsam die Menge steigern. Die Mausbeere hat das ganze Schauspiel natürlich ganz genau verfolgt. Heute sieht sie übrigens wieder besonders entzückend aus, das Teil, das sie trägt, hatte sie kurz nach der Geburt geschenkt bekommen und ist jetzt endlich reingewachsen!


Kommentare:

  1. Hallo, mein kleiner (großer) Sonnenschein!
    Was macht denn die Mama mit Dir für Sachen? Komm einfach mal nach Opa, da gibt es immer ganz leckere Sachen und mit Sicherheit KEINE Pastinaken. Ich denke mal, dass wir in den nächsten 2-3 Wochen mal bei Dir vorbeikommen, weil Opa ganz doll Sehnsucht nach seiner tollen Enkelin hat. Bis dahin schicken wir Dir ganz viele Küsschen. Opa+Oma

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  2. Hallo Opa und Opa,
    das freut mich, dass Ihr mich mal wieder besuchen kommt! Und bringt mir bitte was gaaaaaanz leckeres zu Essen mit, Mama kocht gerade immer ganz seltsames Zeug...
    Liebe Grüße,
    Deine Annika

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