Mittwoch, 10. Juli 2019

Zelten auf dem Schulhof

Beerchens Schule ist wirklich toll! Das darf man zu diesem Zeitpunkt, da das allererste Schuljahr sich seinem Ende nähert, gerne so feststellen.

Neben der sehr individuellen Förderung der Kinder während des Unterrichts lässt sich die Schule auch immer tolle Aktionen einfallen um alltagsrelevante Tätigkeiten zu üben (z.B. gemeinsam Einkaufen und dann mit den eingekauften Zutaten Backen), oder um einfach eine gute Zeit zu haben. Vor einigen Wochen erreichte uns dann per Elternbrief die Nachricht, dass man nach einem kleinen Jahresabschlussfest doch gerne gemeinsam in der Schule übernachten wollte, aber nicht nur einfach so, sondern zeltend(!) auf dem Schulhof. Und zwar nur die Kinder, ohne die Eltern.
Zelten? Hat doch noch keiner von uns gemacht. Lieber noch mal üben!
Aber ganz ohne eine pflegerische erfahrene Person geht es ja bei uns dann doch nicht. Obwohl unser Pflegedienst in der Vergangenheit schon einmal eine ähnliche Aktion möglich gemacht hatte, wollte ich diesmal gerne den Spaß selbst mitmachen und die Betreuung über die Nacht übernehmen, sofern man von der Schule keine Einwände hätte. Hatte man nicht. Also einen Tag Urlaub für den Tag drauf eingereicht (wer weiß wie kurz die Nacht evtl. ist), Zelt, Luftmatratze und Schlafsack erworben, und dann am letzten Donnerstag mit vollgepacktem Auto zur am Abend fast menschenleeren Topehlen Schule gefahren.
Nur für eine Nacht!
Nach dem Aufbauen der Zelte durch die Eltern, indessen die Kids über den Schulhof tobten (es war toll zu sehen wie liebevoll sich insbesondere die Jungs um Annika kümmerten), wurden dann die Eltern (und Geschwisterkinder) nach Hause geschickt.
Hmm…?
Hmmm…????
Ich helfe Dir mal mit den Heringen, Papa!
Die fertige, komfortable zwei-Personen-Unterkunft, samt ihrer Bewohner
Ätschi-Bätschi Mama, den Spaß haben diesmal nur wir Zwei!!!

Zuerst durften sich die Kinder eine Pizza individuell belegen, danach waren die Erwachsenen dran.
Mach Du mal, ich schlafe kurz vor…
Während die Pizzen dann im Ofen zubereitet wurden, haben wir die Gelegenheit genutzt um unseren Unterschlupf für die Nacht schon einmal final einzurichten. Ein Zelt für drei Personen mit einer Luftmatratze für zwei lässt an beiden Seiten noch schön Platz für Rucksäcke, Ernährungspumpen (diesmal nicht hängend sondern im passgenauen Rucksack), Wickeltaschen und den anderen Kram.
Ja, immer noch so weich wie im Wohnzimmer.
Hier find ich's gut!
Für die Beleuchtung sorgten Powerbank mit USB-Lampe, sowie ein kleines rundes, dimmbares, buntes LED-UFO. So lässt es sich schon einmal durchaus komfortabel nächtigen.
Die Inneneinrichtung
Dann waren auch die Pizzen fertig, gegessen wurde natürlich auch draußen auf dem Schulhof. Sehr lecker!!!
Schmeckte so lecker wie sie aussah
Nach dem Essen – es wurde nach einem schönen Tag doch auch langsam etwas frischer – bekam Beerchen dann auch die wärmeren Klamotten für die Nacht an.
So lässt es sich draußen noch aushalten…
Und nach einer kleinen Stuhlkreisrunde im Klassenraum mit Sandmännchen gucken, ging es dann auf Wunsch der Kiddies in die Zelte zum Schlafen. Nach ein paar Team-Selfies (ja Mama, dem Kind geht es noch gut) wurde dann auch das helle Licht gelöscht, und im Scheine des roten Nachtlichts war die Mausbeere auch fix eingeschlafen, man hatte ja auch viel erlebt.
Das Nachtlager
Gute Nacht!
Zzzzzzzz…
Die Nacht war dann vollkommen ruhig, das Kind schlief tief und fest durch, die Pumpe verrichtete auch im Rucksack im Akkubetrieb zuverlässig ihren Dienst, die Temperatur im Zelt war angenehm. Der Morgen – ich wurde dann wohl so gegen 5 Uhr wach – war einfach idyllisch.
Der Morgen lugt ins Zelt
Das nennt man wohl Ruhe vor dem Sturm
Alle schliefen noch, und ich konnte mich vor dem Zelt niederlassen und noch ein bisschen mit einem kleinen mitgebrachten Solo-Spiel hantieren, bis irgendwann dann auch bei den anderen Zelten mehr Betriebsamkeit herrschte und die Kinder erweckt wurden.
Guten Morgähhhhn!
Aufgegessen
Als erstes hieß es dann Zelte abbauen (am Freitag war ja ein regulärer Schultag, da wären dann Zelte auf dem Rasen des Schulgeländes schon etwas seltsam gewesen). Danach gab es im Klassenraum ein leckeres Frühstück für alle, bis dann irgendwann die Mama mit Beerchens Betreuerin vom Pflegedienst kam, die dann den Vormittag in der Schule übernommen hatte.
Das schmeckt, nach so einer Aktion!
Ich hatte auf jeden Fall einen riesen Spaß bei dieser Aktion gehabt, wie Annika die Sache aufgenommen hat lässt sich nur mutmaßen, es ist aber unzweifelhaft und objektiv beobachtbar, dass die Dame seit der Übernachtung bester Laune und ziemlich aufgekratzt ist (und auch wenn mehrere Leute fragten: Nein, im Zelt wurden keine Rauschmittel konsumiert!).

Daher noch einmal ein dickes Dankeschön an die Schule und das tolle Team der Vorstufe I für die Organisation dieses tollen Events!

Sonntag, 30. Juni 2019

Coole Type

Die Mausbeere ist wahrlich cool drauf, das merken wir insbesondere bei den hochsommerlichen Temperaturen zur Zeit. Die Hitze scheint dem Beerenkind überhaupt nichts auszumachen und sie wirkt immer noch wohl temperiert, während andere schon im wahrsten Sinne des Wortes zerflossen sind.
Euch ist es zu warm? Wie witzig!!!
Aber so ein lustiges Zeug will ich trotzdem mal kurz probieren...
Insbesondere die kleine Schwester leidet sichtlich während der heißen Tage und ist froh über eine Abkühlung im Swimmingpool. Die Große hat dagegen die Käsemauken nur widerwillig und mit etwas Nachhelfen schwesterlicherseits ins kühle Nass gehalten. Eine Rutschpartie mit Papa durch den Garten fanden dagegen beide Mädels witzig:
Schwester, dieser Fuß muss ins Wasser! Das tut gut!
Jetzt mal schneller, Papa!
Und wenn jemand als Erfrischung nicht so auf stilles Wasser steht, hätten wir auch jemanden, der da Abhilfe schaffen könnte ;-)

Donnerstag, 20. Juni 2019

Tolles Projekt für Kinder mit seltenen Krankheiten

Kürzlich hat uns eine treue Beerenblog-Leserin auf das Projekt CARE-FAM-NET aufmerksam gemacht, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Familien mit Kindern und Jugendlichen mit seltenen Erkrankungen zu unterstützen.
Ziel des Projektes ist es, die psychosoziale Versorgung für Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen und ihre Familien zu verbessern. Die Betreuung eines Kindes mit einer seltenen Erkrankung kann psychische Belastungen, wie beispielsweise Ängste, Unsicherheiten und Sorgen um das erkrankte Kind, hervorrufen.
Aus unserer eigenen Erfahrung - besonders in der Anfangszeit nach der Geburt unserer Mausbeere - wissen wir ja, vor wie vielen Fragen und scheinbar unlösbaren Problemen man steht, wenn man die Diagnose über eine Krankheit/Behinderung des eigenen Kindes bekommt. Wir persönlich hatten ja das Glück, noch gleich in der Klinik eine unglaublich tolle Nachsorgeschwester vermittelt bekommen zu haben, die uns in den ersten Monaten regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Durch die Vermittlung von Ärzten, Therapeuten und dem einen oder anderen Handgriff wurden wir nach und nach fit für den Alltag mit unserem besonderen Beeren-Kind gemacht.

Von daher möchten wir an dieser Stelle mithelfen, das Projekt ein wenig bekannter machen. Vielleicht findet ja die eine oder andere betroffene Familie über diesen Weg Unterstützung in einer bestimmt nicht alltäglichen Situation, wir würden uns freuen, damit einen kleinen Betrag dazu zu leisten.
Mehr Infos gibt es auf der Webseite des Projektes unter www.carefamnet.org

Donnerstag, 13. Juni 2019

Ferienphobie

Die Mausbeere scheint irgendwie Probleme mit den eigentlich allseits sehnlichst erwarteten Ferien zu haben. Wie berichtet, geruhte die kleine Diva ja die letzten Tage der Osterferien wegen eines dicken Auges in der Kinderklinik zu verbringen und auch die nun folgenden Pfingstferien hätten wir uns definitiv anders gewünscht.
Bereits am Freitag war die Mausbeere der Schule ferngeblieben, weil sie in der Nacht plötzlich Fieber bekommen hatte. Im Verlauf des Pfingstwochenendes ging es ihr nach und nach immer schlechter, sie hat viel geschlafen, oft gehustet und immer mal wieder Fieber bekommen. Am Pfingstmontag war dann seit ewigen Zeiten zum ersten Mal wieder etwas zusätzlicher Sauerstoff fällig und das Fieber kletterte am Abend nochmal so richtig in die Höhe.
Wenn ich so liege, Herr Doktor, dann geht's...
Nach einer sehr unschönen Nacht ging es dem Beerenkind am Dienstagmorgen dann so richtig dreckig, so dass wir uns gleich zur Praxisöffnung zum Kinderarzt aufgemacht hatten. Wie das dann natürlich immer so ist, wenn man ohne Termin aufläuft, war die Praxis ausgerechnet am Dienstag wegen Urlaubs geschlossen, so dass wir dann gleich zur Vertretungspraxis weitergefahren sind.
Dort wurde die Mausbeere von einer sehr netten jungen Ärztin ganz gründlich untersucht, die dann leider auf der linken Seite eine Lungenentzündung festgestellt hat. Nach Rücksprache mit einem Kollegen wurde der Mausbeere erstmal ein Antibiotikum verordnet. Ins Krankenhaus wurden wir (was schon unserer Befürchtung gewesen war) zum Glück nicht geschickt - einen Eddi hatte sich unsere kleine Diva ja schließlich auch in den Osterferien schon ergattert. Nachdem das Beerenkind den Winter, der ja eigentlich die Hauptinfektzeit ist, ohne nennenswerte Probleme überstanden hatte, wundert es schon, dass es sie jetzt quasi im Sommer so erwischt hat. Aber irgendwie scheint in der Schule ein fieser Bazillus sein Unwesen getrieben zu haben, denn auch die treue Schulbegleiterin der jungen Dame hat es voll erwischt.
Glücklicherweise hat das Antibiotikum auch recht schnell gut angeschlagen und dem Beerchen geht es von Tag zu Tag besser. Das alte Energielevel ist zwar noch nicht erreicht, aber die Körpertemperatur war bereits am Tag drauf wieder normal und heute war auch schon keine Sauerstoffgabe mehr nötig.
Da guckst Du, Sauerstoff ist schon wieder ab und grinsen klappt auch :-)
Dann hoffen wir mal, dass es so weitergeht, wir erfreuen uns jedenfalls schon wieder am guten, alten Grinsen und ersten Frechdachsigkeiten!

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ein ganz besonderes Karussel

Am Montag waren wir mit der Mausbeere nach einem Termin zum ersten Mal in diesem Jahr im wunderschönen Maximilianpark in Hamm, den wir im letzten Jahr für uns entdeckt hatten.
Auf einem der wunderbaren Spielplätze, die für uns ja mittlerweile interessanter werden, entdeckten wir folgendes seltsame Gebilde:
Was mag das bloß sein?
Ich hatte es mir schon fast gedacht, was das sein könnte und wurde dann in meiner Idee noch durch das daneben angebrachte Schild bestätigt (wer lesen kann, ist ja bekanntlich auch klar im Vorteil ;-) )
Ein Rollstuhlkarussel - wenn das nichts für uns ist!
In diese geniale Konstruktion konnten wir die Mausbeere ganz bequem mit ihrem kompletten Buggy reinschieben und sie hat auch gleich versucht, an der Drehscheibe in der Mitte Schwung zu geben. Insgesamt passen drei Rollstühle in das Karussel und auf den drei Sitzen können noch mehr Passagiere mitfahren:
Wie cool! Ich passe mit meinem ganzen Buggy hier rein und meine Schwester kann auch mitfahren!
Jetzt gib Schwung Oma!
Wirklich toll, wie man manchmal ganz unverhofft über tolle Sachen stolpert, die auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen Freude machen!

Um dem anschließenden Drehwurm noch etwas entgegenzuwirken, hat die Mausbeere dann gleich noch eine Schaukelpartie in dieser riesigen Netzschaukel genossen:
Hier passen ja ganz viele von meiner Sorte rein...
Aber auch zu Hause ist es schön und so hatte die Mausbeere auf einem Spaziergang heute in heimischen Gefilden ein waschechtes Krabbelviecherproblem:
Hey, wer bist Du denn?
Spätestens jetzt hat die Glücksflosse ihren Namen verdient ;-)

Donnerstag, 16. Mai 2019

Nachschlag fürs Schleckerschnütchen

Da unsere Mausbeere ja bekanntlich zu einem kleinen Schleckerschnütchen geworden ist, hat sich der Papa eine ganz besondere Überraschung ausgedacht. Und so trudelte neulich mit der Post ein beerenstarkes Etikett für ein großes Glas Nuss-Nougat-Creme ein, das eindeutig klarstellt, wem die Leckerei hier im Hause denn gehört :-)
Naaa gut, ich hatte minimale Hilfe dabei, das Glas leer zu machen...

Sonntag, 12. Mai 2019

♡ Für die Mama ♡

Anlässlich des heutigen Muttertages hat die Mausbeere am Freitag aus der Schule ein wunderschönes, selbst gebasteltes Geschenk mitgebracht:
So, noch kurz nacharbeiten...
ALLES LIEBE ZUM MUTTERTAG!!!
Der Tontopf wurde selbst aus Ton geformt und im schuleigenen Brennofen gebrannt (etwas antiken Charme bekam das ganze durch eine abgesplitterte Ecke ;-) ), das glänzende Herz natürlich eigenhändig ausgestochen und die kleine Pflanze ist ein Ableger von einer größeren Version im Klassenzimmer.
Über diese tolle Überraschung hat sich die Mama riesig gefreut - vielen Dank liebstes Beerchen (und möglicherweise dem einen oder anderen Helferlein ;-) )!!!

Montag, 29. April 2019

Muss man schließlich mal gesehen haben...

Die Mausbeere hat es mal wieder geschafft, die letzten Tage ihrer eigentlich recht erholsamen Osterferien (vielen Dank übrigens für die tolle Osterpost allerseits!!!) unerwartet spannend zu gestalten. Am Mittwoch wurde ihr linkes Augenlid etwas dick, was sich am Donnerstag dann noch verschlimmert hatte.
Hey, der andere sah noch schlimmer aus ;-)
Zu stören schien es die junge Dame zwar nicht, aber wir sind trotzdem zur Vorsicht mal zum Kinderarzt gefahren. Dieser hat uns dann postwendend ins Krankenhaus weitergeschickt, da so eine Entzündung am Auge wohl recht schnell gefährlich werden könnte und man das lieber intravenös mit einem Antibiotikum behandeln sollte. Der Grund für die Schwellung war unserer Vermutung nach mal wieder ein fieser Insektenstich, für die unser süßes Beerenkind ja immer sehr anfällig ist.

Und so ist das Mausbeerchen nach über zweijähriger Abstinenz am Donnerstagnachmittag mal wieder in der Kinderklinik Herford eingecheckt. Das Legen des Venenzuganges ging dann auch - für Mausbeerenverhältnisse - recht problemlos und so konnte gut das Antibiotikum verabreicht werden. Am Samstagmorgen war der Venenzugang dann nicht mehr zu gebrauchen, aber da das Auge schon wesentlich besser aussah, wurde dann auf ein Antibiotikum als Saft umgestellt und somit gab es auch keinen großen Grund mehr, in der Klinik zu bleiben. So konnten wir nach fast genau 48 Stunden die heiligen Hallen schon wieder verlassen.
Residiert hat die Mausbeere diesmal übrigens nicht mehr auf der guten, alten Station K2A, denn da sie ja jetzt stolzes Schulkind ist, wurde sie standesgemäß auf der Schulkinderstation K2B untergebracht. Da sich die Stationen aber auf einem Flur befinden, kamen doch regelmäßig gute alte Bekannte vorbei, die sich riesig gefreut haben, die kleine, große frühere Stammpatientin mal wiederzusehen.

So, aber der wirkliche Grund für den Klinikaufenthalt war ja eigentlich gar nicht das dicke Auge und wir unterstellen unserem Fräulein Tochter mal wieder mal ganz andere Vorsätze. Da die Kinderklinik Herford eine ganz besondere Zusammenarbeit mit dem Herforder Tierpark eingegangen ist, gibt es seit Ende letzten Jahres für die kleinen Patienten zur schnelleren Genesung einen kleinen "Eddi" als Geschenk. Das Stoff-Edmännchen ist das neue Maskottchen der Kinderklinik und als ehemaliger Dauergast wollte die Mausbeere natürlich nicht darauf verzichten:
So, hab auch einen Eddi!
Für Dich kassiere ich sogar ein dickes Auge...
Außerdem gibt es rund um die Uhr eine Liveschaltung ins Erdmännchengehege des Tierparks, so dass man zur Zeit im Eingangs- und im Wartebereich die possierlichen Tierchen beobachten kann. Als ganz besodneren Clou gibt es auch noch an jedem Freitagmittag eine spezielle Erdmännchenfütterung, bei der der Tierparkchef per Telefon Fragen der kleinen Patienten rund um die Erdmännchen beantwortet (und wieder ein Indiz mehr für das präzise planende Vorgehen der Mausbeere, dass sie sich ausgerechnet an einem Donnerstagnachmittag in die Klinik hat einweisen lassen...)
Erdmännchen-TV mit live-Fütterung für kleine Patienten
Außerdem wurde seit unserem letzten Besuch auch der ganze Eingangsbereich der Kinderklinik neu gestaltet und so wollte sich die Mausbeere wohl schlicht einen Überblick über die ganzen Neuerungen verschaffen ;-)

Alles in allem, war dieser Abstecher in die Kinderklinik also zum Glück doch recht kurz und für unsere Verhältnisse unspektakulär. Wirklich darunter gelitten hat aber nicht die Mausbeere, um die es ja eigentlich ging, sondern die kleine Beerenschwester Bianca. Die ganzen Umstände und besonders die nächtliche Abwesenheit der Mama haben sie doch ziemlich durcheinander gebracht. Da schien sie es nur recht und billig zu finden, der Mausbeere den mühsam erkämpften Eddi gleich wieder abspenstig zu machen. Kurzerhand wurde das Erdmännchen im Spielzeugbuggy als "Fluchtfahrzeug" entführt ;-)
So Eddi, wir fahren jetzt spazieren!
Aber Vorsicht Bianca - Erdmännchenentführung wird hier zu Lande streng geahndet ;-)
Bilder, die Geschichten erzählen ;-)
Noch bevor der ganze Trubel losging, durfte sich die Mausbeere noch über schöne Knabberpost von Monika freuen, die die Ostertage in Lüneburg verbracht hat. Auch für Bianca kam einen höchst eigene Karte, die diese ganz stolz durch die Gegend getragen hat :-)
Postkarten knabbern ist auch ein kostbarer Moment!

Mittwoch, 17. April 2019

Beerenstarkes Schleckerschnütchen

Die Mausbeere genießt zur Zeit ihre ersten wohl verdienten Osterferien - naja, eigentlich frei hat sie nicht wirklich, da wir jetzt einige Termine in die Ferien gelegt haben, damit dadurch keine Schultage für unser eifriges Schulbeerchen ausfallen. Trotzdem möchte ich kurz über etwas berichten, was die junge Dame quasi in der Schule gelernt hat.
Dort hat die Mausbeere nämlich kürzlich eine Vorliebe für eine besondere kulinarische Köstlichkeit entdeckt, die wir eigentlich zuliebe unserer eigenen mehr oder eher weniger schlanken Linie aus unserem Haus verbannt hatten. In ihrer Klasse gibt es gelegentlich für die Kinder zur Belohnung Lachgesichter auf den Arm gemalt und dazu einen Keks, wenn sie sich in der großen Pause gut benommen haben. Damit konnte man die Mausbeere* nun nicht gerade locken und sie sollte doch auch nicht leer ausgehen. So hat man ihr mal einen Löffel Nuss-Nougat-Creme angeboten, den sie zuerst - wie es so ihre Art ist - angewidert fallengelassen hat. Kurze Zeit später hat sie es sich dann doch anders überlegt und mal probiert. Offensichtlich muss es ihr wohl geschmeckt haben, denn sie hat den Löffel genüsslich selbst in die Hand genommen und abgeschlabbert - auch eine zweite Portion hat sie nicht abgelehnt :-)
Niedliches...
...und süßes zur Belohnung :-)
Wir haben uns natürlich riesig darüber gefreut, dass unsere - kulinarischen Genüssen ja eher kritisch gegenüberstehende - Tochter offenbar auf den Geschmack gekommen ist. Der Papa hat sich auch gleich in Unkosten gestürzt und der Mausbeere ein riesiges Glas Nuss-Nougat-Creme gekauft ;-)
Bitte nicht alles auf einmal wegschlabbern ;-)
Plötzlich ist das Beerenkind offenbar auch leckerer Osterschleckerei gegenüber nicht abgeneigt und hat genüsslich - wenn auch nicht besonders lange - an einem Schoko-Hasen-Lolli geknabbert:
Hasi, Du schmeckst mir...
...Dich schiebe ich erstmal ganz zwischen die Beißer!
Zu dieser neuen Leidenschaft für Süßes passt auch dieses Geschenk von einer lieben Arbeitskollegin vom Papa - Schleckerkram maßgeschneidert für unser beerenstarkes Schleckerschnütchen:
Aber verpackt schmecken mir beerenstarke Leckereien doch noch am besten...
* Wobei man über das Betragen unseres kleinen Frechdachses geteilter Meinung sein dürfte. An einem Tag wurde berichtet, dass sie im Unterricht eingeschlafen ist und lautstark geschnarcht hat. In einer Snoezelen-Stunde später am Tag, wo alle ruhig sein sollten bekam sie dann allerdings einen nicht minder lautstarken Lachanfall - die Renitenz ist wohl stark in unserer Familie...

Freitag, 12. April 2019

Kleines Helferlein

Heute vor genau anderthalb Jahren ist die kleine Mausbeerenschwester Bianca zur Welt gekommen - eine gute Gelegenheit, ihr mal einen eigenen Beitrag im Beeren-Blog zu widmen.

Die jüngste Dame des Hauses wächst ja zweifelsohne in nicht ganz alltäglichen Verhältnissen auf. Vermutlich werden viele Menschen in ihrem Leben niemals Dinge wie Trachealkanülen, Magensonden und diverse Hilfsmittel zu Gesicht bekommen, die für Bianca ja im Prinzip stinknormale Alltagsgegenstände sind. Auch der Umstand, dass sie die eigentlich große Schwester in der Entwicklung mittlerweile überholt hat und sie selbst in gewisser Weise schon eher die "Große" ist, ist definitiv speziell. Natürlich hat Bianca schon recht früh bemerkt, dass ihre Mausbeerenschwester sich auch anders verhält als die meisten anderen Leute um sie herum. Die Kleine freut sich so immer ganz besondes, wenn das Beerchen mal irgendwo "mitmacht" (z.B. auf dem Tisch rumkloppen oder Hände hoch machen etc.) und versucht immer, es mit einzubeziehen (z.B. bei den allseits beliebten Küsschenrunden für alle).
Ein Löffel für Annika...
Bei unserem Spielplatzbesuch letzten Sonntag hatte Bianca natürlich auch Spaß in der Schaukel, aber interessanterweise noch mehr Freude daran, ihrer großen Schwester beim Schaukeln zuzusehen:
Meine Schwester schaukelt, wie cool!
Wie die meisten kleinen Kinder, macht auch die kleine Mausbeerenschwester sehr gerne nach, was die Erwachsenen so tun und so ist sie mit ihren anderthalb Jahren schon zu einer sehr hilfsbereiten jungen Dame geworden, die auch ihre große Schwester zum Teil wunderbar unterstützt. Natürlich gibt es auch die stinknormalen Geschwisterkloppereien um bestimmte Spielzeuge oder Familienmitglieder, aber andersrum bringt sie dann immer Dinge, die Annika gerade benötigen könnte. Und auch bei den ganz normalen Versorgungstätigkeiten haben wir mittlerweile ein tatkräftiges Helferlein und können uns wohl bald zur Ruhe setzen ;-)
So, einmal Nasenrotz absaugen...
Und was meine große Schwester kriegt, will ich auch!
Besonders überrascht hat uns bereits vor drei Monaten die Fingerfertigkeit der kleinen Dame - das muss man mit fünfzehn Monaten erstmal hinkriegen:


Auch wenn der Alltag mit den beiden Mädels schon manchmal anstrengend ist, sind wir absolut froh und glücklich, es noch einmal "gewagt" zu haben. Bislang sieht es so aus, als wenn beide Mädels in ihrer Entwicklung voneinenander sehr stark profitieren - sie sind einfach ein wunderbares und entzückendes Gespann:
♡♡♡ Zwei beerenstarke Mädels ♡♡♡
So, da die Mausbeere aber klarstellen möchte, dass das ihr höchst eigener Blog ist, soll sie nun doch das letzte Wort haben und zwar mit dieser leckeren Knabberpostkarte von Britta und Michael aus Dresden:
Die Knabberposthoheit habe schließlich immer noch ich!