Sonntag, 21. Juli 2019

Schule - Sammlung

Unfassbar - gefühlt haben wir erst gestern mit ordentlich Bammel dem ersten Schultag entgegen geblickt und schon ist das erste Schuljahr der Mausbeere um und unser Schulbeerchen genießt ihre wohlverdienten ersten Sommerferien!
Am letzten Schultag kam die Mausbeere ordnungsgemäß mit ihrem ersten Zeugnis nach Hause und hat sich diebisch über die bevorstehenden sechseinhalb freien Wochen gefreut:
Hier wird über meine Schandtaten berichtet.
Und jetzt kann ich faulenzen, yeah!
Das Zeugnis ist sehr ausführlich und beschreibt, wie unsere Große in den einzelnen Bereiche im Untericht integriert wird und im Rahmen ihrer Möglichkeiten teilnehmen kann. Alles in allem sind wir wirklich zufrieden, wie dieses erste Schuljahr für die Mausbeere aber auch uns als Familie gelaufen ist. Das Beerenkind hat unglaublich tolle Fortschritte gemacht und wir haben das Gefühlt, dass es in ihrer Schule wirklich allerbestens aufgehoben ist.
Allerdings wunderte es uns, dass das definitiv fragwürdige Benehmen der jungen Dame im Zeugnis keine Erwähnung fand, von dem un immer mal im Laufe des Schuljahres berichtet wurde ;-)
Was? Zu Hause lege ich doch auch immer beim Essen die Füße auf den Tisch...
Lernt ihr ruhig weiter, ich gucke mir nur mal kurz die Augenlider von innen an...
Da wir ja glücklicherweise immer mal mit Impressionen aus dem Schulalltag versorgt werden, möchten wir mal einige davon den treuen Beeren-Fans zeigen, damit diese auch mal ein Bild von unserem fleißigen Schulbeerchen bekommen:
Was soll das sein? Erstmal vorsichtig anstupsen...
...und dann einer genaueren Beobachtung unterziehen.
Zum Knabbern eignet es sich jedenfalls hervorragend!
Ach, und das hier schmeckt auch nicht übel!
Hier lernen wir Farben kennen.
Und im Musikunterricht gebe ich den Takt vor!
Natürlich steht für die Mausbeere ja nicht irgendwelcher Lehrstoff im Vordergrund, sondern neben der Teilnahme an den allgemeinen Unterrichtsaktivitäten auch die persönliche Förderung in den für sie wichtigen Bereichen. Dazu gehört selbstverständlich auch das Esstraining, das zeitweise schon richtig gut klappt und dem Beerchen sichtlich Freude bereitet. Oft gibt es zum Frühstück von den Kindern selbst gemachtes Essen, so wie hier zum Beispiel leckeres Tiramisu mit roter Grütze, von dessen Creme die Mausbeere mal ein Löffelchen probiert hat:
Nah, habt Ihr das auch richtig gemacht?
Ja, Madame Kritikerin ist zufrieden...
...wie WITZIG!
Der Größte Fortschritt, den wir im Schuljahr verzeichnen konnten, war ja, dass die Mausbeere kurz vor Weihnachten das freie Sitzen gelernt hat. Mit Unterstützung hat sie jetzt sogar schon wie ein richtiges Schulmädchen auf einem stinknormalen Schulstuhl Platz genommen:
Wer braucht schon 'nen Therapiestuhl?
ICH jedenfalls nicht ;-)
Neben dem normalen Schulalltag gab es auch besondere Aktionen, wie zum Beispiel ein Spiel- und Sportfest, an dem das Beerchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch mitgemacht hat:
Ich balanciere halt zwischen den Bänken...
Und etwas chillen gehört definitiv auch dazu.
Auch Ausflüge kamen nicht zu kurz wie zum Beispiel hier zu einem sehr beliebten Gourmettempel...
...oder auch nur zum nahe gelegenen Spielplatz:
Bei einem anderen Ausflug wurde hat sich das Beerchen mal den Rolli einer Klassenkameradin geborgt, da ihr großer Rehabuggy nicht in den Ausflugsbus passte. Und zum lebenspraktischen Training gehört auch mal ein kleiner Einkaufsbummel wie hier, als die Klasse Verpflegung für die Übernachtungsparty besorgt hat:
Zum Schießen komisch.
So, bloß nichts vergessen...
Im kommenden Schuljahr wir die Mausbeere weiterhin die Vorstufe 1 besuchen (in der Vorstufe bleiben die Kinder generell für mindestens zwei Jahre, manchmal auch länger), aber es wird auch einige Veränderungen geben. So ist nun leider die "Schonfrist" vorbei, die es ermöglicht hat, dass unser Beerchen immer bereits am Mittag aus der Schule gekommen ist und sie wird künftig auch am regulären Nachmittagsunterricht teilnehmen. Außerdem wird möglicherweise die Organisation der Schulbegleitung neu gestaltet werden müssen und auch bei den Lehrerinnen wird es Veränderungen geben. Aber das ist jetzt erstmal noch weit weg und wir wollen erstmal die schönen Sommerferien genießen :-)

Mittwoch, 10. Juli 2019

Zelten auf dem Schulhof

Beerchens Schule ist wirklich toll! Das darf man zu diesem Zeitpunkt, da das allererste Schuljahr sich seinem Ende nähert, gerne so feststellen.

Neben der sehr individuellen Förderung der Kinder während des Unterrichts lässt sich die Schule auch immer tolle Aktionen einfallen um alltagsrelevante Tätigkeiten zu üben (z.B. gemeinsam Einkaufen und dann mit den eingekauften Zutaten Backen), oder um einfach eine gute Zeit zu haben. Vor einigen Wochen erreichte uns dann per Elternbrief die Nachricht, dass man nach einem kleinen Jahresabschlussfest doch gerne gemeinsam in der Schule übernachten wollte, aber nicht nur einfach so, sondern zeltend(!) auf dem Schulhof. Und zwar nur die Kinder, ohne die Eltern.
Zelten? Hat doch noch keiner von uns gemacht. Lieber noch mal üben!
Aber ganz ohne eine pflegerische erfahrene Person geht es ja bei uns dann doch nicht. Obwohl unser Pflegedienst in der Vergangenheit schon einmal eine ähnliche Aktion möglich gemacht hatte, wollte ich diesmal gerne den Spaß selbst mitmachen und die Betreuung über die Nacht übernehmen, sofern man von der Schule keine Einwände hätte. Hatte man nicht. Also einen Tag Urlaub für den Tag drauf eingereicht (wer weiß wie kurz die Nacht evtl. ist), Zelt, Luftmatratze und Schlafsack erworben, und dann am letzten Donnerstag mit vollgepacktem Auto zur am Abend fast menschenleeren Topehlen Schule gefahren.
Nur für eine Nacht!
Nach dem Aufbauen der Zelte durch die Eltern, indessen die Kids über den Schulhof tobten (es war toll zu sehen wie liebevoll sich insbesondere die Jungs um Annika kümmerten), wurden dann die Eltern (und Geschwisterkinder) nach Hause geschickt.
Hmm…?
Hmmm…????
Ich helfe Dir mal mit den Heringen, Papa!
Die fertige, komfortable zwei-Personen-Unterkunft, samt ihrer Bewohner
Ätschi-Bätschi Mama, den Spaß haben diesmal nur wir Zwei!!!

Zuerst durften sich die Kinder eine Pizza individuell belegen, danach waren die Erwachsenen dran.
Mach Du mal, ich schlafe kurz vor…
Während die Pizzen dann im Ofen zubereitet wurden, haben wir die Gelegenheit genutzt um unseren Unterschlupf für die Nacht schon einmal final einzurichten. Ein Zelt für drei Personen mit einer Luftmatratze für zwei lässt an beiden Seiten noch schön Platz für Rucksäcke, Ernährungspumpen (diesmal nicht hängend sondern im passgenauen Rucksack), Wickeltaschen und den anderen Kram.
Ja, immer noch so weich wie im Wohnzimmer.
Hier find ich's gut!
Für die Beleuchtung sorgten Powerbank mit USB-Lampe, sowie ein kleines rundes, dimmbares, buntes LED-UFO. So lässt es sich schon einmal durchaus komfortabel nächtigen.
Die Inneneinrichtung
Dann waren auch die Pizzen fertig, gegessen wurde natürlich auch draußen auf dem Schulhof. Sehr lecker!!!
Schmeckte so lecker wie sie aussah
Nach dem Essen – es wurde nach einem schönen Tag doch auch langsam etwas frischer – bekam Beerchen dann auch die wärmeren Klamotten für die Nacht an.
So lässt es sich draußen noch aushalten…
Und nach einer kleinen Stuhlkreisrunde im Klassenraum mit Sandmännchen gucken, ging es dann auf Wunsch der Kiddies in die Zelte zum Schlafen. Nach ein paar Team-Selfies (ja Mama, dem Kind geht es noch gut) wurde dann auch das helle Licht gelöscht, und im Scheine des roten Nachtlichts war die Mausbeere auch fix eingeschlafen, man hatte ja auch viel erlebt.
Das Nachtlager
Gute Nacht!
Zzzzzzzz…
Die Nacht war dann vollkommen ruhig, das Kind schlief tief und fest durch, die Pumpe verrichtete auch im Rucksack im Akkubetrieb zuverlässig ihren Dienst, die Temperatur im Zelt war angenehm. Der Morgen – ich wurde dann wohl so gegen 5 Uhr wach – war einfach idyllisch.
Der Morgen lugt ins Zelt
Das nennt man wohl Ruhe vor dem Sturm
Alle schliefen noch, und ich konnte mich vor dem Zelt niederlassen und noch ein bisschen mit einem kleinen mitgebrachten Solo-Spiel hantieren, bis irgendwann dann auch bei den anderen Zelten mehr Betriebsamkeit herrschte und die Kinder erweckt wurden.
Guten Morgähhhhn!
Aufgegessen
Als erstes hieß es dann Zelte abbauen (am Freitag war ja ein regulärer Schultag, da wären dann Zelte auf dem Rasen des Schulgeländes schon etwas seltsam gewesen). Danach gab es im Klassenraum ein leckeres Frühstück für alle, bis dann irgendwann die Mama mit Beerchens Betreuerin vom Pflegedienst kam, die dann den Vormittag in der Schule übernommen hatte.
Das schmeckt, nach so einer Aktion!
Ich hatte auf jeden Fall einen riesen Spaß bei dieser Aktion gehabt, wie Annika die Sache aufgenommen hat lässt sich nur mutmaßen, es ist aber unzweifelhaft und objektiv beobachtbar, dass die Dame seit der Übernachtung bester Laune und ziemlich aufgekratzt ist (und auch wenn mehrere Leute fragten: Nein, im Zelt wurden keine Rauschmittel konsumiert!).

Daher noch einmal ein dickes Dankeschön an die Schule und das tolle Team der Vorstufe I für die Organisation dieses tollen Events!