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Donnerstag, 29. August 2019

Alles chillig

Die schönen, langen Sommerferien sind leider schon wieder um und die Mausbeere hatte gestern ihren ersten Schultag. An ihrem letzten Abend in den Sommerferien hat sie nochmal schön im Herforder Beach-Club gechillt und sich auf die Strapazen des kommenden Schuljahres vorbereitet:
Was? Morgen ist wieder Schule?
Dann sollte ich mit den Cocktails etwas vorsichtig sein...
Dass die Ferien so schnell vergangen sind lag nicht zu letzt daran, dass wir ziemlich oft unterwegs waren. Neben ein paar schönen Ausflügen hatten wir auch etliche Termine, da es sich ja anbietet, diese in die schulfreie Zeit zu legen. Ich möchte jetzt gar nicht auf alles eingehen, was wir so in den Ferien getrieben haben, da das definitiv den Rahmen sprengen würde, aber über einen Tag berichte ich an dieser Stelle mal. Es stand mal wieder der jährliche Termin im KfH-Nierenzentrum in der MHH in Hannover an, wo üblicherweise die Blutwerte, der Blutdruck, sowie das allgemeine Wachstum der Beere kontrolliert werden und auch immer ein Ultraschall der Nieren gemacht wird. Die Ärzte und die Ernährungsberaterin waren höchst zufrieden mit unserem Töchterchen und steht der nächste Kontrolltermin wieder in einem Jahr an.

Nach der Untersuchung im KfH und einem leckeren Mittagessen in der Mensa haben wir bei schönstem Sommerwetter dem Spielplatz der MHH-Kinderklinik einen Besuch abgestattet. Als ich mich mit der Mausbeere gemütlich in einen der dort stehenden Strandkörbe gelümmelt habe, kamen alte Erinnerungen an die Zeit rund um den ersten Versuch des Gaumenspaltverschlusses und die katastrophalen Folgen, der nun schon fast sechs Jahre zurückliegt. Die Wartezeiten bis wir dann mal wieder zum Beerchen auf die Intensivstation durften, haben der Papa und ich damals auch oft in einem dieser Strandkörbe verbracht und uns nach unserem Beerenkind gesehnt:
Ein definitiv besserer Aufenthaltsort für die Mausbeere
Während der damals echt blöden Zeit hätte uns eine kleine Zukunftsvision auf diesen Tag echt gut getan. Der Gedanke, das Beerchen mit im Strandkorb zu haben, wäre damals schon Balsam für die Seele gewesen, aber dass sie dann anschließend noch Spaß an den Spielgeräten (wie z.B. der Nestschaukel oder dem Bodentrampolin) hat und das obendrein mit einer süßen kleinen Schwester hätten wir uns damals bestimmt in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt:
Manchmal kommt alles besser als man denkt :-)

Selbstverständlich durfte sich die Mausbeere in den letzten Monaten (Mensch, bin ich wieder lange nicht vernünftig zum Bloggen gekommen...) über leckere Knabberpost freuen. Knabberpostchefin Monika hat eine erfrischende Karte aus dem Urlaub im hohen Norden geschickt und eine aus der Reha in Bad Soeden-Allendorf:
Sowas knabbert man nicht so oft...
...und dieser Geschmack ist auch neu :-)
Von der netten Dame Meike kamen liebe Knabbergrüße aus Eckernförde:
Gute Seeluft schmeckt immer gut
Oma Rita war vor einiger Zeit schon in Bad Rothenfelde und hat von dort zwei leckere Kärtchen geschickt:
Hier war ich irgendwann auch schonmal
Brumm, brumm, so viele rote Flitzer!
Außerdem schickte Oma Rita noch liebe Grüße zum Schulstart, womit dieser Blogbeitrag nun auch einen runden Abschluss bekommen hat :-)

Mittwoch, 3. August 2016

Blutsauger für große Tapferkeit

Unglaublich, seit unserem letzten Besuch im Nierenzentrum der MHH war schon ein ganzes Jahr vergangen, als wir am Dienstag dort mal wieder zur Untersuchung aufgeschlagen sind! Den Termin hatten wir also schon sehr weit im Voraus, und so hatten wir keinen Einfluss darauf, dass der Tag etwas suboptimal gelaufen ist - hätten wir aber bestimmt auch bei kurzfristigerer Planung nicht gehabt.
Schon die Hinfahrt war mit einigen Staus und unfreiwilligen Umwegen ein kleines Abenteuer und auch im Nierenzentrum selber war irgendwie der Bär los. Dabei war es gar nicht mal besonders voll, aber die anwesenden Patienten hatten wohl alle etwas schwierigere Baustellen und zusammen mit der Urlaubszeit in der Ärzteschaft kam es zu ziemlich langen Wartezeiten.
Aber das waren eigentlich nur Nebensächlichkeiten, denn die Untersuchungsergebnisse aus Urin, Blutgasanalyse, Ultraschall (unter erschwerten Bedingungen durchgeführt, weil das Beerchen nach der langen Warterei absolut nicht mehr still liegen bleiben wollte) und ärztlicher Untersuchung waren soweit sehr zufriedenstellend und das war ja die Hauptsache! Jetzt heißt es noch die Laboruntersuchung des Blutes abzuwarten und wenn dort auch keine Auffälligkeiten zu verzeichnen sind, werden wir erst in einem Jahr wieder zur Kontrolle erwartet.
Nach so einem langen Vormittag war natürlich erstmal eine Stärkung angesagt und das Beerchen hat sich in der Mensa genüsslich an Mamas Schokopudding mit Vanillesoße gütlich getan, bevor sie dann die Beißerchen in einen der heiß begehrten Getränkebecher geschlagen hat:
Schokolade macht glücklich!
Papp-Becher aber auch :-)
Der kleine Geselle, der auf dem Becher-Foto am Reißverschluss des Beeren-Jäckchens baumelt ist übrigens die Belohnung für große Tapferkeit bei der Blutentnahme. Leider musste ich die lustige Fledermaus aufgrund des Trubels im Nierenzentrum am Ende noch einfordern (der Arzt hatte das in der Hektik schlicht vergessen, aber ich hatte die kleinen Fledermäuse schon bei den anderen Kindern gesehen), aber da sich das Beerchen beim abzapfen ihrer wertvollen Körperflüssigkeit diesmal wirklich extrem brav verhalten hat, stand ihr diese Belohnung definitiv zu:
Ein kleiner Blutsauger als Belohnung vom Blutsauger.
Am Montag erreichte die Mausbeere übrigens nach längerer Pause mal wieder eine Knabberpostkarte von Monika. Die Knabberpost-Flaute war aber nicht beabsichtigt, denn offensichtlich ist der Dame eine Schildkrötenkarte aus Ischia bislang nicht zugestellt worden. Naja, hoffen wir mal, dass sich die Post einfach etwas mehr Zeit gelassen hat, denn die Mausbeere hätte mit Sicherheit Freude an einer Karte mit italienischem Geschmack :-)
WAS? Es ist eine Knabberpostkarte verschollen?
Dann schnell angeknabbert, damit Du nicht auch noch verschwindest...

Donnerstag, 2. Juni 2016

Einfach mal lachen

Gestern hatten wir mit der Mausbeere - nach einem Jahr - mal wieder einen Termin bei ihrem Kardiologen. Da sich das Löchlein in ihrem Herzen ja bereits im letzten Jahr verschlossen hatte, reicht mittlerweile dieses angenehm große Untersuchungsintervall aus. Auch gestern war der Doktor wieder mehr als zufrieden, da es absolut keine Anzeichen mehr für eine Belastung des Herzens von Seiten der Lunge (in den ersten Jahren mit den vielen Infekten und ständigem Sauestoffbedarf war die Lunge und damit die rechte Herzhälfte schon stärker beansprucht) und auch der Blutdruck ist dank der Medikamente, die die Dame seit Jahren regelmäßig bekommt, absolut perfekt eingestellt und stellt somit keine Mehrbelastung für das Herz dar. Trotzdem ist die linke Herzseite in Folge des Bluthochdrucks in der Vergangenheit weiterhin leicht vergrößert (aber konstant im Vergleich zur vorigen Untersuchung), was man im Auge behalten sollte und so soll in einem Jahr die nächste Kontrolle stattfinden. Bei der Tast- und Abhöruntersuchung durch den Arzt, sowie dem folgenden Ultraschall hatte die Mausbeere übrigens so ihren Spaß, da dafür wohl extrem kitzelige Stellen begutachtet werden mussten. So breit grinsende Patienten sieht der Doktor bestimmt auch nicht alle Tage.
Überhaupt hat die junge Dame in den letzten Tagen wirklich überragend gute Laune! Manchmal liegt sie einfach auf ihrer Krabbeldecke und bekommte ohne ersichtlichen Grund einen grandiosen Lachanfall - es würde uns wirklich mal interessieren, was in dem Moment so im Beeren-Köpfchen vor sich geht. Das folgende Video ist eine kleine Kostprobe eines Lachanfalls während einer Rückenkraul-Session mit Mama. Also, liebe Beeren-Fans, einfach mal mitlachen ;-)



Dazu passt die neueste Knabberpostkarte von Monika auch gleich wie Faust aufs Auge, denn über einen gesunden Sinn für Humor verfügt unser Beerchen - wie gerade bewiesen - auf jeden Fall:
Mausbeere: Humorstatus 100%

Montag, 23. Mai 2016

Verschlusssache Gaumenspalte

Puh, endlich ist es geschafft - die Gaumenspalte der Mausbeere konnte heute erfolgreich verschlossen werden!!! Selbstverständlich sind wir mächtig froh und erleichtert, dass es endlich geklappt hat. Das Thema Gaumenspalte war ja seit mehr als vier Jahren - sprich seit Geburt der Mausbeere - irgendwie ein ständiges Begleitthema und es ist ein eigenartiges Gefühl, dass diese Baustelle nun abgearbeitet wurde.
Heute Morgen stand die Mausbeere wieder an erster Stelle auf dem OP-Plan und so wurde sie wieder einmal in ein schickes OP-Hemdchen gesteckt. Übrigens war die ganze Ausgangssituation irgendwie positiver als am Donnerstag, da die Beere wirklich absolut gut drauf war und der sichere Venenzugang hat sicher auch einiges an Spannung aus der Sache genommen.
Das ist jetzt aber mal das letzte OP-Hemdchen für diesen Aufenthalt…
Übrigens sind die Schwestern hier auf der Station richtig fit drauf und lassen sich von den kleinen Patienten nicht so leicht auf der Nase herumtanzen. So haben es schon mehrere von ihnen geschafft, bei der Mausbeere im Wachzustand Blutdruck zu messen und heute Morgen hat es sogar eine Schwester erfolgreich hinbekommen, das Namensbändchen am Speck-Ärmchen zu befestigen, was vorher in Ermangelung eines Handgelenks (und der Tatsache, dass die Hand im Vergleich zum Unterarm recht winzig ist) noch nie geklappt hat. Unglaublich, das Teil ist jetzt am frühen Abend immer noch an Ort und Stelle!!!
Nur ein Strichcode drauf. Seid Ihr langweilig! Ich will 'ne Apple Watch oder 'nen Fitnesstracker!
Nachdem wir die Dame dann am Operationssaal abgegeben haben, begann wieder die quälend lange Zeit des Wartens. Eigentlich wollte einer der Anästhesisten uns irgendwann anrufen, wenn abzusehen ist, dass wir unser Beeren-Kind auf der Intensivstation besuchen könnten. Als es dann schon früher Nachmittag war, hatte eine der Stationsschwestern dann mal dort nachgehakt und wir bekamen die Info, dass die Dame bereits wohlbehalten dort ist und wir sie nach der Mittagspause sehen - mehr über den Verlauf konnte sie uns aber leider auch nicht sagen. Da hat leider die Kommunikation nicht so richtig geklappt, aber wir waren auf jeden Fall froh zu wissen, dass offensichtlich alles soweit in Ordnung war.
Als wir dann endlich auf die Intensivstation kamen, fanden wir das Beerchen erstmal tief schlafend vor, laut zuständiger Schwester war sie aber bereits schon einmal wach gewesen. Dann konnten wir uns auch endlich mal mit einer Intensivärztin unterhalten, die uns über den erfolgreichen Spalt-Verschluss in Kenntnis gesetzt hat, und erzählte, dass die Mausbeere lediglich mit ganz geringem Sauerstoffbedarf angekommen war. Um ihr die Zeit nach der OP zu erleichtern, bekommt sie aber vorsorglich regelmäßig Schmerzmittel und Antibiotika verabreicht.
Nach einer Weile erwachte das Beerenkind dann, und war, bis auf etwas blutige Spucke die ihr gelegentlich aus der Schnute lief, sofort wieder die alte.
Blut um den Mund, und ein Igelfuß. Zutaten für ganz tolle Albträume!
Wenn sogar das Finger-hoch-Spiel schon klappt…
…dann kann ja alles sooo schlimm nicht gewesen sein.
Es wurden sofort zielgerichtet irgendwelche Spielzeuge oder Hände gegriffelt und ihre üblichen Turnübungen vollführt und vermutlich hätte kein außen stehender Betrachter vermutet, dass dieses Kind gerade eine mehrstündige OP hinter sich hatte. Wir sind maßlos erstaunt über die Konstitution unseres Beerchens, da man ja bedenken muss, dass sie bereits die dritte Narkose inklusive allergischer Reaktion innerhalb von einer Woche über sich ergehen lassen musste.
So richtig sehen konnte man das Kunstwerk im Beerenmundraum noch nicht, nur als sie ein-, zweimal ein bisschen am Weinen war, konnte man den geflickten Gaumenraum annähernd erahnen, inklusive der zwei Entlastungsschnitte links und rechts. Zur Methode aber eventuell mehr in einem der kommenden Beiträge, noch wissen wir selbst zu wenig.
Zur Überwachung der Wundheilung sollte die Mausbeere dann eigentlich über Nacht auf der Intensivstation bleiben, aber wir hatten uns kaum am Bettchen mehr oder weniger häuslich eingerichtet, da kam auch schon ein Doktor, der uns mitteilte, dass wir nicht erschrecken sollten, aber aufgrund eines Notfalls müsste die Dame kurzfristig doch schon wieder auf die Normalstation verlegt werden. Naja, ansichtig des Energieknubbels im Bett, der auch schon wieder erste Lachanfälle gezeigt hatte, war diese Entscheidung wohl in jeder Hinsicht vertretbar.
Also zog die Beere mal wieder in Rekordzeit zurück in ihr Domizil, wo sie bis jetzt, wo ich dies schreibe ohne weitere Nickerchen oder gar Sauerstoffbedarf fröhlich im Bettchen herumturnt. Detaillierte Arztgespräche – also mit jemandem aus der Kieferchirurgie und auch der Phoniatrie – hatten wir heute allerdings noch nicht, aber das wird spätestens morgen der Fall sein. Jetzt sind wir jedenfalls einfach erstmal froh, dass heute alles so positiv verlaufen ist und gehen jetzt mal zum gemütlichen Teil über!

Donnerstag, 28. Januar 2016

Querulantin

Die Mausbeere legt ja seit jeher gerne mal querulantisches Verhalten an den Tag, aber nun haben wir wirklich handfeste Beweise dafür! Mehr dazu aber später, denn die Beeren-Fans möchten ja bestimmt ein kleines Update über Wohlergehen und Aufenhaltsort der jungen Dame haben.
Bereits gestern wurden wir schon wieder aus der Klinik entlassen und sind wohlbehalten wieder zu Hause. Damit hatten wir eigentlich gar nicht gerechnet, denn nachdem am OP-Tag eigentlich alles sehr gut aussah, bekam die Beere in der Nacht plötzlich Fieber, womit unsere Hoffnung auf eine baldige Abreise eigentlich erstmal zunichte gemacht wurden. Die Schwestern fanden das aber erstmal nicht so Besorgnis erregend, da so etwas als Reaktion auf den Narkosecocktail schon mal vorkommen kann. Also wurde erstmal ein Fieberzäpfchen verabreicht und abgewartet. Glücklicherweise war die Körpertemperatur recht schnell wieder im Normbereich und ist dort auch geblieben, womit die Sache dann auch erledigt war.
Bereits am Vormittag wurden wir dann in Richtung Entlassungsgespräch auf die HNO-Station geschickt, wo dann allerdings der zuständige Arzt nicht auffindbar war. Nach einer kleinen Wartezeit wurden wir von dort erstmal in eine anderthalbstündige Mittagspause geschickt, nach der der Doktor hoffentlich irgendwann wieder aufgetaucht sein sollte. Nach der Pause hat es dann nur noch ein Stündchen oder so gedauert, bis dann endlich der Arzt erschien - keine Ahnung, wer diese organisatorischen Abläufe zwischen den Stationen koordiniert, jedenfalls ist laut unserer Erfahrung nie irgendjemand dort, wo er eigentlich sein sollte...
Naja, jedenfalls haben wir dann endlich die Ergebnisse der Untersuchung erfahren. Wie wir schon wussten, wurde das wilde Fleisch am Tracheostoma entfernt und außerdem das rechte Paukenröhrchen durch ein neues ersetzt, da das alte verstopft war. Die rechte Choane ist tatsächlich durchgängig und die Nasenhöhle weist keine Öffnung in Richtung Gaumenspalte auf, allerdings konnte man aufgrund der untersuchungsbedingt geschwollenen Schleimhäute jetzt noch keine Abschätzung abgeben, wie groß die Öffnung eigentlich ist und wie sich das Ganze in Zukunft entwickeln wird. Folglich konnte auch noch kein grünes Licht für den Verschluss der Gaumenspalte gegeben werden. Wir sollen deswegen in ein paar Wochen nochmal ambulant vorbeikommen, wo das Beeren-Näschen dann erneut inspiziert werden soll. Außerdem hat man auf der linken Seite einen großen Polypen (also eine sehr große Rachenmandel) sehen können. Im Falle der Beere mit ihrer Gaumenspalte ist das aber wohl gut, da dadurch der Rachenraum nicht ganz so offen liegt und etwas geschützt ist. So hundertprozentig zufriedenstellend waren diese Ergebnisse jetzt leider nicht, da es in puncto Gaumenspalte jetzt ja immer noch nicht zu einer Entscheidung gekommen ist und wir quasi genauso schlau sind wie vorher.
Am Nachmittag konnten wir dann endlich die Heimreise antreten und es wurde meines Empfindens nach auch höchste Zeit. In der zweiten Nacht hatten wir unsere Vier-Personen-Suite in der Kinderklinik erfreulicherweise für uns alleine, aber als wir zum Köfferchen packen zurückkamen, war das Zimmer mittlerweile wieder rappelvoll belegt. Da gleichzeitig auch noch Ärzte und Schwestern herumwuselten und ein Kind vehementen Einspruch gegen eine Blutdruckmessung eingelegt hat, war es wirklich mit der Ruhe vorbei, so dass wir froh waren, endlich das Weite suchen zu können!

So, jetzt aber abschließend noch etwas zum "Querulantentum" unseres Töchterchens: Sie war den ganzen Klinikaufenthalt über der Ansicht, in ihrem schönen Jugendbett unbedingt quer liegen zu müssen. Man konnte sie noch so gerade ausrichten - in null komma nix hing wieder mindestens ein Fuß seitlich nach draußen. Besonders bei den Transporten zwischen OP und den diversen Stationen, die mit den großen Betten in engen Flurpassagen ja an sich schon eine sehr diffizile Angelegenheit sind, haben heraushängende Beeren-Extremitäten dem Personal ganz besondere Vorsicht abverlangt. Aber irgendwie ist es ja auch total gemütlich, so lässig die Beine auf dem schönen Bettgitter hochlegen zu können. Hier ist eine kleine Fotostrecke der neuen Lieblingspositionen der Beere im Jugendbett:
Achtung, Beeren-Bettchen mit Überbreite!
Die Türen sollten mindestens um eine Speckfußlänge erweitert werden.
Die perfekte Position zum chillen...
...und pennen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Wieder eine Baustelle weniger

Heute hat uns die Mausbeere mal wieder mit einer tollen Neuigkeit überrascht - oder vielmehr ihr Kardiologe, bei dem wir heute einen Kontrolltermin hatten. Bei dem Herzspezialisten für Kinder waren wir mit der jungen Dame ja regelmäßig wegen des kleinen Löchleins im Herzen (einem Atriumseptumdefekt oder auch ASD II genannt). Dieses war zwar so klein, dass es für die Funktion des Beeren-Herzchens keine Bedeutung hatte, bedurfte aber trotzdem regelmäßiger Kontrollen. Dazu kamen ja noch die in den ersten Jahren allgegenwärtigen Probleme mit der Sauerstoffsättigung, die theoretisch auch vom Herzen hätten kommen können - ein Verdacht, der sich aber bereits bei unserem letzten Kardiologenbesuch vor einem Dreivierteljahr im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgelöst hatte.
Bei der heutigen Untersuchung glänzte die Mausbeere wieder mit einer wunderbar freien Atmung und einer perfekten Sauerstoffsättigung, sowie einem tadellosen EKG. Dann kam noch die obligatorische Ultraschall-Untersuchung, bei der unter anderem immer die Größe des Löchleins überprüft wird und siehe da - es war nicht mehr zu sehen! Nachdem es bei den vorangegangenen Untersuchungen schon immer kleiner geworden war, hat es sich nun komplett geschlossen und das ganz von alleine!!!
Obwohl das Thema Herzfehler nun erfolgreich abgehakt werden konnte, sollen wir doch jährlich wieder beim Kardiologen vorbeischauen, da die Mausbeere ja diverse Blutdruck-Medikamente bekommt und sowohl Bluthochdruck als auch die Medikamente Auswirkungen auf des Herz haben können.
Traditionell lädt uns die Mausbeere nach dem - immer recht früh am Tag stattfindenden - Besuch beim Kardiologen ja immer zum Frühstücken ein und diesmal hatten wir ja sogar einen besonderen Anlass zu feiern!
Denn mal guten Appetit!
Die Mausbeere selbst hat sich allerdings weniger für die aufgetischten Leckereien als vielmehr für den leergefutterten Brötchenkorb interessiert, dessen Wegnahme sie mit umgehendem Gemecker gewürdigt hat. Ach, wenn doch jeder so leicht zufrieden zu stellen wäre ;-)
So, Körbchen leer?
Gut, dann übernehme ich jetzt!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Faszination pur

Heute will ich mal über ein paar drollige Mausbeeren-Begebenheiten der vergangenen Tage berichten. Wie üblich waren wir viel unterwegs und die junge Dame hat uns - ebenfalls wie üblich - ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht.
Gestern hatte das Beeren-Kind zuerst Physiotherapie auf dem Programm und anschließend ging es für eine Impfung in die Herforder Kinder-Klinik. Da man seitens des KfH-Nierenzentrums eine Änderung der Blutdruck-Medikamente vorgenommen hatte, sollte im heimischen Krankenhaus zur Vorsicht noch einmal der Kalium-Wert im Blut überprüft werden, da dieser eventuell durch das neue Medikament beeinflusst werden könnte. Also gab es nicht nur einen Impf-Pikser ins Speck-Beinchen sondern obendrein noch einen kleinen Stich in den Daumen zur Blutentnahme, was die Dame beides überhaupt nicht gut fand. Zum Glück ist der Kalium-Wert aber im Normbereich. Um den winzigen Daumen hat die Ärztin anschließend ein Miniatur-Pflaster gewickelt, das die Mausi höchst interessant fand und sogar noch zu Hause immer wieder total fasziniert beäugt und herumgezeigt hat:
Filigranste Pflasterarbeit.
Wer SO ein Pflaster hat, ist ECHT hart im Nehmen!
Heute stand dann mal wieder die vierzehntägig stattfindende Sehfrühförderung in Bielefeld an, was wir mit einem gemütlichen Frühstück mit Einkaufsbummel in einem großen Bielefelder Möbelhaus kombiniert haben. Die Laune der Mausbeere war mal wieder auf einem Höhepunkt angelangt und in der schönen Weihnachtsausstellung, die sie anscheinend ebenso fasziniert hat, wie das Pflaster von gestern, ist sie in regelrechte Lachanfälle ausgebrochen, wie folgende Fotos und ein kleines Video zeigen:
Grade nochmal kontrollieren, ob der Finger noch dran ist...
...alles gut, dann können wir ja zum lustigen Teil übergehen!

Freitag, 28. November 2014

Ungewöhnliches Verhalten

Gestern ging es für uns mal wieder nach Hannover und zwar zur Kontrolluntersuchung ins Kinder-Nierenzentrum in der MHH und anschließend hatten wir noch einen Termin bei der Hörgeräteakustikerin in der Stadt. Diese Terminkombination hatten wir in der Vergangenheit schon öfter, da beide ihre Kontrolltermine im dreimonatigen Abstand vergeben haben. Solche Tage sind an sich immer schon recht anstrengend, da man früh aufstehen, den halben Hausstand für den ganztägigen Ausflug einpacken, weit fahren, viel durch die Gegend laufen, warten und einige - teils fiese - Untersuchungen über sich ergehen lassen muss.
Gestern hat die Mausbeere dann allerdings durch komplett außergewöhnliches Verhalten nicht gerade dazu beigetragen, uns allen den Tagesablauf zu erleichtern.
Es ging schon damit los, dass die Madame - normalerweise ja als exzessive Langschläferin bekannt - bereits um fünf Uhr morgens nicht nur wach, sondern gleichzeitig noch ein dauergrinsendes Energiebündel war. Das war ja generell noch recht positiv, denn besser ein waches Kind als eines, dass man für eine pünktliche Abfahrt zwangswecken muss. Also hat die Dame schon in aller Herrgottsfrühe mit beim Frühstück in der Küche gesessen und ist mit Hingabe ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen:
Hmmm, Socke und Fuß, wie mag das zusammenpassen?
Leider ist durch das extrem frühe Aufstehen auch ihr ganzer sonstiger Rhythmus durcheinandergekommen und so hat sie es leider versäumt - wie sonst üblich - direkt nach dem Aufwachen ihre Windel bis zum Anschlag zu füllen. Das hat sie stattdessen mitten auf der Autobahn erledigt, was dann unweigerliche zu einem textilen Supergau geführt hat. Also mussten wir an einer Raststätte dem Kind erstmal ein komplett neues Outfit verpassen (ausreichend Ersatzklamotten sind immer dabei, wir sind ja in dieser Hinsicht schon einiges gewöhnt), was unserer Zeitplanung nicht gerade zuträglich war.
Trotzdem sind wir noch rechtzeitig im KfH-Nierenzentrum eingetrudelt und es wurden die üblichen Untersuchungen durchgeführt. Zuerst wurde dem armen Beerchen mal wieder etwas Blut abgezapft und anschließend folgte das Arztgespräch inklusive Vermessung des Mausbeeren-Luxusbodies. So langsam rächte sich dann auch das frühe Aufstehen und nach den Strapazen des Blut abnehmens war erstmal ein kleiner Fluchtschlaf fällig. Auch dies war zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich und so ist es zum ersten Mal im KfH selbst gelungen, dem Kind den Blutdruck zu messen. Da das Messgerät extrem bewegungsempfindlich ist, funktioniert das bei unserem Energiebündel nämlich nur im Tiefschlaf und so musste man sich bei den vorigen Untersuchungen immer auf unsere heimischen Messungen verlassen. Es folgte ein Gespräch mit der Ernährungsberaterin, die mit Wachstum, Gewichtszunahme und Kaliumspiegel sehr zufrieden war - ich fasse das mal als offizielles Lob an die Hexenküche auf. Anschließend wurde noch ein Ultraschall der Nieren durchgeführt und auch hier war alles zufriedenstellend. Die funktionslose rechte Niere ist mittlerweile sehr klein, was aber nicht ungewöhnlich ist, aber dafür sieht die linke Niere nach Aussage der Ärztin "schön" aus (lediglich etwas zu hell in der Ultraschalldarstellung, aber das ist eigentlich auch von Anfang an so und muss nichts über die Nierenfunktion aussagen). Die Ergebnisse der Blutuntersuchung kommen erst in ein paar Tagen und so war der Besuch im Nierenzentrum eigentlich beendet - EIGENTLICH, denn eine Kleinigkeit fehlte noch und sollte unseren Besuch dort noch etwas in die Länge ziehen. Zur Routineuntersuchung gehört nämlich auch immer auch die Analyse einer Urinprobe und darauf hatte die Mausbeere diesmal anscheinend überhaupt keine Lust. Obwohl im Ultraschall definitiv eine gefüllte Blase zu sehen war, hat sich das Kind partout geweigert, diese in das extra dafür angebrachte Beutelchen zu entleeren. Eigentlich hatten wir uns schon auf einen schönen Stadtbummel durch die Hannoveraner City gefreut, aber stattdessen haben wir eine geschlagene Stunde vor dem Wickeltisch gestanden und immer wieder in die Windel gelinst, nur um wieder ein leeres Beutelchen vorzufinden. Da wir ja noch den Termin bei der Hörgeräteakustikerin hatten, habe ich irgendwann mal vorsichtig nachgefragt, ob die Urinuntersuchung denn so dringend notwendig wäre. Leider bestand die zuständig Ärztin darauf, aber man schlug uns vor, erstmal den Termin in der Stadt wahrzunehmen und die ersehnte Flüssigkeit später noch vorbeizubringen.
Und so haben wir uns dann endlich mit der Stadtbahn Richtung Innenstadt aufgemacht, wobei uns die Mausbeere wieder mit extrem weit geöffneten Augen erfreut hat - die faszinierenden Eindrücke auf den Weihnachtsmärkten in den letzten Tagen mögen dazu ihren Teil beigetragen haben.
Was guckst Du so? Ich sehe das ganz genau!
Die Hörgeräteakustikerin war mit den aktuellen Entwicklungen der Mausbeere auch sehr zufrieden und hat die Hörgeräte der Mausbeere generalüberholt und ihnen ein niedliches Enten-Outfit verpasst. Wir haben uns diesmal für die Entchen entschieden, da die Mausbeere die auf ihrer King-Size-Krabbeldecke aufgenähte Stoff-Ente so heiß und innig liebt. Den nächsten Kontrolltermin hier werden wir dann allerdings schon in zwei Monaten haben, da die Schläuche der Hörgeräte immer sehr schnell hart werden und erneuert werden müssen. Dadurch sitzen die Geräte dann nicht mehr so gut und es gibt schnell die berühmten Störgeräusche, die einen recht schnell in den Wahnsinn treiben.
Nicht in die Ente beißen!!!
Anschließend haben wir uns endlich noch einen kleinen Weihnachtsmarkt- und Stadt-Bummel gegönnt, bevor wir die heiß ersehnte und endlich ergatterte "Beutelchen-Beute" im Nierenzentrum abgeliefert haben.
 Puh, drei verschiedene Weihnachtsmärkte in drei Tagen!!!
Auch heute hatte die Dame noch eine "ungewöhnliche Phase", als wir für die jährliche Grippe-Impfung einen Termin beim Kinderarzt hatten. Normalerweise geht kurz nach dem Pikser ein - abslut verständliches - Sirenengeheul los. Nicht jedoch heute - das Beerchen hatte irgendetwas höchst faszinierendes an der Zimmerdecke entdeckt, das sie, ohne eine Miene zu verziehen, die ganze Zeit zufrieden betrachtet hat. Den Piks hat sie dabei gar nicht wahrgenommen und das Gebrüll startete erst beim Anziehen der Jacke - das war allerdings überhaupt nicht ungewöhnlich.

Freitag, 23. Mai 2014

Alles wächst, blüht und gedeiht

Gestern hatten wir, wie das ja immer in schöner Regelmäßigkeit der Fall ist, einen kleinen Untersuchungs-Marathon in Hannover zu bewältigen. Die Hitze in Kombination mit der Erkältung haben der armen Mausbeere ganz schön zu schaffen gemacht - jeder, der schonmal im Sommer fett erkältet war, kann bestimmt nachfühlen, dass das noch unangenehmer ist als im Winter. Da einer der Termine in der Hannoveraner Innenstadt zu absolvieren war, gab es aber auch Zeit und Muße um sich an einem schattigen Plätzchen etwas Abkühlung zu verschaffen:
Puh, jetzt erstmal einen schönen, kühlen Eisbären schlecken!
Als erstes stand mal wieder eine Routine-Kontrolle im Kinder-Nierenzentrum in der MHH an, wo neben Blutwerten und Nieren ja auch immer der komplette Gesundheitszustand der Mausbeere mit begutachtet wird. Die durch die Erkältung ziemlich verschleimte Mausbeeren-Lunge wurde abgehorcht und ist tatsächlich "nur" verschleimt - keine Hinweise auf Bronchitis oder gar Lungenentzündung - und auch der CO2-Wert konnten sich für diese Verhältnisse echt sehen lassen (vor einigen Monaten hätten wir im infektfreien Zustand von einem solchen Wert nicht zu träumen gewagt). Auch der leidige Kalium-Wert liegt absolut perfekt im mittleren Normbereich und auch mit Größe, Gewicht und Blutdruck ist alles in bester Ordnung. Die Dame darf nach monatelangen zwangsverordneten Haltens des Gewichts um die 11kg jetzt auch mal wieder etwas zulegen. Außerdem wurde ein Ultraschall der Nieren gemacht, wobei man jetzt sehen konnte, dass die funktionslose rechte Niere etwas kleiner geworden ist. Das ist tatsächlich nicht Ungewöhnliches und es kann sogar sein, dass ein solches funktionsloses Organ irgendwann komplett verschwindet. Die linke Beeren-Niere ist aber soweit prima in Ordnung und wächst entsprechend der Körpergröße mit.
Während der Untersuchung kam das Gespräch auch auf den blutigen Windelinhalt von vor ein paar Wochen und auch auf die Beobachtung, dass dieser erneut nach einem Nahrungsexperiment auftreten ist. Daraufhin wurde die Vermutung geäußert, dass das Problem auch mit einer Nahrungsmittel-Allerergie oder - Unverträglichkeit zu tun haben könnte. Man will sich jetzt mal in der allergologischen Abteilung erkundigen, ob dies der Fall sein könnte und ob eventuelle Untersuchungen weiterhelfen könnten. Außerdem wurde auch noch die Ernährungsberaterin dazugeholt um das weitere Vorgehen zu besprechen, insbesondere da die Mausbeere ja so viel Freude hat aus ihrer Löffelflasche zu schlabbern. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass die Hexenküche wieder ihre Pforten öffnet, mehr dazu in einem kommenden Beitrag (das würde jetzt hier den Rahmen sprengen).
Dann ging es in die Innenstadt zur Hörgeräteakustikerin, wo mal wieder neue Abdrücke der Beeren-Öhrchen gemacht wurden - es sind langsam wirklich mal wieder neue Otoplastiken (also Ohr-Passstücke) fällig. Die aktuellen sind doch jetzt schon fast ein dreiviertel Jahr in Gebrauch! Ansonsten wurden die Hörgeräte nur etwas generalüberholt, an den Einstellungen ist aber nichts geändert worden. Die Beere war mittlerweile sehr unleidlich wegen Wärme, früh aufstehen, Erkältung und ständig gepiesackt werden, so dass wir alle noch ein wenig Entspannung brauchten. Also noch kurz etwas durch die Stadt gebummelt, an einem schattigen Plätzchen etwas zu Mittag gegessen und dann haben wir wieder die Heimreise angetreten - puh, echt ein langer Tag!

Montag, 3. März 2014

Närrische Vermessung

Na, das ist doch wirklich perfektes Timing - einen Tag vor Annikas zweitem Geburtstag hatten wir heute einen Termin im Kinder-Nierenzentrum in Hannover. Das traf sich in sofern gut, als das die Beere dort immer komplett vermessen wird und wir so die exakten "Kenndaten" am zweiten Geburtstag bekommen haben. Und diese können sich wirklich sehen lassen, insbesondere auch im Vergleich zu "normal" entwickelten Kindern in diesem Alter (die Normwerte stammen aus den Wachstumskurven im gelben Untersuchungsheft):

Gewicht: 11,28kg (Normwerte: ca. 9,4 - 15,4kg)
Körperlänge: 80cm (Normwerte: ca. 80 - 91,4cm)
Kopfumfang: 45,4cm (Normwerte: ca. 45,6 - 50,4cm)

Damit entsprechen die Beeren-Ausmaße mit zwei Jahren fast schon der Norm!!! Wenn man bedenkt, als was für ein Winzling die Dame auf die Welt gekommen ist (zur Erinnerung: Gewicht: 1870g, Länge: 38cm, Kopfumfang: 30cm), finde ich das umso erstaunlicher, denn das bedeutet ja, das unsere kleine Kampfziege wesentlich mehr zugenommen hat und auch mehr gewachsen ist als ihre Altersgenossen und das trotz ihrer diversen Baustellen - das verdient höchsten Respekt!!!
Da ja heute Rosenmontag ist fand die Untersuchung übrigens in närrischem Ambiente statt, denn das Nierenzentrum war karnevalsmäßig geschmückt und auch einige Mitarbeiter hatten sich mit lustigen Accessoires ausgestattet.
Der Schein trügt...
...so lustig geht es hier nicht zu!!!
Allerdings fand die Mausbeere die Untersuchungen trotz lustiger Deko alles andere als komisch. Bei der obligatorischen Blutentnahme hat sich die Dame so sehr aufgeregt, dass sie von der netten Ärztin zum Trost einen kleinen Stoff-Eisbären geschenkt bekommen hat. Diesen konnte sie allerdings erst später würdigen, als die größte Aufregung vorbei war (die Ärztin hatte den Bären freundlicherweise an den Karren-Balli gebastelt). Dann war sie davon aber dermaßen begeistert, dass der arme Bärenkopf komplett nassgesabbert war und das Bärchen Gefahr läuft morgen eine fiese Ohrenentzündung zu bekommen.

Geschafft - man muss nur doll genug schreien, dann bekommt man eine Belohnung :-)
Gib Küsschen!
Mit Blutdruck und den schnell ermittelten Blutwerten wie Kalium und auch CO2 war man aber höchst zufrieden, ebenso wie mit den OP-Narben und dem Allgemeinzustand der Mausbeere. Dann können wir uns ja jetzt auf den Geburtstag freuen!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Penn-Eule

Genau das ist die Mausbeere heute schon den ganzen Tag - eine Penn-Eule. Das hat sie sich nach den gestrigen Strapazen aber auch verdient, ihr Körper muss ja einiges verarbeiten. Zur Zeit ist sie leider immer noch auf der Intensivstation und wird auch diese Nacht dort verbringen. Man ist nach den Ereignissen im September einfach besonders vorsichtig und das finden wir auch richtig so. Da man erst heute Mittag die Atemunterstützung abgestellt hat und auch der Blutdruck recht hoch ist, will man sie einfach noch etwas im Auge behalten, aber ansonsten ist man weiterhin sehr zufrieden mit der Dame. Heute Vormittag war sie auch wach und hat tatkräftig alle beschäftigt, die so um ihr Bettchen zugange waren. Hat sich die zuständige Schwester mehr als einen Meter vom Bett entfernt, hat sie sich gleich irgendein Monitor-Bimmeln einfallen lassen und wenn man gerade oben versucht hat die Fummel-Finger im Zaum zu halten wurde unten kurzer Hand ein Sensor vom Speckfüßchen abmontiert. Die zu dem Zeitpunkt noch angeschlossenen Schläuche der Beatmungsmaschine waren übrigens höchst interessant und mussten gründlich untersucht werden. Dazu war auch eine minutiöse Koordination mit Balli nötig, was die Dame aber in Perfektion gemeistert hat.


Am Abend hat die Mausbeere dann nach einem komplett verpennten Nachmittag nochmal für etwas Action gesorgt. Irgendwie kam uns ihre Trachealkanüle auf einmal etwas komisch vor, das Haltebändchen war ziemlich weit und so war die Kanüle irgendwie seitlich verrutscht. Auch das Absaugen des Sekrets hat ganz und gar nicht funktioniert und zudem war die Beere sichtlich unzufrieden und auch ihre Sauerstoffsättigung war ziemlich mies. In Teamarbeit mit den Schwestern und dem zuständigen Arzt kamen wir der Misere auch auf den Grund - die Kanüle war herausgerutscht und lag nur noch auf dem Hals auf. Da konnte ja auch nix durchgehen. Nach der OP hatte man der Beere nicht ihre normale Trachealkanüle eingesetzt, sondern ein Modell für Säuglinge, welches etwas kürzer war. Wir vermuten, dass unsere Beere einfach nur beleidigt war, dass man ihr so einen Babykram andrehen wollte, dass sie sich des Teils einfach mal entledigt hat. Es wurde ihr also wieder ihr Standardmodell eingesetzt und dem zufriedenen Balli-Nuckeln stand nichts mehr im Wege.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Klinik-Hopping

Mit unserem Töchterchen wird es bekanntlich ja nie langweilig, aber der heutige Tag war mal wieder ein ganz besonderes Highlight à la Mausbeere. Heute morgen hatten wir wieder einen routinemäßigen Untersuchungstermin im Kinder-Nierenzentrum in der MHH. Seit zwei Tagen ist die Dame schon wieder erkältet und hatte bereits mit der Atmung zu kämpfen, aber wir kannten das aus dem letzten Winter schon schlimmer und außerdem war sie bestens gelaunt und ansonsten fit, also haben wir uns nichts weiter dabei gedacht.
Mit Blutdruck und Kalium war die betreuende Ärztin recht zufrieden und zusammen mit der Ernährungsberaterin wurde unserem Specki nach erfolgreichem Knacken der 11kg-Marke die Nahrungsmenge noch weiter reduziert (sie soll ja nicht weiter in dem Tempo zunehmen). Außerdem ist sie wieder etwas gewachsen und nun stattliche 77cm lang!

Bei der zur Untersuchung gehörenden Blutgasanalyse fiel dann allerdings ein viel zu hoher CO2-Wert auf, was bei schweren Atemwegsinfekten vorkommen kann, wenn z.B. durch viel Schleim nicht genug Kohlendioxid abgeatmet wird. Es wurde noch eine zweite Blutprobe zur Kontrolle genommen und die Sauerstoffsättigung überprüft. Diese Nachmessung ist dann zwar etwas besser ausgefallen,war aber immer noch nicht berauschend, so dass man die Beere doch lieber zur weiteren Untersuchung in die Klinik überwiesen hat - glücklicherweise hat man uns nicht gleich in der MHH einbehalten (was wohl bei Bestätigung des ersten CO2-Wertes der Fall gewesen wäre). Aufgrund der etwas besseren Werte und der fröhlich vor sich hin grinsenden Mausbeere hat man uns auf direktem Wege in die heimische Kinderklinik Herford geschickt. Dort sollte das Kind noch einmal untersucht und über einen eventuellen stationären Aufenthalt entschieden werden.
Dort angekommen gab es dann den dritten Piekser für die arme Beere zwecks Blutentnahme und danach hat sie sich erstmal einen kleinen Fluchtschlaf gegönnt.


Dann sollte noch ein Röntgenbild der Lungen angefertigt werden. Im Wartebereich benahm sich die Mausi allerdings gar nicht wie ein Kind, dessen Blutwerte für so viel Trubel gesorgt haben. Ein Lachanfall jagte den nächsten und das Grinsen wurde breiter und breiter. Ist ja auch klar, so viele Kliniken hintereinander besucht man ja nicht alle Tage.


Glücklicherweise war dann das Röntgenbild der Lungen auch besser als erwartet und so hat man uns erstmal wieder - mit der Anweisung fleißig zu inhalieren und beim kleinsten Anzeichen der Verschlechterung wiederzukommen - nach Hause geschickt. Morgen sollen wir dann zur Blutkontrolle wiederkommen und es wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Freitag, 27. Dezember 2013

Schöne Bescherung

So abgedroschen der Titel auch klingen mag, er beschreibt in seiner Doppeldeutigkeit doch ganz gut unser zweites Weihnachtsfest mit der Mausbeere. Es war recht durchwachsen - teils sehr schön, aber leider musste die Dame mal wieder ihrer Sehnsucht nach medizinischem Fachpersonal nachgeben. Aber ich erzähle mal schön der Reihe nach:

Heiligabend:

Der Weihnachtsbaum - von Papa liebevoll geschmückt
Schon am Morgen war unser Töchterchen recht unzufrieden und hat auch im Laufe des Tages viel geschlafen. Am Nachmittag kamen dann Oma Rita und Inge (eine gute Freundin und die persönliche Stylistin der Mausbeere) zu uns. Schon bevor es die ersten Geschenke gab, war erstmal Fluchtschlaf angesagt.

Nur kuscheln - nicht an die Frisur gehen, Inge!
Ruhe vor dem Sturm
So, nachdem das erste Nickerchen erledigt war, ging es an die erste Bescherung. Das erste Highlight des abends war ein wunderschönes Bild mit Annikas Namen, dass Oma Rita von einer Künstlerin exklusiv für die Beere anfertigen lassen hat. Hinter diesem Bild steckt eine etwas längere Geschichte und so hat es anderthalb Jahre gedauert, bis es endlich den Weg zu uns gefunden hat:

Noch etwas derangiert, aber mit Oma Rita geht es wieder.
Ui, das Geschenk ist ja fast größer als ich!
Das ist ja toll, ganz für mich alleine...
...aber Ihr dürft auch mal gucken!
Anschließend wollten wir bei Oma Anne zu Abend essen und danach zur zweiten Bescherung übergehen. Aber leider ging es dem armen Beeren-Kind auf einmal gar nicht gut. Man merkte richtig, dass sie sich in ihrer Haut nicht wohlgefühlt hat - sie hat ganz jämmerlich geweint und wusste scheinbar gar nicht wie sie sich hinlegen sollte, um es sich angenehmer zu machen. Zum Glück wurde es mit viel kuscheln und schaukeln wieder besser. Also konnten wir doch ans große Geschenke auspacken gehen. Alle haben wir allerdings nicht geschafft, da die kleine Hauptperson des Abends irgendwann ganz erschöpft unter Bergen von Geschenkpapier eingeschlafen ist.
Oh, so viele bunte Perlen - und der Wauwau guckt zu!
Vollkommen erledigt.
Als kleines Schmankerl hier noch ein Video von der Mausbeere mit einem weitern ganz besonderen Geschenk:

Der 1. Weihnachtstag:

Die Nacht war leider auch nicht besser als der vorangegangene Abend. Die arme Beere hat sehr unruhig geschlafen und auch ihre Sauerstoffsättigung war wieder schlechter geworden. Also haben wir einem festlichen Vier-Gänge-Menü im Restaurant doch lieber den Besuch in der rappelvollen Praxis unseres Kinderarztes vorgezogen. Der hatte nämlich zum Glück an dem Tag Notdienst und so mussten wir nicht gleich das Krankenhaus oder einen fremden Arzt konsultieren. Der Grund für das Unwohlsein der Dame war zum Einen ein neues Blutdruckmedikament, dass sie seit ein paar Tagen nehmen musste und in der Anfangszeit gerne mal Probleme verursacht. Außerdem hatte sie sich wieder einen Harnwegsinfekt eingefangen. Es wurde ein Antibiotikum und Schmerzmittel gegen die akuten Beschwerden verordnet und so konnten wir etwas beruhigt wieder nach Hause fahren (wenn man einen Grund für die Beschwerden hat, geht es einem ja gleich besser).

Der 2. Weihnachtstag:

Nach einer viel ruhigeren Nacht mit Ausschlafen bis zum Mittag ging es der Beere wieder viel besser. Es waren keine Schmerzmittel mehr nötig und wir konnten uns endlich in Ruhe über die restlichen Geschenke hermachen.

Oh, was ist das denn?
Ich könnte Bauklötze staunen!
Am Nachmittag sind wir dann zu Opa Rainer und Oma Christel nach Siekholz gefahren. Wir hatten dort dank sehr zufriedenem Kind noch einen schönen Abend und damit einen abslout positiven Ausklang des Weihnachtsfestes.

Familienfoto mit Opa, Oma und Mausbeere
Und natürlich gab es auch hier ein schönes Geschenk!