Puh, endlich ist es geschafft - die Gaumenspalte der Mausbeere konnte heute erfolgreich verschlossen werden!!! Selbstverständlich sind wir mächtig froh und erleichtert, dass es endlich geklappt hat. Das Thema Gaumenspalte war ja seit mehr als vier Jahren - sprich seit Geburt der Mausbeere - irgendwie ein ständiges Begleitthema und es ist ein eigenartiges Gefühl, dass diese Baustelle nun abgearbeitet wurde.
Heute Morgen stand die Mausbeere wieder an erster Stelle auf dem OP-Plan und so wurde sie wieder einmal in ein schickes OP-Hemdchen gesteckt. Übrigens war die ganze Ausgangssituation irgendwie positiver als am Donnerstag, da die Beere wirklich absolut gut drauf war und der sichere Venenzugang hat sicher auch einiges an Spannung aus der Sache genommen.
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| Das ist jetzt aber mal das letzte OP-Hemdchen für diesen Aufenthalt… |
Übrigens sind die Schwestern hier auf der Station richtig fit drauf und lassen sich von den kleinen Patienten nicht so leicht auf der Nase herumtanzen. So haben es schon mehrere von ihnen geschafft, bei der Mausbeere im Wachzustand Blutdruck zu messen und heute Morgen hat es sogar eine Schwester erfolgreich hinbekommen, das Namensbändchen am Speck-Ärmchen zu befestigen, was vorher in Ermangelung eines Handgelenks (und der Tatsache, dass die Hand im Vergleich zum Unterarm recht winzig ist) noch nie geklappt hat. Unglaublich, das Teil ist jetzt am frühen Abend immer noch an Ort und Stelle!!!
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| Nur ein Strichcode drauf. Seid Ihr langweilig! Ich will 'ne Apple Watch oder 'nen Fitnesstracker! |
Nachdem wir die Dame dann am Operationssaal abgegeben haben, begann wieder die quälend lange Zeit des Wartens. Eigentlich wollte einer der Anästhesisten uns irgendwann anrufen, wenn abzusehen ist, dass wir unser Beeren-Kind auf der Intensivstation besuchen könnten. Als es dann schon früher Nachmittag war, hatte eine der Stationsschwestern dann mal dort nachgehakt und wir bekamen die Info, dass die Dame bereits wohlbehalten dort ist und wir sie nach der Mittagspause sehen - mehr über den Verlauf konnte sie uns aber leider auch nicht sagen. Da hat leider die Kommunikation nicht so richtig geklappt, aber wir waren auf jeden Fall froh zu wissen, dass offensichtlich alles soweit in Ordnung war.
Als wir dann endlich auf die Intensivstation kamen, fanden wir das Beerchen erstmal tief schlafend vor, laut zuständiger Schwester war sie aber bereits schon einmal wach gewesen. Dann konnten wir uns auch endlich mal mit einer Intensivärztin unterhalten, die uns über den erfolgreichen Spalt-Verschluss in Kenntnis gesetzt hat, und erzählte, dass die Mausbeere lediglich mit ganz geringem Sauerstoffbedarf angekommen war. Um ihr die Zeit nach der OP zu erleichtern, bekommt sie aber vorsorglich regelmäßig Schmerzmittel und Antibiotika verabreicht.
Nach einer Weile erwachte das Beerenkind dann, und war, bis auf etwas blutige Spucke die ihr gelegentlich aus der Schnute lief, sofort wieder die alte.
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| Blut um den Mund, und ein Igelfuß. Zutaten für ganz tolle Albträume! |
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| Wenn sogar das Finger-hoch-Spiel schon klappt… |
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| …dann kann ja alles sooo schlimm nicht gewesen sein. |
Es wurden sofort zielgerichtet irgendwelche Spielzeuge oder Hände gegriffelt und ihre üblichen Turnübungen vollführt und vermutlich hätte kein außen stehender Betrachter vermutet, dass dieses Kind gerade eine mehrstündige OP hinter sich hatte. Wir sind maßlos erstaunt über die Konstitution unseres Beerchens, da man ja bedenken muss, dass sie bereits die dritte Narkose inklusive allergischer Reaktion innerhalb von einer Woche über sich ergehen lassen musste.
So richtig sehen konnte man das Kunstwerk im Beerenmundraum noch nicht, nur als sie ein-, zweimal ein bisschen am Weinen war, konnte man den geflickten Gaumenraum annähernd erahnen, inklusive der zwei Entlastungsschnitte links und rechts. Zur Methode aber eventuell mehr in einem der kommenden Beiträge, noch wissen wir selbst zu wenig.
Zur Überwachung der Wundheilung sollte die Mausbeere dann eigentlich über Nacht auf der Intensivstation bleiben, aber wir hatten uns kaum am Bettchen mehr oder weniger häuslich eingerichtet, da kam auch schon ein Doktor, der uns mitteilte, dass wir nicht erschrecken sollten, aber aufgrund eines Notfalls müsste die Dame kurzfristig doch schon wieder auf die Normalstation verlegt werden. Naja, ansichtig des Energieknubbels im Bett, der auch schon wieder erste Lachanfälle gezeigt hatte, war diese Entscheidung wohl in jeder Hinsicht vertretbar.
Also zog die Beere mal wieder in Rekordzeit zurück in ihr Domizil, wo sie bis jetzt, wo ich dies schreibe ohne weitere Nickerchen oder gar Sauerstoffbedarf fröhlich im Bettchen herumturnt. Detaillierte Arztgespräche – also mit jemandem aus der Kieferchirurgie und auch der Phoniatrie – hatten wir heute allerdings noch nicht, aber das wird spätestens morgen der Fall sein. Jetzt sind wir jedenfalls einfach erstmal froh, dass heute alles so positiv verlaufen ist und gehen jetzt mal zum gemütlichen Teil über!