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Freitag, 21. Februar 2020

Trotzköpfchen

Eigentlich kannten wir unsere Große bislang nur als absolut friedliches, ausgeglichenes und entzückendes Mädchen, das nur mal bei berechtigten Gründen gegen irgendwas Beschwerde eingelegt oder Unmut geäußert hat. Im Prinzip ist sie das auch immer noch - solange alles nach ihren Wünschen läuft. Geschieht momentan irgendetwas, was ihr nicht passt und es wird nicht sofort - die Betonung liegt hier wirklich auf SOFORT, UMGEHEND, AM LIEBSTEN SCHON GESTERN - von einer ihr untergebenen Person behoben, eskaliert die Dame in einem heftigen Wutanfall mit weinen, treten, steif machen etc. Wird die Ursache des Übels behoben, was meistens in Form von auf den Schoß nehmen und Kuscheln passieren muss, ist die Mausbeere urplötzlich wieder der Inbegriff purer Entzückung:
So, jetzt sind doch ALLE wichtigen Personen zufrieden :-)
Dass diese Trottel da nicht gleich drauf gekommen sind...
Selbst in der Schule mussten man sie neulich zum "abkühlen" in den Nebenraum verbannen, damit sie sich endlich wieder beruhigt, was auch gut funktioniert hat. Aber trotzdem tanzt sie dort insbesondere ihrer Lieblingsbegleitperson gehörig auf der Nase herum. Auf folgendem Foto hatte Madame keinen Bock auf Lauftraining und so hat sie sich strickt geweigert, die Beinchen auf den Boden zu stellen:
Ich laufe NICHT, und wenn Ihr Euch auf den Kopf stellt!
Da wir solches Verhalten eigentlich bislang in dem Maße nur kannten, wenn sie mal Bauchschmerzen oder etwas in der Art hatte, haben wir uns natürlich erstmal Sorgen gemacht, dass ihr irgendetwas fehlt. Aber da ein Bauchschmerzanfall in der Regel nicht so schnell durch Zuwendung und Kuscheleinheiten beseitigt werden, vermuten wir eher, dass sich die Mausbeere zur Zeit in einer akuten Trotzphase befindet. Zu ihrem Entwicklungsalter würde das ja ungefähr passen und obwohl das Ganze wirklich nicht schön und bei geballter 18kg-Mausbeerenpower auch körperlich für uns recht anstrengend ist, freuen wir uns irgendwie auch über dieses im Prinzip stinknormale Verhalten. Solche Phasen gehen in der Regel ja auch wieder vorbei... hoffentlich... früher oder später...

Eine andere Theorie für die zeitweise Unzufriedenheit mag vielleicht auch ein anstehender Entwicklungsschritt des Beeren-Kindes sein. Vor gut anderthalb Jahren gab es schonmal eine ähnliche Phase (wenn auch nicht ganz so heftig), in der man sie so gut wie gar nicht alleine irgendwo ablegen durfte und man nicht so wirklich wusste, was ihr denn fehlt. Wenige Wochen später hat sie sich dann selbstständig aufgesetzt und war wieder lecker zufrieden. Wir sind gespannt, was unser Beerchen da "vorbereitet"...

Dafür, dass in ihrem Köpfchen zur Zeit irgendwas vorgeht, spricht auch, dass sie momentan sehr viel Schlaf braucht. Wenn sich etwas verändert und neue Eindrücke verarbeitet werden müssen, ist dass ja naturgemäß anstrengend und scheint so seinen Tribut zu fordern.
Abschließend noch ein knuffiges Schlaf-Kuschel-Foto als sich das Beerchen nachts irgendwie selbst mit der Glücksflosse ihr Kuscheleinhorn gegriffelt hatte:
Zzzzzzzz...

Mittwoch, 20. Juni 2018

Laufmeter

Tja, trotz professionell gekleideter Maskottchen war das Deutschlandspiel am Sonntag ja alles andere als erfolgreich... Eine gewisse Mitschuld möchte ich aber definitiv der Mausbeere geben, die sich diebisch gefreut hat, als das Tor für Mexiko fiel. Hoffen wir mal, dass sie sich am Samstag wieder auf ihre Wurzeln besinnt und für das richtige Team hält...
Was ist? Mexiko ist doch auch super!
Heute hatte die junge Dame ihren jährlichen Kontrolltermin beim Kardiologen. Dieser war - wie auch schon in den Jahren zuvor - sehr zufrieden mit der Mausbeere, was uns natürlich jedes Mal aufs Neue sehr freut! Bei der Voruntersuchung wurden natürlich auch Größe und Gewicht bestimmt und das Beerchen hat doch nun tatsächlich die 1m-Marke geknackt! Obwohl es mit Stehen und Laufen noch ziemlich hapert, nennen wir unser Töchterchen doch einfach mal "Laufmeter" :-)
Außerdem hat das Beeren-Kind schon seit geraumer Zeit die 16kg-Marke überschritten, was ich hier noch mit dem obligatorischen Beweisfoto nachliefern möchte:

Mittwoch, 14. September 2016

15kg-Marke geknackt!

Seit dem Durchbrechen der letzten Schallgrenze (aka 14kg-Marke) ist nun fast ein Jahr ins Land gegangen. Da die Mausbeere im letzten Jahr von ihrer Ernährungsberaterin auf Diät gesetzt wurde, hat sich die Gewichtszunahme - wie gewollt - verlangsamt, so dass nun Körperlänge und Gewicht in einem besseren Verhältnis stehen. Da das Beerchen von der Länge her gut zugelegt hat, durfte auch die Anzeige auf der Waage wieder etwas nach oben wandern und so liefern wir heute das obligatorische Beweisfoto:
Hihi, die Waage zeigt Oma Annes Geburtstag :-)
Aus Kiel erreichte die Mausbeere gestern eine niedliche Knabberpostkarte die von der "netten(?) Dame" Maike verschickt wurde:
Nur nette Damen schreiben so nette Knabberpostkarten ;-)

Mittwoch, 3. August 2016

Blutsauger für große Tapferkeit

Unglaublich, seit unserem letzten Besuch im Nierenzentrum der MHH war schon ein ganzes Jahr vergangen, als wir am Dienstag dort mal wieder zur Untersuchung aufgeschlagen sind! Den Termin hatten wir also schon sehr weit im Voraus, und so hatten wir keinen Einfluss darauf, dass der Tag etwas suboptimal gelaufen ist - hätten wir aber bestimmt auch bei kurzfristigerer Planung nicht gehabt.
Schon die Hinfahrt war mit einigen Staus und unfreiwilligen Umwegen ein kleines Abenteuer und auch im Nierenzentrum selber war irgendwie der Bär los. Dabei war es gar nicht mal besonders voll, aber die anwesenden Patienten hatten wohl alle etwas schwierigere Baustellen und zusammen mit der Urlaubszeit in der Ärzteschaft kam es zu ziemlich langen Wartezeiten.
Aber das waren eigentlich nur Nebensächlichkeiten, denn die Untersuchungsergebnisse aus Urin, Blutgasanalyse, Ultraschall (unter erschwerten Bedingungen durchgeführt, weil das Beerchen nach der langen Warterei absolut nicht mehr still liegen bleiben wollte) und ärztlicher Untersuchung waren soweit sehr zufriedenstellend und das war ja die Hauptsache! Jetzt heißt es noch die Laboruntersuchung des Blutes abzuwarten und wenn dort auch keine Auffälligkeiten zu verzeichnen sind, werden wir erst in einem Jahr wieder zur Kontrolle erwartet.
Nach so einem langen Vormittag war natürlich erstmal eine Stärkung angesagt und das Beerchen hat sich in der Mensa genüsslich an Mamas Schokopudding mit Vanillesoße gütlich getan, bevor sie dann die Beißerchen in einen der heiß begehrten Getränkebecher geschlagen hat:
Schokolade macht glücklich!
Papp-Becher aber auch :-)
Der kleine Geselle, der auf dem Becher-Foto am Reißverschluss des Beeren-Jäckchens baumelt ist übrigens die Belohnung für große Tapferkeit bei der Blutentnahme. Leider musste ich die lustige Fledermaus aufgrund des Trubels im Nierenzentrum am Ende noch einfordern (der Arzt hatte das in der Hektik schlicht vergessen, aber ich hatte die kleinen Fledermäuse schon bei den anderen Kindern gesehen), aber da sich das Beerchen beim abzapfen ihrer wertvollen Körperflüssigkeit diesmal wirklich extrem brav verhalten hat, stand ihr diese Belohnung definitiv zu:
Ein kleiner Blutsauger als Belohnung vom Blutsauger.
Am Montag erreichte die Mausbeere übrigens nach längerer Pause mal wieder eine Knabberpostkarte von Monika. Die Knabberpost-Flaute war aber nicht beabsichtigt, denn offensichtlich ist der Dame eine Schildkrötenkarte aus Ischia bislang nicht zugestellt worden. Naja, hoffen wir mal, dass sich die Post einfach etwas mehr Zeit gelassen hat, denn die Mausbeere hätte mit Sicherheit Freude an einer Karte mit italienischem Geschmack :-)
WAS? Es ist eine Knabberpostkarte verschollen?
Dann schnell angeknabbert, damit Du nicht auch noch verschwindest...

Dienstag, 19. April 2016

Vermessen und für gut befunden

Heute Vormittag hatte die Mausbeerenkönigin einen Termin bei ihrem Leibarzt. Allerdings nicht, weil sie krank ist, sondern weil die alljährliche Vorsorgeuntersuchung anstand, in diesem Falle die U8. Normalerweise wird bei diesen Untersuchungen ja geschaut, ob sich ein Kind körperlich und auch kognitiv normal entwickelt. Daher ist der Großteil der zu untersuchenden Fähigeiten für uns eigentlich von vorn herein schon nicht relevant (Kreise ausmalen, auf einem Bein hüpfen oder der Gebrauch von Adjektiven sind halt noch nicht so gaaaaaannnnnz ihrs) und so beschränkt sich der Kinderarzt eigentlich immer nur noch auf die Bestimmung der aktuellen körperlichen Ausmaße der jungen Dame und der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Das alles war auch heute wieder absolut zufriedenstellend und mit einem Gewicht von etwas über 14kg und einer Länge von 92cm ist das Beerchen wirklich gut dabei. Von der Länge her ist sie zwar immer noch etwas kleiner als "normale" Kinder in ihrem Alter, aber betrachtet man die Wachstumskurven, verläuft ihre absolut normal, denn die Madame war ja schon wesentlich kleiner ins Leben gestartet als die meisten ihrer Altersgenossen.
Die Messung der Körperlänge wurde übrigens heute zum ersten Mal - wie bei Vierjährigen so üblich - im Stand mit einem an der Wand befestigten Maßband versucht. Fast hätte dieses Vorgehen auch funktioniert, denn das Beeren-Kind hat sich ganz brav an der Wand auf ihre Beinchen gestellt. Man beachte bei folgendem Foto (in extremen Hochformat ;-) ) insbesondere die prallen Schmull-... äh, sorry, Muskelpakete an den Oberschenkeln, die ohne Beinkleid erstmal so richtig schön zur Geltung kommen:
Ey, ich steh doch gerade, was wollt Ihr denn?
Allerdings hat sie die Stampferchen dann doch nicht ganz gerade und parallel hingestellt, wie es nötig gewesen wäre, so dass noch eine Nachmessung im Liegen mit Maßband notwendig war.

Freitag, 23. Oktober 2015

Commentarii de Button Beerico

Häh??? Wer sich jetzt denkt: "Beim Teutates, die spinnen die Mausbeeren-Eltern!", der findet ganz unten eine kurze Erklärung zum seltsamen Titel.

So, nachdem der erste Button kürzlich kaputt gegangen ist und ausgetauscht werden musste, haben wir nun ein "Anschauungsobjekt", an dem wir den treuen Beeren-Fans den Aufbau mal etwas besser erklären können. Hier zur Erinnerung erst noch einmal der Button am Beeren-Bäuchlein verbaut.

Der neue Button.
Und nun ein Foto des Teils in voller Schönheit:
Der Button in voller Schönheit mit Schemazeichnung.
Der obere Teil mit dem Deckel und dem "Einfüllstutzen" für den Ballon (das weiße Teil links) ist ja das, was vom Button oberhalb der Bauchdecke zu sehen ist. Der Schlauch, der davon nach unten führt, geht dann durch das Stoma im Beeren-Bäuchlein direkt in den Magen. Am unteren Ende dieses Schlauches befindet sich dann der Ballon, der mit Wasser gefüllt wird, um den Button innerhalb des Magens zu fixieren. Dieser ist bei unserem Anschauungsstück leider kaputt gegangen ist (was ja gerade der Grund für den Wechsel war) und somit nicht mehr gefüllt werden kann. Für eine bessere Vorstellung, wie der intakte Ballon aussieht, habe ich den Button zusammen mit der Schemazeichnung fotografiert, die auf der Verpackung abgedruckt ist.
Die Buttons gibt es übrigens in unterschiedlichen Längen (in der Schemazeichnung als Pfeil angedeudet), da die Bauchdecke ja nicht bei allen "Buttonträgern" gleich dick ist. Bei etwas mehr Bauchspeck ist halt eine etwas längere Variante nötig.

Zu diesem Thema muss ich noch zwei kleine Anektdoten aus Köln nachreichen. Wir haben ja bereits berichtet, dass die supernetten Ärzte, die dort die Tracheoskopie und den Button-Wechsel durchgeführt hatten, sehr gut mit dem Cornelia de Lange-Syndrom vertraut waren. Das fanden wir natürlich absolut positiv, allerdings hatte das auch zur Folge, dass unsere arme Mausbeere mal wieder ein paar Kommentare zu ihrer Figur abbekommen hat. Treue Beeren-Fans wissen ja, dass sich einige Doktoren schon in der Vergangenheit auf das dünne Eis begeben haben, den Ernährungszustand der jungen Dame mehr oder weniger charmant zu beschreiben (siehe zum Beispiel "ICH BIN NICHT DICK!!!" oder "Aufwärtstrend").
Bereits beim Narkosevorgespräch bemerkte der Anästhesist mit Blick auf das zufrieden in ihrem Ferrari sitzende Beerchen, dass sie für ein CdLS-Kind doch recht stämmig wäre. Die Kinder, die er bislang erlebt hätte, wären ja alle recht klein und zierlich. Außerdem fiel ihm auf, dass unser Fräulein Tochter verhältnismäßig ruhig ist - die anderen Kinder waren wohl fast hyperaktiv gewesen. Das fanden wir schon recht interessant, aber auch nicht ganz unerwartet, da ja auch ihre Therapeutinnen ihr schon des öfteren eine fast schon "buddhistische" Gelassenheit bescheinigt haben, was selbst im Vergleich mit Nicht-CdLS-Kindern eine Besonderheit ist.
Beim nächsten Kommentar zu ihrer "schlanken Linie" weilte das Beerchen sogar im Narkose-Schlummer (bei der Untersuchung durfte ich ja glücklicherweise dabei sein) und es ging nun darum, einen Button in der richtigen Länge auszuwählen. Dazu wurde die Dicke der Bauchdecke bestimmt und aus den vorsorglich bereitgelegten unterschiedlichen Button-Varianten zu wählen. Nachdem das passende Exemplar am Kind verbaut war, hat mir der Arzt nochmal kurz die Funktionsweise erklärt. Dazu teilte er mir dann mit, dass sie für die Beere den längsten Button genommen hatten, den sie gerade vorrätig hatten, könnte aber sein, dass sie noch eine Nummer größer bräuchte, das sollten wir mal ausprobieren (braucht sie aber nicht, das Teil passt super), denn sie wäre ja doch etwas... - es folgte wortloses Zeigen auf den Oberkörper der friedlich dösenden Mausbeere... sehr charmant ;-)
Am Ende möchte ich nur nochmal erwähnen, dass die Mausbeere kein drastisches Übergewicht hat. Es ist alles noch im Rahmen des Vertretbaren und wir sind einfach froh und glücklich, dass sie so gut gedeiht, da dies beim Cornelia de Lange-Syndrom keine Selbstverständlichkeit ist.


Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf den Bericht "Commentarii de Bello Gallico" bzw. kurz "De Bello Gallico" von Gaius Iulius Caesar, in dem dieser "über den gallischen Krieg" berichtet, und mit dem heutzutage jeder Lateinschüler gepeinigt wird. Der Beitrag hätte also auch "(Kommentare) über der Button der Beere" heißen können, die Übersetzung ist hier augenzwinkernd und im Sinne des Effekts sehr, sehr frei vorgenommen worden, zumal auch kein Mausbeerenelternteil länger als ein Halbjahr Latein gelernt hatte.
Der Titel ist auch eine Anspielung auf den gerade erschienenen neuen 36. Asterix-Band "Der Papyrus des Cäsar", in dem ebenfalls der zentrale Handlungsstrang eine einzige Anspielung auf den real existierenden Bericht Cäsars ist.

Mittwoch, 30. September 2015

14kg-Marke geknackt!

Vorneweg möchte ich erstmal noch einen Nachtrag zum Beitrag vom Papa über unsere Wochenend-Rundreisen liefern. Nach der Schilderung der unfreiwilligen Nahrungsrückgabe unserer Mausbeere erreichten uns nämlich Nachfragen von besorgten Beeren-Fans, ob sich die Dame eventuelle einen Magen-Darm-Virus eingefangen hätte. Da können wir beruhigen, dem Beerchen geht es absolut hervorragend!
Das gelegentliche Spucken gehört eigentlich zu unserem ganz normalen Alltagswahnsinn und hat verschiedene Gründe, die da zusammenkommen. Meistens passiert es, wenn die Mausbeere direkt nach einer Mahlzeit mit gut gefülltem Bäuchlein husten muss, aufgrund ihrer Gaumenspalte mal wieder zu viel Luft geschluckt hat oder sich etwas den Weg in die Windel bahnt. Dann läuft der Magen einfach manchmal über, was zum anderen auch ein generelles Problem bei sondenernährten Menschen darstellt, die sich nicht äußern können, wann sie denn eigentlich satt sind. Mit der Zeit haben wir zwar ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt, wie viel Nahrung wir über welchen Zeitraum sondieren können, aber manchmal ist es wohl doch zuviel des Guten - auch normal essende Menschen haben ja nicht jeden Tag gleich viel Appetit. Auf den bei CdLS-Kindern sehr häufig vorkommenden Reflux führen wir die gelegentlichen Kötzerchen allerdings nicht zurück, da die Mausbeere dafür ansonsten glücklicherweise keinerlei klinische Anzeichen zeigt. Dies wurde uns gerade wieder bei unserem letzten SPZ-Besuch bestätigt und auch die Magenspiegelung, die im Rahmen der Button-Anlage durchgeführt wurde, zeigte keinerlei Auffälligkeiten.

Aber das heutige Thema passt eigentlich recht gut zu der obigen Erklärung, denn die Mausbeere hat - trotz drastischer Verringerung der zugeführten Kalorien seit Anfang August auf Anraten ihrer Ernährungsberaterin - heute die 14kg-Marke geknackt! Zugegeben, zu Beginn der verordneten Diät stand sie schon kurz vor der nächsten "Schallgrenze" und sie hätte sie bei Weiterführung der Kalorienzufuhr schon ein paar Wochen eher erreicht. Tja, obwohl wir das Gewicht von unserem Specki in den letzten Wochen eigentlich recht konstant halten konnten, haben sich doch noch ein paar zusätzliche Gramm auf die Hüften gemogelt, so dass nun heute Morgen das obligatorische Beweisfoto gemacht werden konnte:
Doch schneller als gedacht.
Außerdem konnte sich die Mausbeere mal wieder über eine Knabberpostkarte von Oma Rita freuen, die zur Zeit in Cuxhaven weilt. Auf den ersten Blick kam uns die niedliche Delfinpostkarte sehr bekannt vor, da die junge Dame vor einigen Wochen schon ein derartig geformtes Exemplar bekommen hatte. Bei genauerem Betrachten unterscheidet sich allerdings das Motiv - wirklich interessant in welchem Variantenreichtum Knabberpostkarten in der freien Wildbahn vorkommen!
Schmeckt bekannt und doch neu...

Mittwoch, 5. August 2015

Hexenküche light

Weil wir so lange nicht in der niedersächsichen Landeshauptstadt waren (geschlagene drei Tage sind ja auch eindeutig zu viel), sind wir gestern mal wieder in Richtung Hannover aufgebrochen, wo die Mausbeere einen Termin im KfH-Nierenzentrum hatte. Bei der obligatorischen Blutentnahme musste das Beerchen diesmal richtig viel ihrer wertvollen Körperflüssigkeit hergeben, da besonders viele Werte untersucht werden sollten und zudem noch ein zusätzliches Portiönchen für eine Studie über genetische Veränderungen bei Kindern mit angeborenen Nierenerkrankungen benötigt wurde. Dies war natürlich freiwillig, aber da wir die Forschung dort gerne unterstützen, haben wir natürlich eingewilligt. Das hatte zur Folge, dass auch die Mama angepiekst wurde und etwas Blut zur Verfügung gestellt hat. Ein so cooles Pflaster wie die Mausbeere gab es für die Frau Mutter allerdings nicht, aber vermutlich war da Beeren-Kind bei der Prozedur auch einfach tapferer.
So ein tolles Pflaster bekommt nicht jeder...
...das muss man sich VERDIENEN!
Ansonsten war man mit der Entwicklung und der körperlichen Untersuchung sehr zufrieden, ebenso wie mit der Blutgasanalyse, bei der ja immer Werte wie Kalium, CO2 etc. bestimmt werden, die bei der Mausbeere in der Vergangenheit ja manchmal nicht ganz in Ordnung waren. Die restlichen Blutwerte werden ja dann erst in den nächsten Tagen im Labor bestimmt und konnten somit auch noch nicht sofort beurteilt werden.
In der Hexenküche wird es demnächst nicht mehr ganz so schwere Kost geben, denn auf Anraten der royalen Ernährungsberaterin, soll die Mausbeerenkönigin mal wieder etwas weniger Kalorien zu sich nehmen. Als die junge Dame zum ersten Mal auf Diät gesetzt wurde, war ja noch synthetische Sondennahrung Schuld an der schnellen Gewichtszunahme. Nun hat es die Mama in ihrer Hexenküche wohl etwas zu gut mit Sahne und Öl gemeint, so dass das Beerchen vom Gewicht her sehr gut zugelegt hat - dumm nur, dass sie mit dem Längenwachstum nicht ganz so gut hinterhergekommen ist, so dass ihr Body-Mass-Index (hier geht es zum Wikipedia-Artikel) sich an der oberen Grenze rangiert.
Nach dem Gespräch mit der Ernährungsexpertin wären wir eigentlich fertig gewesen, allerdings fehlte noch eine Kleinigkeit, die die Ärzte noch gerne von der Mausbeere gehabt hätten und die sie mal wieder Partout nicht herausrücken wollte, nämlich ein Beutelchen voll Urin, was wir ja leider nicht zum ersten Mal erlebt haben. Nachdem wir nach den Untersuchungen immer noch verzweifelt vor dem Wickeltisch mit dem Beutelchen-versehenen Beeren-Kind gestanden haben, hat uns die Ärztin dann unverrichteter Dinge nach Hause geschickt, da eine Urin-Probe auch beim nächsten Mal ausreicht.

Freitag, 10. April 2015

13kg-Marke geknackt!

Bei unserem Doktorenbesuch der etwas anderen Art hat die Mausbeere zwar den leckeren Vanillepudding verschmäht, aber auch das hat der schlanken Linie nichts genützt. Folglich hat sie jetzt offiziell die 13kg-Marke geknackt, was wir natürlich in einem obligatorischen Beweisfoto der Waage festgehalten haben:
Der Foto-Beweis!
Ich warte ja eigentlich nur auf den Tag, an dem unser Beerchen sich mal für diese Foto-Dokumentation ihres Gewichtes rächen wird - verdenken kann ich ihr das jedenfalls nicht...
Aber jetzt wenden wir uns lieber einem etwas unverfänglicheren Thema zu, denn wir haben das schöne Wetter gestern mal wieder zu einem Spaziergang durch unser schönes Bad Salzuflen gemacht. Dabei sind wir seit langem mal wieder durch ein Gässchen gekommen, das die Mausbeere selbst (zumindest soweit ich mich erinnere) noch gar nicht zu Gesicht bekommen hatte. Während dem kleinen Powerknubbel vermutlich das Kopfsteinpflaster am besten gefallen hat, war ich eher von diesem malerischen Anblick angetan:
Mausbeere am Katzenturm
Am Abend fing das Beerchen dann leider mal wieder an zu husten und hat uns eine recht unruhige Nacht mit viel Schleim Abaugen aus der Trachealkanüle beschert. Vielleicht war sie bei den eigentlich recht warmen Temperaturen doch etwas zu leicht bekleidet unterwegs. Blöd ist es auf jeden Fall doppelt, wenn sie sich jetzt eine Erkältung eingefangen hat, da wir am Montag eigentlich in der MHH anreisen sollten, damit am Dienstag unter Narkose die Nasenröhrchen getauscht werden könnten. Sollte sich der Infekt über das Wochenende nicht wieder in Luft auflösen, werden wir diesen Termin wohl verschieben müssen.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Gute Führung

Heute stand für uns der erste MHH-Besuch in Hannover in diesem Jahr auf dem Programm. Wir hatten einen Termin im Kinder-Nieren-Zentrum, wo die Mausbeere ja regelmäßig vermessen und begutachtet wird. Diese Termine beginnen ja traditionell recht fies, da dem Beerchen immer erstmal Blut abgenommen wird, was ihr natürlich gar nicht gefällt. Aber dafür gab es wieder ein schönes Trostpflaster, mit dem sie am Nachmittag dann beim Papa angeben konnte:
So ein tolles Pflaster bekommt nur, wer sehr tapfer ist!
Natürlich werden die Blutproben erst in den nächsten Tagen ausgewertet, aber unter Berücksichtigung der bisherigen Daten und der körperlichen Untersuchung war man wirklich extremst zufrieden mit unserem Beeren-Kind! Über ihren allgemeinen Gesundheitszustand kann man ja nun auch wirklich nicht meckern und trotz immer noch vorhandenen Resten des Atemwegsinfekts war die Lunge komplett frei. Größenzuwachs und Gewichtszunahme sind auch perfekt so, wie sie sein sollen und so konnte auch die Ernährungsberaterin zufriedener nicht sein! Mit dieser hatte ich übrigens noch einige Feinheiten für die Hexenküche besprochen, bei denen ich mir etwas unsicher war, aber da das Beerchen ja so super gedeiht und es ihr spitzenmäßig geht, mache ich wohl alles richtig (also alles vom Profi abgenickt). Da gute Führung ja bekanntlich belohnt wird, wurde das Intervall bis zur nächsten Untersuchung im Nieren-Zentrum verlängert und so müssen wir anstatt in drei erst in sechs Monaten wieder dorthin kommen - bei besonderen Vorkommnissen natürlich auch jederzeit früher.
Anschließend sind wir noch zum Mittagessen in die Mensa gepilgert, wo sich das Beerchen erstmal gemütlich in ihrer Karre herumgeflezt und ganz undamenhaft die Füße auf den Tisch gelegt hat.
Puh, jetzt ist erstmal Entspannung angesagt...
...das ist ja sooooo lustig!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

12kg-Marke geknackt!

Seit der letzten Schallgrenze - also dem erfolgreichen Überschreiten der 11kg-Marke - ist nun fast ein Jahr ins Land gegangen, aber gestern hat die Mausbeere zum ersten Mal über 12kg auf die heimische Babywaage gebracht!!!
Der Foto-Beweis!
In irgendeiner Arztpraxis oder in der Klinik (so genau weiß ich das schon gar nicht mehr), leuchtete auch schonmal kurz eine 12 auf der Waage auf, aber echte Aussagekraft haben Messungen ja bekanntlich nur auf einem vertrauenswürdigen Mess-Instrument. Mit diesem Gewicht ist sie für ein CdLS-Kind jedenfalls gigantisch (das CdLS-Durchschnittsgewicht in diesem Alter beträgt laut offiziellen Gewichtskurven ca. 8kg!!!) und auch im Vergleich zu Kindern mit "Normalsyndrom" liegt sie im absoluten Norm-Bereich.
Dass die Zunahme des zwölften Kilogramms so lange gedauert hat, lag ja daran, dass unser Specki von der Ernährungsberaterin im KfH-Nierenzentrum auf Diät gesetzt wurde, nachdem sie innerhalb von zwei Monaten quasi im Schweinsgalopp zwei Kilo mehr auf die Waage gebracht hatte. Irgendwann im Sommer wurde dann eine mäßige Gewichtszunahme erlaubt und so sind neigt sich die Gewichtskurve langsam wieder nach oben.
Glücklicherweise kann man das Gewicht von unserem Knubbelspeck noch gut auf der guten, alten Babywaage bestimmen, auch wenn man gut aufpassen muss, das die clevere, junge Dame nicht mal just ein weit über den Waagenrand ragendes Füßchen auf den Boden stellt. In den ersten Monaten konnte das Beerchen (damals hatte das "chen" noch eine wesentlich größere Daseinsberechtigung als heute) sich noch bequem auf der Waagschale ausstrecken, wie das folgende Foto vom erfolgreichen Überschreiten der 5kg-Marke vor gut zwei Jahren zeigt. Man beachte besonders, wo sich mittlerweile Glücksflosse und Hüfte im Vergleich zur Anzeige befinden!
Ein federleichtes Miniatur-Mausbeerchen
Ob sich die Dame später einmal darüber freuen wird, dass die Mama sich so detailliert über jedes Gramm an Körpergewicht auslässt, sei mal dahingestellt.
Eine Überraschung, die wesentlich mehr nach ihrem Geschmack gewesen sein dürfte, befand sich dann aber gestern im Briefkasten, in Form einer weihnachtlichen Knabberpostkarte aus der Lüneburger Heide. Wohl bekomm's!
Erstmal genau lesen, von wem die ist...
...ah ja, vertrauenswürdiger Absender, kann man bedenkenlos verzehren!

Freitag, 29. August 2014

Klebetierchen

Der Tag gestern war im Prinzip eine Wiederholung des 23. Mai diesen Jahres. Zuerst hatten wir einen Termin im KfH-Nierenzentrum in der MHH und danach ging es in die Stadt zur Hörgeräteakustikerin.
Die obligatorische Blutentnahme im Nierenzentrum war mal wieder höchst schrecklich und die Mausbeere musste sich ordentlich aufregen! Nach überstandener Qual gab es aber ein niedliches Bärchen-Pflaster auf die geschundene Beerechen-Hand, so dass wenige Minuten später schon wieder das erste versöhnliche Grinsen zu sehen war.
So ein Pflaster lässt einen echt tapfer wirken!
Bei der üblichen Vermessung hatte die Dame auch in allen Belangen ordentlich zugelegt - mit 11,4 kg Gewicht, 84 cm Körperlänge und 46 cm Kopfumfang kann man sich ja auch wirklich sehen lassen! Da einige Blutwerte, wie z.B. das altbekannte Kalium immer sofort verfügbar sind, konnten diese auch sofort besprochen werden und diesmal eine kleine Überraschung! Normalerweise war der Kalium-Wert bei der Beere ja immer eher zu hoch oder im oberen Normbereich, weswegen ich in der Hexenküche ja hauptsächlich kaliumarme Nahrungsmittel verwenden sollte. Da es nebenbei ja noch die extrem kaliumarme Sondennahrung gab, durfte es aber auch mal was mit mehr Kalium sein. Trotzdem hat das Einsparen von Kalium ausgereicht um den Blutwert gestern an die untere Grenze zu bringen (der Kalium-Spiegel darf weder zu hoch noch zu niedrig sein)! Dadurch ergeben sich für die Hexenküche natürlich ganz neue Aspekte - es darf also demnächst auch mal ein "Kalium-Bömbchen" wie z.B. leckere Banane geben!
Danach ging es bei traumhaftem Wetter, das wir uns letzte Woche in den Herrenhäuser Gärten gewünscht hätten, in die Innenstadt. Aber auch so ein Stadtbummel macht ja bei Sonnenschein viel mehr Spaß und so haben wir es uns unter Anderem bei einem schönen Mittagessen im Freien gut gehen lassen. Bei der Hörgeräteräteakustikerin mussten wir erst eine kurze Zeit warten, die die Mausbeere und Oma Anne (die musste zwangsweise mitmachen) für das neueste Lieblingsspiel der kleinen Diva genutzt haben - man kann das Spiel aber auch als exzessives Fitness-Training für die Arme bezeichnen. Hat man die Beere zur Zeit auf dem Schoß, schätzt es die eigenwillige kleine Person nicht, wenn man die Hand auf ihren Bauch legt. Die Hand muss unbedingt und SOFORT über Augenhöhe vor das Beeren-Gesichtchen gehalten werden, wofür sie mit unermüdlicher Geduld und verschmitztem Grinsen immer wieder sorgt. Das ist für den Betrachter ungemein drollig, für denjenigen, der die Dame aber gerade auf dem Schoß hat aber auf Dauer auch recht anstrengend - aber egal, die Mausi hat jedenfalls ihren Spaß!
Oma, Deine Hand soll...
...NACH OBEN!
Die Hörgeräte wurden dann einmal generalüberholt und mit neuen Aufklebern versehen. Anstatt der bisherigen weißen Blümchen haben wir uns diesmal - angeregt durch den Besuch im Sea Life letzte Woche - für niedliche Seepferdchen-Sticker entschieden.
Högeräte in maritimem Look.
Nach so einem anstrengenden Tag geht es heute zum Glück wieder ruhiger zu und die Beere konnte sich bei der Lektüre einer frisch eingetroffenen Knabber-Postkarte entspannen.
Wohl bekomms!

Donnerstag, 21. August 2014

Absolute Zufriedenheit allerseits

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach unserem letzten Besuch waren wir heute wieder im SPZ in Bielefeld zur allgemeinen Entwicklungskontrolle. Der vorige Besuch war ja knapp vor den dramatischen Ereignissen um die versuchte Gaumen-Spalt-OP im letzten Jahr und so gab es doch einige "Neuigkeiten" an der Beere zu besprechen. Da wir unseren betreuenden Arzt aber immer schon im Vorfeld mit den aktuellen Arzt-Berichten versorgen, war dieser aber schon im Bilde. Das Gespräch heute war wieder sehr angenehm und der Arzt absolut positiv überrascht von der Entwicklung unserer Dame! Einige Dinge hätte er ihr anscheinend noch gar nicht wirklich zugetraut, wie zum Beispiel das Drehen, das gezielte Fixieren und Greifen oder auch das Essen. Das alles wäre wohl so schon überraschend gewesen, bekommt aber nach den oben erwähnten (zum Glück größtenteils gut überstandenen) gesundheitlichen Problemen noch einmal eine ganz andere Qualität - unsere kleine Kampfziege ist halt zäh :-) Auch die Entwicklung von Größe, Gewicht und Kopfumfang sind weiterhin super, ebenso wie die aktuell laufenden und für die nahe Zukunft geplanten Förder-Maßnahmen (z.B. der Stehständer in Kombination mit den Orthesen) - so kann es also gerne weitergehen!
Begleitet wurden wir diesmal übrigens von unserer Therapeutin für Sehfrühförderung und so ging es im Anschluss an den SPZ-Besuch gleich weiter in den Low-Vision-Raum der Opticus-Schule zur ersten Frühförderstunde nach den großen Ferien. Hier lief es diesmal etwas anders ab als sonst, denn die Therapeutin hat uns angeboten, die Mausbeere alleine zu "bespaßen", damit Mama und Papa mal ein Stündchen für sich alleine haben. Da wir die Mausi in guten Händen wussten, sind wir also eine Kleinigkeit essen gegangen und haben eine Stunde später eine zufriedene Beere und eine absolut begeisterte Therapeutin vorgefunden! Unser Töchterchen muss über die sechswöchigen Sommerferien wieder enorme Fortschritte in punkto Aufmerksamkteit, aber auch Motorik gemacht haben (wenn man das Energiebündel täglich sieht, bekommt man das ja gar nicht so mit). Sie hat wieder genüsslich und mit unglaublicher Hingabe mit allem, was ihr so angeboten wurde, gespielt, es beobachtet - und natürlich auch beknabbert. Außerdem legt die Beere auch bei etwas unbequemeren Übungen eine außergewöhnliche Beharrlichkeit an den Tag, ohne in irgendeiner Form quengelig zu werden. Das alles geht natürlich runter wie Öl - über die schon vom normalen Alltag und dem vorangegangenen Gespräch stolz geschwellte Eltern-Brust :-)
Freundlicherweise hat die Therapeutin auch einige Fotos aus der heutigen Stunde gemacht - erstmal für uns, aber natürlich auch für alle interessierten Beeren-Fans:
Eine schöne bunte Hängematte...
...jetzt bitte ordentlich schaukeln!
Ich gehe mit...
...MEINER Laterne!
Oh, meine Knie leuchten!
Mal gucken, wie Licht schmeckt...
All time best: Spiegel...
...und Hänge-Karusselli!

Freitag, 23. Mai 2014

Alles wächst, blüht und gedeiht

Gestern hatten wir, wie das ja immer in schöner Regelmäßigkeit der Fall ist, einen kleinen Untersuchungs-Marathon in Hannover zu bewältigen. Die Hitze in Kombination mit der Erkältung haben der armen Mausbeere ganz schön zu schaffen gemacht - jeder, der schonmal im Sommer fett erkältet war, kann bestimmt nachfühlen, dass das noch unangenehmer ist als im Winter. Da einer der Termine in der Hannoveraner Innenstadt zu absolvieren war, gab es aber auch Zeit und Muße um sich an einem schattigen Plätzchen etwas Abkühlung zu verschaffen:
Puh, jetzt erstmal einen schönen, kühlen Eisbären schlecken!
Als erstes stand mal wieder eine Routine-Kontrolle im Kinder-Nierenzentrum in der MHH an, wo neben Blutwerten und Nieren ja auch immer der komplette Gesundheitszustand der Mausbeere mit begutachtet wird. Die durch die Erkältung ziemlich verschleimte Mausbeeren-Lunge wurde abgehorcht und ist tatsächlich "nur" verschleimt - keine Hinweise auf Bronchitis oder gar Lungenentzündung - und auch der CO2-Wert konnten sich für diese Verhältnisse echt sehen lassen (vor einigen Monaten hätten wir im infektfreien Zustand von einem solchen Wert nicht zu träumen gewagt). Auch der leidige Kalium-Wert liegt absolut perfekt im mittleren Normbereich und auch mit Größe, Gewicht und Blutdruck ist alles in bester Ordnung. Die Dame darf nach monatelangen zwangsverordneten Haltens des Gewichts um die 11kg jetzt auch mal wieder etwas zulegen. Außerdem wurde ein Ultraschall der Nieren gemacht, wobei man jetzt sehen konnte, dass die funktionslose rechte Niere etwas kleiner geworden ist. Das ist tatsächlich nicht Ungewöhnliches und es kann sogar sein, dass ein solches funktionsloses Organ irgendwann komplett verschwindet. Die linke Beeren-Niere ist aber soweit prima in Ordnung und wächst entsprechend der Körpergröße mit.
Während der Untersuchung kam das Gespräch auch auf den blutigen Windelinhalt von vor ein paar Wochen und auch auf die Beobachtung, dass dieser erneut nach einem Nahrungsexperiment auftreten ist. Daraufhin wurde die Vermutung geäußert, dass das Problem auch mit einer Nahrungsmittel-Allerergie oder - Unverträglichkeit zu tun haben könnte. Man will sich jetzt mal in der allergologischen Abteilung erkundigen, ob dies der Fall sein könnte und ob eventuelle Untersuchungen weiterhelfen könnten. Außerdem wurde auch noch die Ernährungsberaterin dazugeholt um das weitere Vorgehen zu besprechen, insbesondere da die Mausbeere ja so viel Freude hat aus ihrer Löffelflasche zu schlabbern. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass die Hexenküche wieder ihre Pforten öffnet, mehr dazu in einem kommenden Beitrag (das würde jetzt hier den Rahmen sprengen).
Dann ging es in die Innenstadt zur Hörgeräteakustikerin, wo mal wieder neue Abdrücke der Beeren-Öhrchen gemacht wurden - es sind langsam wirklich mal wieder neue Otoplastiken (also Ohr-Passstücke) fällig. Die aktuellen sind doch jetzt schon fast ein dreiviertel Jahr in Gebrauch! Ansonsten wurden die Hörgeräte nur etwas generalüberholt, an den Einstellungen ist aber nichts geändert worden. Die Beere war mittlerweile sehr unleidlich wegen Wärme, früh aufstehen, Erkältung und ständig gepiesackt werden, so dass wir alle noch ein wenig Entspannung brauchten. Also noch kurz etwas durch die Stadt gebummelt, an einem schattigen Plätzchen etwas zu Mittag gegessen und dann haben wir wieder die Heimreise angetreten - puh, echt ein langer Tag!

Montag, 3. März 2014

Närrische Vermessung

Na, das ist doch wirklich perfektes Timing - einen Tag vor Annikas zweitem Geburtstag hatten wir heute einen Termin im Kinder-Nierenzentrum in Hannover. Das traf sich in sofern gut, als das die Beere dort immer komplett vermessen wird und wir so die exakten "Kenndaten" am zweiten Geburtstag bekommen haben. Und diese können sich wirklich sehen lassen, insbesondere auch im Vergleich zu "normal" entwickelten Kindern in diesem Alter (die Normwerte stammen aus den Wachstumskurven im gelben Untersuchungsheft):

Gewicht: 11,28kg (Normwerte: ca. 9,4 - 15,4kg)
Körperlänge: 80cm (Normwerte: ca. 80 - 91,4cm)
Kopfumfang: 45,4cm (Normwerte: ca. 45,6 - 50,4cm)

Damit entsprechen die Beeren-Ausmaße mit zwei Jahren fast schon der Norm!!! Wenn man bedenkt, als was für ein Winzling die Dame auf die Welt gekommen ist (zur Erinnerung: Gewicht: 1870g, Länge: 38cm, Kopfumfang: 30cm), finde ich das umso erstaunlicher, denn das bedeutet ja, das unsere kleine Kampfziege wesentlich mehr zugenommen hat und auch mehr gewachsen ist als ihre Altersgenossen und das trotz ihrer diversen Baustellen - das verdient höchsten Respekt!!!
Da ja heute Rosenmontag ist fand die Untersuchung übrigens in närrischem Ambiente statt, denn das Nierenzentrum war karnevalsmäßig geschmückt und auch einige Mitarbeiter hatten sich mit lustigen Accessoires ausgestattet.
Der Schein trügt...
...so lustig geht es hier nicht zu!!!
Allerdings fand die Mausbeere die Untersuchungen trotz lustiger Deko alles andere als komisch. Bei der obligatorischen Blutentnahme hat sich die Dame so sehr aufgeregt, dass sie von der netten Ärztin zum Trost einen kleinen Stoff-Eisbären geschenkt bekommen hat. Diesen konnte sie allerdings erst später würdigen, als die größte Aufregung vorbei war (die Ärztin hatte den Bären freundlicherweise an den Karren-Balli gebastelt). Dann war sie davon aber dermaßen begeistert, dass der arme Bärenkopf komplett nassgesabbert war und das Bärchen Gefahr läuft morgen eine fiese Ohrenentzündung zu bekommen.

Geschafft - man muss nur doll genug schreien, dann bekommt man eine Belohnung :-)
Gib Küsschen!
Mit Blutdruck und den schnell ermittelten Blutwerten wie Kalium und auch CO2 war man aber höchst zufrieden, ebenso wie mit den OP-Narben und dem Allgemeinzustand der Mausbeere. Dann können wir uns ja jetzt auf den Geburtstag freuen!

Sonntag, 2. Februar 2014

Pretty in Pink

Die Dame hat jetzt zumindest äußerlich wieder ihre alte Figur zurückerlangt (ein paar Gramm müssen aber schon noch runter) und wirkt im Vergleich zur letzten Woche richtig stromlinienförmig. Sie hat also schon jetzt die Bikinifigur für den Sommer zu bieten - da müssen andere Anfang Februar noch lange hungern! Die OP-Narben sehen mittlerweile auch schon richtig gut aus. Wobei "gut" in diesem Zusammenhang ja ein relativer Begriff ist. Würde sich die Mausbeere momentan im Bikini blicken lassen, würden die anderen Kinder im Plantschbecken beim Anblick des Beeren-Bäuchleins garantiert monatelang Albträume haben. Aber im Vergleich zu ein paar Tagen zuvor sieht man schon eine deutliche Verbesserung. Die Atmung ist im Prinzip noch genauso wie gestern und hat sich zumindest nicht (wie in den vorigen Tagen) weiter verschlechtert, was ja auch schonmal was ist.
Ich hatte es gestern gar nicht erwähnt, aber jetzt am Wochenende ist natürlich wieder der Papa zu seinen beiden Damen gekommen und hat uns mit seiner Anwesenheit, aber auch (die Mama) mit ein paar leckeren Mitbringseln und (die Beere) mit Kuscheleinheiten verwöhnt.

Nein Papa, Querstreifen machen nicht dick!
Außerdem hat die Beere heute seit über einer Woche mal wieder etwas "Vernünftiges" angezogen bekommen. Für eine einfachere Versorgung und auch der Bequemlichkeit halber hatte sie in den vergangenen Tagen immer Schlafanzüge getragen, die über die ganze Vorderseite zu knöpfen sind. Aber heute hatte ich die Nase voll davon und im schicken, von Oma mitgebrachten Outfit sieht die Dame auch gleich viel "gesünder" aus!

Samstag, 25. Januar 2014

Gronauscher Gesundheitsschlaf

Der Tag heute verlief eigentlich recht ereignislos - und das finden wir nach den aufregenden letzten Tagen absolut super. Die Beere hat gefühlte 99,9 % des Tages verpennt. Wir vermuten, dass es sich dabei um den Gronauschen Gesundheitsschlaf handelt, den auch der Papa alle paar Monate mal in Anspruch nimmt. Geht es ihm mal nicht gut, haut er sich für ein paar Stunden ins Bett und ist danach wieder fit. Der Körper der Mausbeere muss ja momentan einiges verarbeiten und da ist ein ausgiebiges Gesundschlafen das Beste was es gibt. Der Schlaf wird nur gelegentlich mal von einer kurzen Unmutsbekundung unterbrochen, die dann umgehend von einem lautstarken Getöse in der Windel begleitet wird. Anschließend gibt es dann in der ansonsten harmonischen Beziehung zwischen Mama und Papa einige Differenzen, wer denn die üblicherweise randvoll gefüllte Windel wechseln darf - äh - muss. Aber Spaß beiseite, wir sind wirklich super zufrieden wie gut der Darm der Mausi schon wieder seine Arbeit tut und beseitigen das Resultat dieser fleißigen Arbeit sehr gerne!
Ansonsten hat die Beere noch mit den üblichen Nachwirkungen einer solchen OP zu tun, so zum Beispiel auch Wassereinlagerungen. Heute brachte sie amtliche zwei Kilo mehr auf die Waage als sonst (genaue Zahlen verschweigen wir aus Rücksichtnahme auf das empfindliche Beeren-Gemüt) und ist auch richtig prall am ganzen Körper. Aber auch wenn uns das erstmal erschreckt hat, ist diese eingelagerte Menge an Flüssigkeit noch absolut im Rahmen und sollte sich in den nächsten Tagen von alleine wieder zurückbilden.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Klinik-Hopping

Mit unserem Töchterchen wird es bekanntlich ja nie langweilig, aber der heutige Tag war mal wieder ein ganz besonderes Highlight à la Mausbeere. Heute morgen hatten wir wieder einen routinemäßigen Untersuchungstermin im Kinder-Nierenzentrum in der MHH. Seit zwei Tagen ist die Dame schon wieder erkältet und hatte bereits mit der Atmung zu kämpfen, aber wir kannten das aus dem letzten Winter schon schlimmer und außerdem war sie bestens gelaunt und ansonsten fit, also haben wir uns nichts weiter dabei gedacht.
Mit Blutdruck und Kalium war die betreuende Ärztin recht zufrieden und zusammen mit der Ernährungsberaterin wurde unserem Specki nach erfolgreichem Knacken der 11kg-Marke die Nahrungsmenge noch weiter reduziert (sie soll ja nicht weiter in dem Tempo zunehmen). Außerdem ist sie wieder etwas gewachsen und nun stattliche 77cm lang!

Bei der zur Untersuchung gehörenden Blutgasanalyse fiel dann allerdings ein viel zu hoher CO2-Wert auf, was bei schweren Atemwegsinfekten vorkommen kann, wenn z.B. durch viel Schleim nicht genug Kohlendioxid abgeatmet wird. Es wurde noch eine zweite Blutprobe zur Kontrolle genommen und die Sauerstoffsättigung überprüft. Diese Nachmessung ist dann zwar etwas besser ausgefallen,war aber immer noch nicht berauschend, so dass man die Beere doch lieber zur weiteren Untersuchung in die Klinik überwiesen hat - glücklicherweise hat man uns nicht gleich in der MHH einbehalten (was wohl bei Bestätigung des ersten CO2-Wertes der Fall gewesen wäre). Aufgrund der etwas besseren Werte und der fröhlich vor sich hin grinsenden Mausbeere hat man uns auf direktem Wege in die heimische Kinderklinik Herford geschickt. Dort sollte das Kind noch einmal untersucht und über einen eventuellen stationären Aufenthalt entschieden werden.
Dort angekommen gab es dann den dritten Piekser für die arme Beere zwecks Blutentnahme und danach hat sie sich erstmal einen kleinen Fluchtschlaf gegönnt.


Dann sollte noch ein Röntgenbild der Lungen angefertigt werden. Im Wartebereich benahm sich die Mausi allerdings gar nicht wie ein Kind, dessen Blutwerte für so viel Trubel gesorgt haben. Ein Lachanfall jagte den nächsten und das Grinsen wurde breiter und breiter. Ist ja auch klar, so viele Kliniken hintereinander besucht man ja nicht alle Tage.


Glücklicherweise war dann das Röntgenbild der Lungen auch besser als erwartet und so hat man uns erstmal wieder - mit der Anweisung fleißig zu inhalieren und beim kleinsten Anzeichen der Verschlechterung wiederzukommen - nach Hause geschickt. Morgen sollen wir dann zur Blutkontrolle wiederkommen und es wird über das weitere Vorgehen entschieden.