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Sonntag, 17. April 2022

Frohe Ostern!

 

Frohe Ostern
Den supercoolen Beeren-Osterhasen hat die Mausbeere (mit miiiiinimaler Hilfe ihrer tollen Schulbegleiterin ;-) ) in der Schule gestaltet!

Samstag, 3. Juli 2021

Noch'ne Ehrenrunde

Ein wieder mal sehr ungewöhnliches Schuljahr ist gerade zu Ende gegangen und die Mausbeere genießt ihre wohl verdienten Sommerferien! 

Endlich Ferien, yeah!!!
Natürlich hat unser Schulbeerchen am letzten Tag auch ein Zeugnis mit nach Hause gebracht, das sehr ausführlich die einzelnen Lernbereiche beschreibt. Wir Eltern sind mit der Einschätzung unseres Beeren-Kindes seitens der Lehrkräfte sehr zufrieden und finden, dass sie ein sehr gutes Zeugnis bekommen hat, auch wenn darin erwähnt wird, dass die junge Dame gerne mal auf dem Po im Klassenraum herumrutscht und offene Regale ausräumt oder sich diebisch freut, wenn sie mal Blödsinn macht :-) Aber genau das sind ja die Dinge, auf die wir alle besonders Stolz sind!

Versetzt wurde die Mausbeere übrigens nicht - mittlerweile zum dritten Mal ;-) - was aber in diesem Fall auch etwas Positives ist. Normalerweise bleiben die Kinder an Annikas Schule immer so für zwei bis drei Jahre in der Vorstufe und werden dann in die Unterstufe versetzt. Im Laufe des Schuljahres hatte ich einer Lehrerin gegenüber mal erwähnt, dass es ja schade ist, wie wenig das Beerchen in den letzten beiden Jahren überhaupt von der schönen Vorstufe gehabt hat. Und plötzlich bekamen wir vor ein paar Wochen dann überraschend die Nachricht, dass sie ausnahmsweise noch ein Jährchen bleiben darf! Zum einen war diese Entscheidung seitens der Schule auch darin begründet, dass die Beere schon vor der Pandemie krankheitsbedingt oft gefehlt hatte und zum anderen ist es auch in pädagogischer Hinsicht gut und richtig, sie noch ein Jahr in der Vorstufe zu lassen, was uns natürlich sehr freut!

Neben diesen ganzen Neuigkeiten und dem schönen Zeugnis hat die Mausbeere übrigens noch etwas aus der Schule mitgebracht, um ihrer Familie den Start in die Sommerferien zu versüßen. In einem Unterrichtsprojekt in den letzten Schulwochen wurden ausführlich Erdbeeren behandelt und so bekamen wir eine echte Erdbeerpflanze, deren einzelnen Bestandteile mit den entsprechenden Symbolen kenntlich gemacht wurden. Und damit das Warten auf die ersten selbst geernteten Beerchen nicht so schwer fällt, gab es auch noch ein Glas superleckere Erdbeermarmelade!!! Die Kinder hatten die Erdbeeren dafür selbst gepflückt und dann die Marmelade anschließend in der Klasse zubereitet. 

So ein leckeres Frühstück ist doch mal ein beerenstarker Ferienstart!

Donnerstag, 25. Februar 2021

Frühlingserwachen

Endlich sind die Temperaturen wieder hinreichend Mausbeeren-tauglich, so dass sich auch unsere kleine Diva mal für einen schönen Spaziergang erwärmen kann! In den letzten paar Tagen hat sie definitiv mehr frische Luft getankt als in den vergangenen Monaten insgesamt...

Wer strahlt hier mehr? Die Sonne oder die Mausbeere?
Ansonsten drückt das Beeren-Kind diese Woche wieder die Schulbank, worüber wir eigentlich erstmal nicht wirklich begeistert waren. Wir hätten schon gerne die Wahl gehabt, ob wir sie zur Schule schicken möchten oder nicht.
Zur Zeit handelt es sich erstmal um Wechselunterricht, bei dem immer nur die Hälfte der Klasse für eine Woche unterrichtet wird. Wegen der geringen Schülerzahl musste auch der Taxitransport wieder neu organisiert werden und so gab es erstmal wieder ordentliches organisatorisches Kuddelmuddel, so dass wir uns ehrlich gefragt haben, ob sich der Aufwand für die eine Woche lohnt - wie es dann übernächste Woche weitergeht muss ja erst wieder neu entschieden werden...
Aber nach den ersten paar Schultagen muss ich doch ehrlich gestehen, dass es ihr die Schule wirklich mal wieder gut tut. Ihr vor Freude strahlendes Gesicht zu sehen, als sie nach Monaten zum ersten Mal seit Monaten wieder ihre geliebte Schulbegleiterin gesehen hat, rührte einem doch das Mutterherz. Und auch die Fotos, die ich im Verlauf des ersten Schultages (zwecks Beruhigung eben jenen Mutterherzens) bekommen hatte, zeigten doch, dass das Beeren-Kind einfach nur glücklich und zufrieden ist:
Ich fühle mich wohl!
Unsere Hoffnung, dass unserem kleinen Frechdachs in ihrer Bildungsstätte dann doch mal wieder etwas Zucht und Ordnung beigebracht werden würde, hatte sich dann aber leider nicht erfüllt. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, erstmal das Klassenzimmer nach ihren eigenen Vorstellungen umzudekorieren. Die Spielzeugkisten wurden in einer Geschwindigkeit ausgekippt, so dass die Großen mit dem Einräumen gar nicht hinterher kamen:
Mal schauen...
...SO gefällt mir die Kiste schon viel besser!
Jetzt am Ende der Woche macht sich die ungewohnte "Anstrengung" in Form von frühem Aufstehen und den vielen gar nicht mehr gekannten Reizen aber auch bemerkbar, dann unser Schulbeerchen ist abends für ihre Verhältnisse früh eingepennt wie ein Stein. Naja, nächste Woche ist erstmal wieder gemütliches Homeschooling angesagt und auch eine gewisse Party im kleinen Kreis ;-)

Montag, 15. Februar 2021

Beerenstarker Privat-Karneval

So, wie unsere beiden Beeren-Kinder auf dem folgenden Bild gucken, wird sich dieser Tage wohl so mancher Karnevals-Fanatiker fühlen:

Allerdings war bei unseren Damen der Grund für die miese Stimmung nicht der Ausfall größerer Karnevalsfeiern - das tangiert beide eher weniger - sondern der übliche Zickenkrieg zwischen Schwestern. Der Großen gefiel die Kopfbedeckung nicht und die Kleine hätte lieber das Outfit der Großen angezogen...
Nachdem der Streit beigelegt war, haben unsere Mädels sich aber wieder bestens verstanden und zusammen ihre eigene kleine Karnevalsparty gefeiert - was soll das schlechte Leben nützen, wenn man schon auf den Besuch von Kindergarten oder Schule verzichtet!
Komm Schwester, lass uns schunkeln!
Ohne den - eigentlich unglaublich entzückenden, wie ich finde - Erdbeerhut, stieg die Laune unserer Mausbeere dann auch sichtbar, so dass dann doch noch ein Foto mit Karnevalswürdiger Laune entstehen konnte:
Party, yeah!
Die gemütliche Zeit des  gemütlichen Homeschoolings scheint jetzt auch langsam zu Ende zu gehen, denn es wurde schon von der Schule mitgeteilt, dass in der kommenden Woche wieder in irgendeiner Form Präsenzunterricht starten wird. Wie das genau aussehen wird, werden wir im Laufe der Woche erfahren. Aber jetzt wird erstmal noch ein wenig gefeiert - yeah!


Montag, 8. Februar 2021

Eingeschneit

Wir haben mal wieder recht lange nichts von uns hören lassen, was wohl daran liegt, dass wir einfach faul sind wie die Waschbären ;-)

Naja, so wirklich viel unternehmen, was berichtenswert wäre, kann man ja nunmal zur Zeit auch nicht. Selbst für Spaziergänge war unsere Mausbeere in den letzten Wochen nicht wirklich zu begeistern - es war ihr schlichtweg zu kalt und nach zehn Minuten im Buggy wurde erstmal lauthals Beschwerde eingelegt. Also machen wir es uns größtenteils zu Hause gemütlich und die Mausbeere ist in unseren heiligen Hallen wirklich aktiv geworden und rutscht in einem ordentlichen Tempo auf dem Po durch die Gegend. Auch unser Lauftraining klappt immer besser und die Dame gewinnt im Stand immer mehr an Körperspannung, so dass wir es definitiv nicht für unmöglich halten, dass sie irgendwann mal auf den eigenen Füßchen die Welt unsicher macht :-)

Aber nach so langer Zeit zu Hause haben wir selbst bei unserer absolut genügsamen Mausbeere den Eindruck, dass sie sich ohne Schule und Therapien in gewisser Weise langweilt und freuen wir uns  über die gelegentlichen Videochats, die die Lehrerinnen für die Klasse anbieten:

Hallo Homies!
Aber ganz ehrlich sind wir beim aktuellen Schnee-Chaos auch froh, dass niemand den Weg zu Schule/Arbeit/Kindergarten auf sich nehmen muss und auch unser Beeren-Kind genießt die Aussicht auf die weiße Pracht gemütlich aus dem Küchenfenster:
Puh, bei dem Wetter lobe ich mir das Homeschooling!
Mal schauen, wie es in der kommenden Woche dann bezgüglich der Schule weitergeht, aber wir haben es nicht eilig und warten geduldig, denn wie schon die Mausbeere weiß:
Wer warten kann, der hat viel mehr Zeit! Anke Maggauer-Kirsche


Dienstag, 15. Dezember 2020

Back to Homeschooling

Tja, nun ging alles wieder mal schneller als gedacht mit den Weihnachtsferien - äh, korrigiere, der Aufhebung der Präsenzpflicht in der Schule. Da wir zum Glück keinen dringenden Betreuungsbedarf haben, weilen unsere beiden Mädels seit Beginn der Woche also zu Hause und besuchen nicht Schule bzw. Kindergarten. So erwartbar das jetzt letztendlich war, ist es für die Kinder schon schade, dass gerade die Adventszeit in ihren jeweiligen Einrichtungen so kurz ausgefallen ist.

Aber es hilft ja nichts, so machen wir es uns halt zu Hause gemütlich und für eine Weile sind die jungen Damen des Hauses ja auch in den Genuss der vorweihnachtlichen Aktivitäten wie z.B. dem Basteln gekommen. Eine Bastelarbeit, die in der Schule entstanden ist, möchte ich hier mal zeigen, da sie einen ganz Mausbeeren-eigenen Charme hat:

Cooles Rentier mit "Glückshörnchen"

Hier sind die einzelnen Bauteile besser zu sehen.
Obwohl - so unsere dringende Vermutung - die Mausbeerenkönigin im Prinzip ja nur die Umrisse ihrer Händchen und eines Füßchens zur Verfügung gestellt und die restliche Arbeit an ihr Personal delegiert hat, hat sie das Renter zu Hause stolz präsentiert ;-)
Hier habe ich besonders filigran gearbeitet ;-)

Und um dem geneigten Leser mal zu demonstrieren, wie winzig die Mausbeeren-Händchen und -Füßchen CdLS-bedingt sind (und vermutlich sind sie in dem Rahmen noch extrem klein...), habe ich zum Vergleich mal einen Referenz-Rentier aus den Hand- und Fußumrissen von Schwesterchen Bianca gemacht, die mit ihren drei Jahren ja fünfeinhalb Jahre jünger ist als das Beeren-Kind:

Welches Stinkfußrentier gehört wohl der großen und welcher der kleinen Schwester?
Die Rentiere von Beerchens Klassenkameraden waren dagegen noch um einiges monumentaler, wie uns versichert wurde :-)


Freitag, 30. Oktober 2020

Schneckchen

Die Klasse der Mausbeere hat seit Beginn des Schuljahres Verstärkung bekommen - fünf dicke Weinbergschnecken sind in ein gemütliches Terrarium auf dem Balkon eingezogen und bereichern den Unterricht auf vielfältige Weise. Gelegentlich dürfen die Kinder auch mal direkt auf Tuchfühlung mit den schleimigen Mitbewohnern gehen und auch dem Beeren-Kind wurde letztens mal wieder ein Exemplar für eine Fotosession auf die Hand gesetzt. Die Bilder wurden dann schön verziert und einlaminiert und wir Eltern haben uns riesig darüber gefreut:

Wer die Mausbeere schon länger kennt, weiß natürlich, dass eine Schnecke nur als absoluter Ekelkram allererster Güte eingestuft werden kann und so war schon ein kleiner Kraftakt nötig, die Beerenhand mit der Schnecke für das Foto ruhig zu halten.
Von daher waren wir im höchsten Maße über dieses höchst bezaubernde Foto erstaunt, das definitiv einen Ehrenplatz bei uns erhalten wird:
Einfach mal lächeln, dann isses vielleicht schneller vorbei...

Sonntag, 4. Oktober 2020

Auf'm Thron

Dieser Beitrag behandelt heute ein Thema, das zum letzten Beitrag nicht gegensätzlicher sein könnte ;-) Es geht nämlich diesmal nämlich nicht darum, was in die Mausbeere hineingeht, sondern um das, was hinten wieder rauskommt...
Die Mausbeere trägt ja seit jeher Windeln und wir haben immer gestaunt, wenn wir von anderen Kindern mit schwerer Mehrfachbehinderung gehört haben, die regelmäßig aufs Töpfchen gesetzt werden. Unser Beeren-Kind hat nie irgendwelche Anzeichen dafür gezeigt, wenn sie mal "muss" und außerdem hat sie durch ihre Darm-Vorgeschichte (sie hat ja seit dem Alter von anderthalb Jahren leider aufgrund einer Entzündung nur noch ca. ein Drittel ihres Dickdarms) oft sehr unregelmäßigen und oft auch weichen Stuhlgang, was sie selbst aber am allerwenigsten zu stören scheint... Und Erklärungen oder Argumenten ist unsere junge Dame ja auch generell nicht zugänglich ;-)
Von daher war es für uns auch irgendwie eine befremdliche Vorstellung, dass in der Schule irgendwie mit "Sauberkeitserziehung" begonnen werden sollte und es tat sich auch weiterhin lange Zeit nichts. Kurz vor der langen "Corona-Pause" hatte es dann aber irgendwann doch einen ersten Erfolg gegeben und die Mausbeere hatte tatsächlich zum ersten Mal bei einem der regelmäßigen Toilettengänge etwas "gemacht".
In den darauf folgenden Monaten zu Hause haben wir dann tatsächlich gewisse Regelmäßigkeiten entdecken können, was möglicherweise auch mit der größeren Geschwindigkeit beim Sondieren der Nahrung zusammenhängen könnte. Denn oft bemerken wir, dass die Mausbeere kurz nach einer flott sondierten Mahlzeit anfängt zu "drücken" und dann bleibt meist noch die Zeit, sie fix auf die Toilette mit passendem Kinderaufsatz (den wir eigentlich mal für die kleine Schwester angeschafft hatten...) zu setzen. 
 
Auch dieser Thron gehört jetzt zu meiner royalen Sammlung...
Guck-guck, hier bin ich!
Und so freuen wir uns, dass unser Beerenkind jetzt in schöner Regelmäßigkeit ein amtlich großes und danach oft noch ein kleines Geschäft auf dem Klo erledigt! Natürlich klappt das nicht immer und die Dame trägt nach wie vor durchgängig eine Windel, aber trotzdem ist das mal wieder ein vollkommen unerwarteter Fortschritt, der uns unglaublich stolz auf unsere Mausbeere macht!

Donnerstag, 27. August 2020

Mehr Wahnsinn als Alltag

Das uns auch die unangenehmen Seiten des neuen alten Alltagswahnsinnes so schnell erwischen würden, hatten wir dann nun doch nicht gedacht. Kaum hat unsere Jüngste ihre erste Kindergartenwoche erfolgreich hinter sich gebracht, schon fing am Freitagnachmittag ihre Nase an zu triefen - der erste Kindergarteninfekt hatte da ja nicht lange auf sich warten lassen... Und da die Mausbeere eine gute große Schwester ist, hat ihre Nase dann am Sonntag aus Solidarität angefangen, gleich mit zu triefen. Also hieß es am Montag dann leider für beide Mädels erstmal zu Hause zu bleiben. Während die Kleine den Rotz eigentlich recht schnell weggesteckt hatte, hat es unser Beeren-Kind leider doch etwas dicker erwischt und in der Nacht zum Dienstag war dann seit einer gefühlten Ewigkeit (ich glaube, zuletzt im Februar...) leider sogar mal wieder ein Spürchen Sauerstoff nötig. Durch viel inhalieren, hatten wir das zum Glück recht schnell wieder im Griff und die Beere zeigte am Morgen dann schon auch gleich wieder ein erstes freches Grinsen, aber so viel Rotz haben wir in den letzten sechs Monaten zusammen nicht gesehen...

Ja, zugegebenermaßen noch etwas verquollen, ABER ein Grinsen :-)
Zur Zeit ist man ja zudem allgemein - und aus gutem Grund - sehr vorsichtig, was Atemwegsinfekte angeht. So gibt es an der Schule der Mausbeere momentan die dringende Empfehlung, bei einem Infekt, der über Schnupfen hinausgeht, zur Vorsicht einen Arzt zu konsultieren. Normalerweise hätten wir das beim aktuellen Zustand der Mausbeere eigentlich gar nicht gemacht, da es sich um einen absolut Mausbeeren-typischen Erkältungsverlauf gehandelt hat, der immer etwas heftiger ist, als "normal". Außerdem vermeiden wir gerne Arztbesuche wo es geht, da man ja nie weiß, was sich dort wieder für Viren tummeln... Aber so haben wir trotzdem einen Termin beim Leibarzt der Mausbeerenkönigin vereinbart und sind dann am Mittwochmorgen mit einem folgendermaßen aufgelegten Kind dort erschienen:

Nicht gerade das Standardgesicht einer auf den Arzt wartenden Person...
Der Doktor hat die Dame dann abgehört und nach der Empfehlung, weiter viel zu inhalieren und die Dame noch für zwei Tage zu Hause zu behalten, war es das dann auch schon gewesen.
Hoffen wir mal, dass wir nächste Woche dann wieder zum normalen neuen alten Alltagswahnsinn zurückkehren können!

Donnerstag, 20. August 2020

Neuer alter Alltagswahnsinn

Auch die längsten (Corona-)Ferien gehen leider mal zu Ende und so hat letzten Mittwoch auch für die Mausbeere wieder die Schule begonnen. Ob und wie genau der Schulbetrieb starten würde, hatten wir dann erst eine Woche vor Ferienende erfahren und so hatten wir dem Ganzen schon mit gemischten Gefühlen entgegen geblickt. Zum einen ist ein gutes halbes Jahr zu Hause ja schon eine sehr lange (und definitiv nicht unangenehme) Zeit und man weiß ja auch nicht, wie sich die Infektionszahlen so entwickeln. Zum anderen es ist für das Beerenkind aber natürlich auch wichtig, mal wieder was anderes zu sehen und anders als zu Hause gefördert zu werden.

Der Schulbetrieb startete jetzt erstmal mit etwas verkürzter Stundenzahl und es wurden jede Menge Vorkehrungen, um den Ablauf so sicher wie möglich zu gestalten. Dazu muss man sagen, dass die Schule ja auch über den Luxus großzügiger Räumlichkeiten verfügt, so dass die eh schon kleinen Klassen nochmal gut aufgeteilt werden können. Außerdem gibt es gestaffelte Pausenzeiten, damit sich möglichst nur Kinder eines Jahrganges begegnen usw. Eigentlich herrscht auch eine allgemeine Mundschutzpflicht, aber das ist bei vielen Kindern mit Beeinträchtigungen ja nicht mach- bzw. vermittelbar.

Letzten Mittwoch ging es nun also los und wir haben schon versucht, die Mauseere zumindest für den Taxitransport (der dieses Jahr mal zu einer nicht ganz menschenrechtsverletzenden Uhrzeit bei uns aufschlägt) zum Tragen eines Mundschutzes zu überreden:

Ach Leute, das geht doch GAR NICHT!!!
Wir hatten zwar nicht wirklich erwartet, dass das klappen würde, aber dass unser Frechdachs sich in den paar Millisekunden, die der Papa brauchte, um sie vom Boden hochzuheben gleichzeitig Mundschutz UND linkem Hörgerät entledigt hat, fanden wir doch schon sportlich... und waren froh, dass sich an dem Tag doch mal andere mit den Frechdachsigkeiten herumschlagen mussten ;-)
Und Hörgeräte in Ohren werden auch chronsich überschätzt...
Endlich durfte die Dame dann im Schultaxi neben der treuen Seele von Team-David Platz nehmen, die auch schon regelrechte Mausbeeren-Entzugserscheinungen hatte (wie die Mama dann im Verlauf des Tages nach so langer intensiver Zeit zusammen). Und wir haben dann fix ein Attest vom Arzt besucht, die das Beeren-Kind von der Mundschutzpflicht im Taxi befreit:
Hey, lange nicht gesehen!

Nach gut einer Woche hat sich eigentlich alles ganz gut eingespielt. Allerdings merkt man dem Beeren-Kind den veränderten Alltag schon an. Sie schwankte in den letzten Tagen irgendwie zwischen Phasen extremst guter Laune und dann wieder vermehrter Anhänglichkeit (besonders Mama steht gerade hoch im Kurs). Aber so langsam pendelt sich auch das wieder auf ein normales Maß ein.

Und als wäre unser Alltag nicht schon genug neu sortiert worden, hat auch für die kleine Mausbeerenschwester diese Woche mit dem Start in die Kindergartenzeit ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Die Eingewöhnung verläuft - naturgemäß - ganz anders als als bei unserer Großen vor nun auch schon wieder vier Jahren und klappt bislang wirklich außerordentlich gut.

Die letzten zwei Wochen waren bei uns also alles andere als langweilig, aber ich hoffe mal, dass ich dann in der kommenden Zeit ein geregelter Rhythmus einstellen wird. Und wenn wir doch ein wenig den "Freiheiten" während der letzten Monate nachtrauern, weiß uns unser Schulbeerchen doch mit einer neuen Mausbeerenweisheit aufzumuntern:

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Pearl Sydenstricker Buck

Tja, und während für uns der Ernst des Lebens wieder begonnen hat, gönnen sich andere ein paar wohlverdiente Urlaubstage, wie z.B. Knabberpost-Chefin Monika. Aber mit einem schmackhaften Kärtchen von Föhr, lässt sie das Beerenkind dann doch etwas daran teilhaben:
Schmeckt nach Meer!
Und auch Oma Rita hat das Beerenkind mit einer Karte durchaus exotischer Geschmacksrichtung erfreut, auch wenn das gute Stück aus dem persönlichen Fundus und nicht von einer Reise kommt:
Mmmmh, der Geschmack von Afrika...

Freitag, 31. Juli 2020

Kurzes Update

Puh, die Mausbeeren-Familie befindet sich gerade in akutem und absolut positivem Ferienstress und eigentlich wollte ich schon längst wieder zum Bloggen gekommen sein. Insbesondere wollte ich eigentlich zeitnah über unser Ferien-Highlight, nämlich den Langeoog-Urlaub berichtet haben, der jetzt auch schon wieder drei Wochen zurückliegt. Da mir aber leider gerade irgendwie die nötige Zeit und Kreativität fehlt und ich den Juli nicht ohne jedweden Blogbeitrag verstreichen lassen möchte, kommen hier "nur" ein paar kurze Impressionen der bisherigen Sommerferien. Wir haben wirklich viel erlebt und ich hoffe, dass die treuen Beeren-Fans auch Spaß an den Bildern haben:

Als erstes würdigen wir natürlich trotzdem die schöne Insel Langeoog mit einem breiten Mausbeeren-Grinsen:
Und der Rest der Familie hatte auch viel Spaß, auch wenn das Wetter zumeist etwas zu Wünschen übrig ließ:

In der Woche drauf hatte der Papa Urlaub, was wir dann noch für einige schöne Tagesausflüge genutzt haben, es ging als nächstes in den schönen Vogelpark Heiligenkirchen, wo die Beere mit ihrer Schwester erstmal Storchenküken gespielt hat:
Und dann ins Freilichtmuseum in Detmold, wo die Mausbeere sich irgendwie für die Obsternte verantwortlich gefühlt hat:
Einen Besuch im Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn, wo es zur Zeit eine hochinteressante Sonderausstellung zum Thema Raumfahrt gibt, hatten wir schon seit über einem Jahr geplant und immer wieder verschoben. Aber jetzt haben wir es endlich geschafft. Die Beere hatte besonders viel Spaß im Mondauto und beim Beobachten eines Fegeroboters:
Dann gab es noch einen reinen Damen-Ausflug in den Maximilianpark in Hamm mit einer bestens aufgelegten Mausbeere:

Aber auch bei uns zu Hause ist es schön und so wurde die Mausbeere hier im Bad Salzufler Kurpark mal auf den Barfußpfad geschleppt. So ganz geheuer waren ihr die unterschiedlichen Materialien zwar nicht, aber wir freuen uns, dass sie immer mehr mit ihren Füßchen erkundet:
Also, langweilig war uns bestimmt nicht, zumal auch die Therapien der jungen Dame diese Woche wieder gestartet haben und auch so jede Woche irgendein Termin anliegt. So langsam kehrt also fast wieder der normale Alltagswahnsinn ein... Leider wissen wir bislang noch nicht, wie es denn nach den großen Ferien mit der Schule überhaupt weitergeht. Lassen wir uns überraschen...

Montag, 29. Juni 2020

Offizielle Sommerferien

Am Freitag ist ganz offiziell das zweite Schuljahr der Mausbeere zu Ende gegangen und da sie ja die letzten Monate nicht mehr am Unterricht teilgenommen hat, flatterte heute das Zeugnis per Post zu uns nach Hause:
Oh, der Jahresbericht über meine Schandtaten...
...wie witzig!
Dabei hat unser Schulbeerchen wirklich so gut lachen, wie auf den Fotos oben, denn das Zeugnis ist sehr positiv und beschreibt sehr ausführlich unser Mausbeere, wie sie leibt und lebt. Sie wird halt in allen Lernbereichen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einbezogen und liebt es, mitten im Trubel ihrer Klassenkameraden zu sein. Auch ihr heiß geliebtes Nudelsieb findet Erwähnung, woran man  mal wieder sieht, wie untrennbar Beerchen und Sieb miteinaner verbunden sind ;-)
Auch das nächste Schuljahr wird die Dame zum Glück noch weiter in der Vorstufe bleiben, wie auch immer es nach der Sommerpause weitergeht...
Endlich (schon?) wieder (oder auch immer noch...) Ferien, yeah!!!
Die kleine Schulbeere weilt nun aber erstmal in den mehr oder weniger wohl verdienten Sommerferien. Dabei war sie heute nochmal fleißig und hat sich aus der heutigen Ergotherapiestunde sogar "Hausaufgaben" mitgenommen. Das Beeren-Kind war dermaßen begeistert von einer Art Kugelrollbahn mit Kurbel, dass die Therapeutin (die ebenso wie die Mama höchst fasziniert von der Kurbeltechnik der jungen Dame war) uns angeboten hat, das Teil über die Ferien auszuleihen. Das haben wir natürlich gerne angenommen und so möchte ich den treuen Beeren-Fans das neueste Lieblingsspielzeug inklusiver bewegter Bilder nicht vorenthalten:

Donnerstag, 28. Mai 2020

Ferienmischmasch

Heute hat an der Schule unserer Mausbeere in sehr abgespeckter Form wieder so etwas wie regulärer Schulbetrieb begonnen. Letzte Woche wurden wir darüber informiert, dass alle Schüler bis zu den Sommerferien für maximal drei Tage - und an denen auch nur für vier Stunden - zum Unterricht kommen dürften. Darüber hinaus herrscht in den Schultaxen Mundschutzpflicht für die Schüler und falls das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, müsste man entweder eine andere Regelung finden oder die Kinder selbst zur Schule bringen. Außerdem wurden in der Schule alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen wie begrenzte Personenzahlen usw. getroffen, um die Schüler und Lehrer vor einer eventuellen Ansteckung zu schützen. Allerdings wurde es den Eltern freigestellt, ob die Kinder zur Schule kommen sollen oder man sie doch lieber bis zu den Ferien vom Unterricht abmelden möchte.
Auf der einen Seite finden wir es super, das die Schule allen Kindern diese Möglichkeit bietet (wir haben auch schon von Schulen gehört, wo nur die fitteren Kinder kommen dürfen und die mit Mehrfachbehinderung ein Unterrichtsverbot bekommen), aber auf der anderen Seite hat die Mausbeere ja schon ein erhöhtes Risiko, wenn sie sich einen Atemwegsinfekt einfängt (auch wenn das ja in letzter Zeit recht selten und wenn weniger schlimm ist - toi, toi, toi) und ehrlich gesagt finden wir den Aufwand für so wenige Schulstunden dann doch unverhältnismäßig hoch. Und so haben wir uns dazu entschlossen, unser Beeren-Kind weiter zu Hause zu behalten und sie befindet sich jetzt irgendwie in einem Zwischending aus den verlängerten Osterferien mit einem kurzen Pfingstferien-Intermezzo, das direkt in die vorgezogenen Sommerferien übergeht :-)
Tja, mal sehen, wann es denn mal wieder mit einem halbwegs normalen Schulbesuch weitergeht - aber die Mausbeere hat auch für diese Situation eine passende "Mausbeerenweisheit" parat:
Man muss die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen. Wilhelm von Humboldt
Wofür sich die Mausbeere wohl entscheiden mag?

Donnerstag, 23. April 2020

Homeschooling

Dieser Begriff ist ja zur Zeit in aller Munde, besonders bei Eltern von schulpflichtigen Kindern. Auch an der Schule der Mausbeere werden allerlei Angebote gemacht, mit deren Hilfe die Kinder den versäumten Lehrstoff zu Hause erarbeiten können oder die einfach nur Tipps zur Bekämpfung der Langeweile bieten. Nun ist unser Beerenkind dem klassischen Lehrstoff ja eher weniger zugetan und auch Bespaßungsmaßnahmen für andere Kinder sind für sie mehr oder weniger uninteressant. Das Besondere beim Schulbesuch ist unsere kleine Diva mehr der Kontakt zu den anderen Kindern oder halt die gezielte Beschäftigung mit ihr, auch im Rahmen der Therapien. Ansonsten beschäftigt sie sich - wie auch zu Hause oder sonstwo - lieber mit dem Nudelsieb, dem Beknabbern von allen möglichen und unmöglichen Gegenständen und gelegentlich mit dem Schikanieren von Leuten.
Neulich rief mich ja eine der Lehrerinnen an und wir haben zusammen überlegt, was man der Dame denn seitens der Schule Gutes tun könnte und was in der Tat ja gar nicht so leicht zu beantworten war. Nudelsiebe, Dinge zum Beknabbern und Leute zum Schikanieren sind auch bei uns zu Hause in ausreichendem Maße vorhanden und der Kontakt zu Mitschülern und Therapeuten ist ja zur Zeit tabu. Da fiel de Lehrerin dann aber doch noch etwas ein - vor einiger Zeit hatte man für die Mausbeere eine Material- oder auch Trockendusche gebastelt, die der absolute Hit ist. Dabei handelt es sich um ein simples Kuchengitter, an dem unterschiedliche Materialien zum Befummeln und Beknabbern befestigt sind. Das Ganze wird an der Decke aufgehängt und bietet eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit auf Augenhöhe, wenn die Beere auf dem Boden sitzt. Das folgende Video zeigt die Dame bei der "Arbeit", es ist noch in Schulzeiten entstanden und zwar just noch Fertigstellung des Mausbeeren-Lehrmaterials. Man beachte auch, wie sicher und geschickt sich die Mausbeere im Sitzen bewegt:

   

Da die Trockendusche recht sperrig und schlecht zu verschicken war, hatte die Lehrerin bei dem traumhaften Wetter eine Radtour zu uns unternommen und der Mausbeere ihre "Hausaufgaben" persönlich vorbeigebracht. Bei einem netten Gespräch an der Haustür in gebührendem Sicherheitsabstand wurden wir noch mit den neuesten Neuigkeiten aus der Schule und die Lehrerin mit einem Mausbeerenlachanfall versorgt.

Tja, nun ist für unsere Große also Schluss mit Faulenzen :-) Aber die "Arbeit" erledigt sich ja in entspanntem Rahmen sehr gut und so hat sich die Mausbeere am nächsten Morgen gleich im Schlafanzug ans Werk gemacht:

Hey, das kenne ich doch...
Hmmm, sieht nach Arbeit aus...
Na, das erledige ich doch mit der Glücksflosse ;-)

Sonntag, 19. April 2020

Osterferienverlängerung, yeah...

Naja, der Jubel über die auf unbestimmte Zeit verlängerten Ferien ist schon eher verhalten. Auf der einen Seite genießen wir natürlich die intensive Zeit zusammen zu Hause und gerade die Mama ist im Grunde ihres Herzens eigentlich nur tiefenentspannt, wenn alle - insbesondere das Beerenkind - in unmittelbarer Reichweite sind. Eine Glucke kann halt nicht aus ihrer Haut...
Trotzdem finde auch ich es für die Mausbeere unglaublich schade, dass sie auf unbestimmte Zeit nicht in ihre tolle Schule gehen kann. Es wird dort ja unglaublich viel für die Kinder gemacht und etwas Abwechslung tut auch einer in sich ruhenden Mausbeere gut. Folglich würde auch ich mich riesig freuen, wenn unsere Große mal wieder einer geregelten Tätigkeit nachgehen dürfte.
Für uns stellt sich die Frage, wann denn mal wieder an einen Schulbesuch zu denken ist, ja noch mal anders als für die Regelschüler. Die Förderschulen wurden in den derzeitigen Diskussionen zum Schulstart noch gar nicht speziell erwähnt. Gerade hier finden sich ja naturgemäß viele besonders schützenswerte Schülerinnen und Schüler mit chronischen Erkrankungen, denen man zudem ja oft nur schwer - wenn überhaupt - Abstandsregeln oder das notwendige Tragen eines Munschutzes vermitteln kann. Außerdem gehört die Mausbeere selbst ja vermutlich zum gefährdeteren Personenkreis und da muss man dann nochmal ganz anders schauen.
Letzte Woche hatten wir schon ein sehr nettes Telefonat mit einer von Beerchens Lehrerinnen und auch in der Schule herrscht noch große Ratlosigkeit, wie es denn weitergehen kann.

Aber nun wenden wir uns doch wieder den angenehmeren Dingen des Lebens zu und die Mausbeere möchte sich an dieser Stelle erstmal ganz herzlich für die lieben Ostergrüße bedanken, die sie und uns auf den unterschiedlichsten Wegen erreicht haben!
Wir hatten ein wunderschönes und entspanntes Osterfest - zuerstmal wurden unsere beiden Damen mit schicken, neuen Outfits, die sie von einer lieben Freundin zum Mausbeeren-Geburtstag bekommen hatten, osterfein aufgebrezelt:
Die entzückenden Oster-Mädels bereit zum Eier suchen!
Nach (und ja... auch schon etwas vor...) dem traditionellen und wie jedes Jahr superleckeren Osterfrühstück bei Oma Anne (dieses Jahr in intimer, nur aus den Hausbewohnern bestehenden Runde) ging unsere Jüngste dann hoch motiviert auf große Ostereiersuche. Bei dem traumhaften Wetter hatte der Osterhase einen Großteil der Leckereien sogar draußen verstecken können:
Na, wer hat sich denn hier versteckt?
Hier "Anna", für Dich habe ich auch was gefunden!
Boah, schöööne Schleife!
Das folgende Bild der Mausbeere sagt mehr als tausend Worte und vermittelt sehr schön das Gronausche Osterfazit:
Dieses Ostern war toll!