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Montag, 29. April 2019

Muss man schließlich mal gesehen haben...

Die Mausbeere hat es mal wieder geschafft, die letzten Tage ihrer eigentlich recht erholsamen Osterferien (vielen Dank übrigens für die tolle Osterpost allerseits!!!) unerwartet spannend zu gestalten. Am Mittwoch wurde ihr linkes Augenlid etwas dick, was sich am Donnerstag dann noch verschlimmert hatte.
Hey, der andere sah noch schlimmer aus ;-)
Zu stören schien es die junge Dame zwar nicht, aber wir sind trotzdem zur Vorsicht mal zum Kinderarzt gefahren. Dieser hat uns dann postwendend ins Krankenhaus weitergeschickt, da so eine Entzündung am Auge wohl recht schnell gefährlich werden könnte und man das lieber intravenös mit einem Antibiotikum behandeln sollte. Der Grund für die Schwellung war unserer Vermutung nach mal wieder ein fieser Insektenstich, für die unser süßes Beerenkind ja immer sehr anfällig ist.

Und so ist das Mausbeerchen nach über zweijähriger Abstinenz am Donnerstagnachmittag mal wieder in der Kinderklinik Herford eingecheckt. Das Legen des Venenzuganges ging dann auch - für Mausbeerenverhältnisse - recht problemlos und so konnte gut das Antibiotikum verabreicht werden. Am Samstagmorgen war der Venenzugang dann nicht mehr zu gebrauchen, aber da das Auge schon wesentlich besser aussah, wurde dann auf ein Antibiotikum als Saft umgestellt und somit gab es auch keinen großen Grund mehr, in der Klinik zu bleiben. So konnten wir nach fast genau 48 Stunden die heiligen Hallen schon wieder verlassen.
Residiert hat die Mausbeere diesmal übrigens nicht mehr auf der guten, alten Station K2A, denn da sie ja jetzt stolzes Schulkind ist, wurde sie standesgemäß auf der Schulkinderstation K2B untergebracht. Da sich die Stationen aber auf einem Flur befinden, kamen doch regelmäßig gute alte Bekannte vorbei, die sich riesig gefreut haben, die kleine, große frühere Stammpatientin mal wiederzusehen.

So, aber der wirkliche Grund für den Klinikaufenthalt war ja eigentlich gar nicht das dicke Auge und wir unterstellen unserem Fräulein Tochter mal wieder mal ganz andere Vorsätze. Da die Kinderklinik Herford eine ganz besondere Zusammenarbeit mit dem Herforder Tierpark eingegangen ist, gibt es seit Ende letzten Jahres für die kleinen Patienten zur schnelleren Genesung einen kleinen "Eddi" als Geschenk. Das Stoff-Edmännchen ist das neue Maskottchen der Kinderklinik und als ehemaliger Dauergast wollte die Mausbeere natürlich nicht darauf verzichten:
So, hab auch einen Eddi!
Für Dich kassiere ich sogar ein dickes Auge...
Außerdem gibt es rund um die Uhr eine Liveschaltung ins Erdmännchengehege des Tierparks, so dass man zur Zeit im Eingangs- und im Wartebereich die possierlichen Tierchen beobachten kann. Als ganz besodneren Clou gibt es auch noch an jedem Freitagmittag eine spezielle Erdmännchenfütterung, bei der der Tierparkchef per Telefon Fragen der kleinen Patienten rund um die Erdmännchen beantwortet (und wieder ein Indiz mehr für das präzise planende Vorgehen der Mausbeere, dass sie sich ausgerechnet an einem Donnerstagnachmittag in die Klinik hat einweisen lassen...)
Erdmännchen-TV mit live-Fütterung für kleine Patienten
Außerdem wurde seit unserem letzten Besuch auch der ganze Eingangsbereich der Kinderklinik neu gestaltet und so wollte sich die Mausbeere wohl schlicht einen Überblick über die ganzen Neuerungen verschaffen ;-)

Alles in allem, war dieser Abstecher in die Kinderklinik also zum Glück doch recht kurz und für unsere Verhältnisse unspektakulär. Wirklich darunter gelitten hat aber nicht die Mausbeere, um die es ja eigentlich ging, sondern die kleine Beerenschwester Bianca. Die ganzen Umstände und besonders die nächtliche Abwesenheit der Mama haben sie doch ziemlich durcheinander gebracht. Da schien sie es nur recht und billig zu finden, der Mausbeere den mühsam erkämpften Eddi gleich wieder abspenstig zu machen. Kurzerhand wurde das Erdmännchen im Spielzeugbuggy als "Fluchtfahrzeug" entführt ;-)
So Eddi, wir fahren jetzt spazieren!
Aber Vorsicht Bianca - Erdmännchenentführung wird hier zu Lande streng geahndet ;-)
Bilder, die Geschichten erzählen ;-)
Noch bevor der ganze Trubel losging, durfte sich die Mausbeere noch über schöne Knabberpost von Monika freuen, die die Ostertage in Lüneburg verbracht hat. Auch für Bianca kam einen höchst eigene Karte, die diese ganz stolz durch die Gegend getragen hat :-)
Postkarten knabbern ist auch ein kostbarer Moment!

Montag, 1. Mai 2017

Sehfrühförderung im Allwetterzoo

Nachdem wir vor wenigen Wochen schon die sehr spektakuläre Beleuchtungsaktion am Hermannsdenkmal mitgenommen hatten, sind wir nun wieder einmal in Sachen Selfmade-Sehfrühförderung unterwegs gewesen.

Auf einen kurzen Bildbericht in der örtlichen Tageszeitung hin, sind wir am Samstag vor einer Woche ziemlich kurzfristig Richtung Münster gefahren, wo im Münsteraner Allwetterzoo die Aktion "Chinesische Lichter" zu Gast war. Chinesische Lichtkünstler hatten dafür im gesamten Tierpark mit Stoff überzogene Metallskelette aufgestellt, die am Abend von innen beleuchtet wurden. Da die Aktion nur noch bis Ende April lief, mussten wir recht spontan über einen Besuch entscheiden.

Im Rahmenprogramm des Ausflugs ließ sich dann auch noch ein schon lange geplanter Besuch in einem ganz toll sortierten Brettspielladen, der Spielkultur Münster, unterbringen, natürlich nicht ohne ein paar Neuzugänge für die eigene Sammlung. Schade dass solche Läden fast nur in Städten mit entsprechendem Publikum (Studenten) existieren, aber vielleicht auch ganz gut für den eigenen Geldbeutel. Anschließend waren wir noch im "Le Feu" lecker Flammkuchen essen, der Münsteraner Filiale einer Kette, bei der wir auch schon in Herford gespeist haben. Als uns die Bedienung die Rechnung brachte, wurde der Beere noch ein Lolli angeboten, doch anstatt sich einen einzelnen aus der großen Plastikdose zu angeln, interessierte sich die Dame erwartbar mehr für den Rand der Dose. Schließlich hatten wir dann doch eine Wahl getroffen, natürlich an diesem Tag thematisch mit einem kleinen Tierchen (Schildkröte) darauf:
Gib schon her!
Der Zoo öffnete für die Abendveranstaltung dann so gegen 19 Uhr, allerdings war es zu dieser Uhrzeit dank der Sommerzeit noch ziemlich hell. Zu diesem Zeitpunkt rechneten wir noch mit einer schnellen Verdunkelung innerhalb der nächsten halben Stunde, in Wirklichkeit hat es dann doch zu unserer Verwunderung deutlich länger gedauert. Trotzdem waren die Modelle auch schon bei Lichte betrachtet recht eindrucksvoll:
Sieht schon im Hellen ziemlich nett aus
Der große chinesische Drache war mit Abstand die größte Figur
Das Beerchen musste natürlich auch für ein paar Bilder posieren:
Hängeohr-Ziege? Echt? Aber nur im Buggy!
Wenn ich stehe, bin ich doppelt so groß wie die!
Ja doch! Muss ich hier echt posieren?
Weiß doch jetzt wirklich jeder, dass ich im Kindergarten bei den Schmetterlingen bin.
Vor Dir habe ich keine Angst, …
…der Papa macht mir da schon mehr Sorgen!
Schließlich wurde es dann doch immer düsterer, und die aufgestellten Tiere und Figuren kamen eindeutig mindestens noch einmal so gut zur Geltung:
Schlag mal ein Rad!
Büffel beim Büffeln
Wirklich sehr seltsame Gesellen!
Was genau bist Du denn?
Wie im echten Leben: Alle sind verschieden
Dieses Motiv hatte die Mausbeerenmama entdeckt
Am schönsten waren auf dem sehr(!) langen Rundgang (daher auch keine zweite Runde im komplett Dunklen) immer die größeren Dioramen, in denen immer ganz, ganz viele Figuren verbaut waren. Hier einmal ein paar der schönsten:
Diorama 1: Insektenwiese
Diorama 2: Alle Vögel sind schon da
Diorama 3: Unterwasserwelt
Afrika zum Ersten, …
…zum Zweiten, …
…und zum Dritten.
Am Ende des Tages hatten wir das gute Gefühl alles absolut richtig gemacht zu haben die Aktion mitgenommen zu haben. Das Beerchen hatte was zu gucken, die Mausbeereneltern konnten leckeren Flammkuchen essen, und ich habe ein paar neue Spiele. Sogar bei der zeitlichen Abfolge griffen alle Rädchen ineinander, exakt als wir den Buggy wieder im Auto verstauten fing es dann auch an zu regnen.
Wir können die Aktion jedem sehr empfehlen, wenn sie denn mal wieder irgendwo in der Nähe Station macht.
Auf Wiedersehen, liebes "Herzlich Willkommen"-Tor!
Mit folgendem kleinen und schönen Sinnspruch, den ich auf dem Rundgang im Zoo entdeckt habe, möchte ich den Bericht über den kleinen Ausflug beschließen:
Dem lässt sich nichts hinzufügen!

Sonntag, 2. April 2017

Erneute Sehfrühförderung auf 386m über NN

Zuerst einmal möchte ich allen Lesern versichern, dass es dem Beerchen gut geht. Wirklich sehr gut! So wie uns anderen auch. ;-) Es gibt auch nicht weniger Erwähnenswertes zu berichten. Irgendwie kommt momentan nur immer irgendetwas anderes dazwischen. Wir bitten um Verständnis, es wird absehbar auch wieder Zeiten geben in denen hier mehr über unseren kleinen Frechdachs zu lesen sein wird. Nun aber zum von der Mausbeerenmama versprochenen Ausflugsbericht:
Es war Besuch da. Aus Amerika und China. Aber zum Glück nicht bei uns privat zu Hause, sondern als IT-Abordnung auf der Arbeit. Meine verschiedenen Dienstreisen haben nämlich Früchte getragen, insofern dass zentrale Parts unserer EDV endlich überarbeitet und neu programmiert werden, und unser deutsches Team dabei eine nicht unwichtige Rolle einnehmen darf.
Und da man ja auch etwas Besonderes bieten möchte, wenn schon einmal so viele Schlüsselspieler aus den verschiedensten Abteilungen zu Besuch sind, waren wir auf der Arbeit verzweifelt auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Abendunterhaltung. Und hier kommt noch einmal, vor großem Publikum, ein besonderes Lob an die Mausbeerenmama. Denn ihr ist eingefallen, dass am relativ nah gelegenen Hermannsdenkmal wieder die Beleuchtungsaktion "Der Hermann leuchtet" stattfindet, die uns allen schon vor zwei Jahren außerordentlich gut gefallen hat.
Der Hermann leuchtet 4.0
Gleich zur Eröffnung am Donnerstag, die für unsere Gäste auch die letzte Gelegenheit für einen Besuch gewesen ist, haben wir uns also wieder einmal zum Hermannsdenkmal nach Detmold in den Teutoburger Wald begeben. Nachdem wir im Jahr zuvor an einem der letztmöglichen Tage nur noch in einem kilometerlangen Stau standen und schließlich entnervt aufgeben mussten, konnten wir dieses Mal problemlos den Parkplatz am Hermann erreichen. Nachdem dann auch unsere chinesischen Gäste angekommen waren, konnten wir alle zusammen mit dem Beerchen in Richtung Denkmal laufen. Dabei war auch wieder schon der umliegende Wald prima beleuchtet, und die junge Dame hat ziemlich große Augen gemacht und sich prächtig amüsiert.
So…
…schön…
…bunt!
Das gefällt mir!
Die Lasershow war schon sehr beeindruckend (an einem späteren Tag, an dem eine andere Arbeitskollegin und vermeintlich auch Frau Markmann, unsere Frau von der Sehfrühförderung(!), dort gewesen sind, gab es dagegen durch den starken Wind einigermaßen große Probleme die Laserstrahlen sichtbar zu machen, da der Output aus den Nebelmaschinen vom Winde verweht wurde).
Das Beste ist allerdings eindeutig die Videoprojektion gewesen, bei der das ganze Hermannsdenkmal als Projektionsfläche diente, und mit der einfach spektakuläre Illusionen möglich waren. Die Videoprojektion hat es im Vorjahr zum ersten Mal gegeben, wir sind also an diesem Abend zum ersten Mal in den Genuss gekommen.
Hier wird es mit Konturlinien nachgezeichnet.
Bunt und schön.
Das Denkmal wurde mit Bier gefüllt.
Moderne Kunst ;-)
Kuckuck! Im Hermann wohnt ein T-800.
Am Ende gab es dann zur Freude unser chinesischen Gäste und der Mausbeerenmama noch ein paar heiße Getränke am Glühweinstand. Auch wenn der Tag wettertechnisch sehr schön war, wird es abends im Wald auf einem Berg doch recht schnell kühl.
Auf den Hermann, und die gute Idee der Mausbeerenmama.
Die kleine Firmenexkursion hat uns sehr gut gefallen, wir werden es sicher im nächsten Jahr wieder probieren, allerdings am besten gleich wieder zur Eröffnung, wenn sich das Event noch nicht herumgesprochen hat.

Ein paar Tage später kam dann auch noch eine thematisch passende Knabberpostkarte von Oma Rita bei uns an:
Hermann, denk mal! Und zwar schnell! Wie Du nämlich der Knabberattacke entkommen kannst!

Donnerstag, 1. September 2016

Danke für die vielen schönen Spielstunden!

Heute hieß es für die Mausbeere nach fast genau vier Jahren Abschied nehmen von ihrer Frühförder-Therapeutin, da diese leider die Frühförderstelle verlässt. Als kleine Erinnerung an die gemeinsame Zeit bedankt sich die Mausbeere mit einer Collage mit Fotos aus den Frühförderstunden:
Vielen Dank für die tollen Spielstunden!
Einige Highlights aus den vier Jahren Frühförderung wurden auch hier im Blog erwähnt, wie zum Beispiel ein Swimmingpool für wasserscheue Mausbeeren, das erste Snoezelen, erste Grenzerfahrungen mit Ekelkram und noch mehr Ekelkram oder auch Socken klauende Raben.
Außerdem hatte die Mausbeere auch zwei Jobs als Fotomodell bei der Lebenshilfe, nämlich im offiziellen Flyer und auch im Lebenshilfe-Magazin "Voll das Leben". Aber auch die Mausbeere hat ein kleines Abschiedsgeschenk bekommen, von denen sie die lustige Tröte auch gleich ordentlich beknabbert.
Was zum Spielen als Abschiedsgeschenk.
Die Therapeutin, die demnächst die zu den Frühförderstunden kommt, haben wir übrigens auch schon kennengelernt und ich denke, dass sie mit der Mausbeere jede Menge Spaß haben wird.

Aber für Abschiedschmerz blieb eigentlich auch gar nicht viel Zeit, denn die Mausbeere hatte jede Menge Termine, von denen einige auch mit dem baldigen Kindergartenstart zu tun haben. Darauf werden wir in Kürze mal in einem eigenen Beitrag eingehen und wenden uns dem alt bekannten Alltagswahnsinn zu.

Heute stand zum Beispiel wieder mal ein Kontrolltermin beim Augenarzt der Mausbeere an. Dort war eigentlich auch alles zufriedenstellend, bis auf eine Bindehautentzündung, zu deren Behandlung wir Tropfen verschrieben bekommen haben. Neuerdings gibt es in der Praxis allerdings auch eine Schatzkiste, aus der sich die kleinen Patienten nach überstandener Untersuchung ein kleines Belohnungsgeschenk aussuchen können. Die Beere hat die bunten Spielzeuge natürlich erstmal neugierig inspiziert und bekam von Mama und Oma dann einen kleinen Gummi-Hummer ausgewählt:
Boah, was nehme ich nur?
Edler Hummer ist definitiv eine gute Wahl!
Auch die Knabberpost ist in den letzten Tagen nicht zu kurz gekommen und so gab es von Monika schon liebe, freche Grüße für den baldigen Kindergartenstart:
Frech sein? Mit der Frisur garantiert vorprogrammiert!
Auch Maike, die nette Dame, die wir in Düsseldorf kennengelernt hatten, hat das Beerchen mit einer Karte aus Magdeburg bedacht, die sie aber aus ihrer Heimat abgeschickt hatte:
Sehen alle Häuser in Magdeburg so aus?
Besonders interessant schmecken ja immer die weit gereisteren Karten und so hat sich die Dame die Sendung mit kanadischem Flavour von Hannelore und Jochen aus Vancouver besonders genüsslich zu Gemüte geführt:
Mmmmhhh, schmeckt nach Ahonrsirup!
Wer so viel erlebt, darf sich natürlich zur Erholung ein gepflegtes Nickerchen gönnen und so ist beim Abendessen bei Oma dieser niedliche Schnappschuss entstanden:
Nur kurz die Augen zu machen, gleich geht's weiter!