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Sonntag, 17. April 2022

Frohe Ostern!

 

Frohe Ostern
Den supercoolen Beeren-Osterhasen hat die Mausbeere (mit miiiiinimaler Hilfe ihrer tollen Schulbegleiterin ;-) ) in der Schule gestaltet!

Samstag, 3. Juli 2021

Noch'ne Ehrenrunde

Ein wieder mal sehr ungewöhnliches Schuljahr ist gerade zu Ende gegangen und die Mausbeere genießt ihre wohl verdienten Sommerferien! 

Endlich Ferien, yeah!!!
Natürlich hat unser Schulbeerchen am letzten Tag auch ein Zeugnis mit nach Hause gebracht, das sehr ausführlich die einzelnen Lernbereiche beschreibt. Wir Eltern sind mit der Einschätzung unseres Beeren-Kindes seitens der Lehrkräfte sehr zufrieden und finden, dass sie ein sehr gutes Zeugnis bekommen hat, auch wenn darin erwähnt wird, dass die junge Dame gerne mal auf dem Po im Klassenraum herumrutscht und offene Regale ausräumt oder sich diebisch freut, wenn sie mal Blödsinn macht :-) Aber genau das sind ja die Dinge, auf die wir alle besonders Stolz sind!

Versetzt wurde die Mausbeere übrigens nicht - mittlerweile zum dritten Mal ;-) - was aber in diesem Fall auch etwas Positives ist. Normalerweise bleiben die Kinder an Annikas Schule immer so für zwei bis drei Jahre in der Vorstufe und werden dann in die Unterstufe versetzt. Im Laufe des Schuljahres hatte ich einer Lehrerin gegenüber mal erwähnt, dass es ja schade ist, wie wenig das Beerchen in den letzten beiden Jahren überhaupt von der schönen Vorstufe gehabt hat. Und plötzlich bekamen wir vor ein paar Wochen dann überraschend die Nachricht, dass sie ausnahmsweise noch ein Jährchen bleiben darf! Zum einen war diese Entscheidung seitens der Schule auch darin begründet, dass die Beere schon vor der Pandemie krankheitsbedingt oft gefehlt hatte und zum anderen ist es auch in pädagogischer Hinsicht gut und richtig, sie noch ein Jahr in der Vorstufe zu lassen, was uns natürlich sehr freut!

Neben diesen ganzen Neuigkeiten und dem schönen Zeugnis hat die Mausbeere übrigens noch etwas aus der Schule mitgebracht, um ihrer Familie den Start in die Sommerferien zu versüßen. In einem Unterrichtsprojekt in den letzten Schulwochen wurden ausführlich Erdbeeren behandelt und so bekamen wir eine echte Erdbeerpflanze, deren einzelnen Bestandteile mit den entsprechenden Symbolen kenntlich gemacht wurden. Und damit das Warten auf die ersten selbst geernteten Beerchen nicht so schwer fällt, gab es auch noch ein Glas superleckere Erdbeermarmelade!!! Die Kinder hatten die Erdbeeren dafür selbst gepflückt und dann die Marmelade anschließend in der Klasse zubereitet. 

So ein leckeres Frühstück ist doch mal ein beerenstarker Ferienstart!

Montag, 8. Februar 2021

Eingeschneit

Wir haben mal wieder recht lange nichts von uns hören lassen, was wohl daran liegt, dass wir einfach faul sind wie die Waschbären ;-)

Naja, so wirklich viel unternehmen, was berichtenswert wäre, kann man ja nunmal zur Zeit auch nicht. Selbst für Spaziergänge war unsere Mausbeere in den letzten Wochen nicht wirklich zu begeistern - es war ihr schlichtweg zu kalt und nach zehn Minuten im Buggy wurde erstmal lauthals Beschwerde eingelegt. Also machen wir es uns größtenteils zu Hause gemütlich und die Mausbeere ist in unseren heiligen Hallen wirklich aktiv geworden und rutscht in einem ordentlichen Tempo auf dem Po durch die Gegend. Auch unser Lauftraining klappt immer besser und die Dame gewinnt im Stand immer mehr an Körperspannung, so dass wir es definitiv nicht für unmöglich halten, dass sie irgendwann mal auf den eigenen Füßchen die Welt unsicher macht :-)

Aber nach so langer Zeit zu Hause haben wir selbst bei unserer absolut genügsamen Mausbeere den Eindruck, dass sie sich ohne Schule und Therapien in gewisser Weise langweilt und freuen wir uns  über die gelegentlichen Videochats, die die Lehrerinnen für die Klasse anbieten:

Hallo Homies!
Aber ganz ehrlich sind wir beim aktuellen Schnee-Chaos auch froh, dass niemand den Weg zu Schule/Arbeit/Kindergarten auf sich nehmen muss und auch unser Beeren-Kind genießt die Aussicht auf die weiße Pracht gemütlich aus dem Küchenfenster:
Puh, bei dem Wetter lobe ich mir das Homeschooling!
Mal schauen, wie es in der kommenden Woche dann bezgüglich der Schule weitergeht, aber wir haben es nicht eilig und warten geduldig, denn wie schon die Mausbeere weiß:
Wer warten kann, der hat viel mehr Zeit! Anke Maggauer-Kirsche


Dienstag, 15. Dezember 2020

Back to Homeschooling

Tja, nun ging alles wieder mal schneller als gedacht mit den Weihnachtsferien - äh, korrigiere, der Aufhebung der Präsenzpflicht in der Schule. Da wir zum Glück keinen dringenden Betreuungsbedarf haben, weilen unsere beiden Mädels seit Beginn der Woche also zu Hause und besuchen nicht Schule bzw. Kindergarten. So erwartbar das jetzt letztendlich war, ist es für die Kinder schon schade, dass gerade die Adventszeit in ihren jeweiligen Einrichtungen so kurz ausgefallen ist.

Aber es hilft ja nichts, so machen wir es uns halt zu Hause gemütlich und für eine Weile sind die jungen Damen des Hauses ja auch in den Genuss der vorweihnachtlichen Aktivitäten wie z.B. dem Basteln gekommen. Eine Bastelarbeit, die in der Schule entstanden ist, möchte ich hier mal zeigen, da sie einen ganz Mausbeeren-eigenen Charme hat:

Cooles Rentier mit "Glückshörnchen"

Hier sind die einzelnen Bauteile besser zu sehen.
Obwohl - so unsere dringende Vermutung - die Mausbeerenkönigin im Prinzip ja nur die Umrisse ihrer Händchen und eines Füßchens zur Verfügung gestellt und die restliche Arbeit an ihr Personal delegiert hat, hat sie das Renter zu Hause stolz präsentiert ;-)
Hier habe ich besonders filigran gearbeitet ;-)

Und um dem geneigten Leser mal zu demonstrieren, wie winzig die Mausbeeren-Händchen und -Füßchen CdLS-bedingt sind (und vermutlich sind sie in dem Rahmen noch extrem klein...), habe ich zum Vergleich mal einen Referenz-Rentier aus den Hand- und Fußumrissen von Schwesterchen Bianca gemacht, die mit ihren drei Jahren ja fünfeinhalb Jahre jünger ist als das Beeren-Kind:

Welches Stinkfußrentier gehört wohl der großen und welcher der kleinen Schwester?
Die Rentiere von Beerchens Klassenkameraden waren dagegen noch um einiges monumentaler, wie uns versichert wurde :-)


Sonntag, 29. November 2020

Hexenhäuschen 2020

In den letzten Wochen war mal wieder so viel los bei uns, dass ich - wie so oft - gar nicht zum Bloggen gekommen bin. Damit der November keine "Nullrunde" im Blog wird, will ich doch noch fix einen Beitrag über unser heutiges Bauprojekt schreiben, denn nach einjähriger Abstinenz haben wir die gute alte Familientradition des Hexen-Häuschens wieder aufleben lassen:

So, wir bauen heute ein Hexenhäuschen!
Während unsere Jüngste sich wohl höchstens dunkel an unser letztes Advents-Bauwerk erinnern kann, ist die Mausbeere ja schon ein alter Hexenhäuschen-Hase und hat somit fachkundigst die Bauarbeiten beobachtet:
Ja, sieht solide aus...
Dazu gehört natürlich auch die intensive Begutachtung des Dekomaterials:
...und hier ist auch nichts dran auszusetzen.
Und da man das Ganze ja schon diverse Male beobachtet hat, kann man auch schonmal einen müden Schauer bekommen:
Gähn...
Zum Glück haben Papa und Schwesterchen dann aber ordentlich Gas gegeben, so dass Frau Oberbauaufsicht zur Bauabnahme der fertigen Immobilie übergehen konnte:

So, jetzt das fertige Werk begutachten - sieht wieder super aus... Ups!
Aber auch dem größten Profi passiert auch mal ein Fauxpas und so ist die Mausbeere versehentlich mit der Hand in den noch feuchten Zuckerguss gekommen. Früher wäre das natürlich ein absoluter Grund zur Aufregung wegen Kontamination mit Ekelkram gewesen, aber wir sind ja mittlerweile ein großes Mädchen und so hat sie das weiße Zeug an den Fingerchen eher fasziniert betrachtet:
Was ist denn das da an meiner Hand?

Verstehe ich nicht - muss ich noch etwas drüber nachdenken...

In diesem Sinne wünschen wir allen Beeren-Fans eine schöne Adventszeit!

Freitag, 30. Oktober 2020

Schneckchen

Die Klasse der Mausbeere hat seit Beginn des Schuljahres Verstärkung bekommen - fünf dicke Weinbergschnecken sind in ein gemütliches Terrarium auf dem Balkon eingezogen und bereichern den Unterricht auf vielfältige Weise. Gelegentlich dürfen die Kinder auch mal direkt auf Tuchfühlung mit den schleimigen Mitbewohnern gehen und auch dem Beeren-Kind wurde letztens mal wieder ein Exemplar für eine Fotosession auf die Hand gesetzt. Die Bilder wurden dann schön verziert und einlaminiert und wir Eltern haben uns riesig darüber gefreut:

Wer die Mausbeere schon länger kennt, weiß natürlich, dass eine Schnecke nur als absoluter Ekelkram allererster Güte eingestuft werden kann und so war schon ein kleiner Kraftakt nötig, die Beerenhand mit der Schnecke für das Foto ruhig zu halten.
Von daher waren wir im höchsten Maße über dieses höchst bezaubernde Foto erstaunt, das definitiv einen Ehrenplatz bei uns erhalten wird:
Einfach mal lächeln, dann isses vielleicht schneller vorbei...

Sonntag, 4. Oktober 2020

Auf'm Thron

Dieser Beitrag behandelt heute ein Thema, das zum letzten Beitrag nicht gegensätzlicher sein könnte ;-) Es geht nämlich diesmal nämlich nicht darum, was in die Mausbeere hineingeht, sondern um das, was hinten wieder rauskommt...
Die Mausbeere trägt ja seit jeher Windeln und wir haben immer gestaunt, wenn wir von anderen Kindern mit schwerer Mehrfachbehinderung gehört haben, die regelmäßig aufs Töpfchen gesetzt werden. Unser Beeren-Kind hat nie irgendwelche Anzeichen dafür gezeigt, wenn sie mal "muss" und außerdem hat sie durch ihre Darm-Vorgeschichte (sie hat ja seit dem Alter von anderthalb Jahren leider aufgrund einer Entzündung nur noch ca. ein Drittel ihres Dickdarms) oft sehr unregelmäßigen und oft auch weichen Stuhlgang, was sie selbst aber am allerwenigsten zu stören scheint... Und Erklärungen oder Argumenten ist unsere junge Dame ja auch generell nicht zugänglich ;-)
Von daher war es für uns auch irgendwie eine befremdliche Vorstellung, dass in der Schule irgendwie mit "Sauberkeitserziehung" begonnen werden sollte und es tat sich auch weiterhin lange Zeit nichts. Kurz vor der langen "Corona-Pause" hatte es dann aber irgendwann doch einen ersten Erfolg gegeben und die Mausbeere hatte tatsächlich zum ersten Mal bei einem der regelmäßigen Toilettengänge etwas "gemacht".
In den darauf folgenden Monaten zu Hause haben wir dann tatsächlich gewisse Regelmäßigkeiten entdecken können, was möglicherweise auch mit der größeren Geschwindigkeit beim Sondieren der Nahrung zusammenhängen könnte. Denn oft bemerken wir, dass die Mausbeere kurz nach einer flott sondierten Mahlzeit anfängt zu "drücken" und dann bleibt meist noch die Zeit, sie fix auf die Toilette mit passendem Kinderaufsatz (den wir eigentlich mal für die kleine Schwester angeschafft hatten...) zu setzen. 
 
Auch dieser Thron gehört jetzt zu meiner royalen Sammlung...
Guck-guck, hier bin ich!
Und so freuen wir uns, dass unser Beerenkind jetzt in schöner Regelmäßigkeit ein amtlich großes und danach oft noch ein kleines Geschäft auf dem Klo erledigt! Natürlich klappt das nicht immer und die Dame trägt nach wie vor durchgängig eine Windel, aber trotzdem ist das mal wieder ein vollkommen unerwarteter Fortschritt, der uns unglaublich stolz auf unsere Mausbeere macht!

Montag, 29. Juni 2020

Offizielle Sommerferien

Am Freitag ist ganz offiziell das zweite Schuljahr der Mausbeere zu Ende gegangen und da sie ja die letzten Monate nicht mehr am Unterricht teilgenommen hat, flatterte heute das Zeugnis per Post zu uns nach Hause:
Oh, der Jahresbericht über meine Schandtaten...
...wie witzig!
Dabei hat unser Schulbeerchen wirklich so gut lachen, wie auf den Fotos oben, denn das Zeugnis ist sehr positiv und beschreibt sehr ausführlich unser Mausbeere, wie sie leibt und lebt. Sie wird halt in allen Lernbereichen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einbezogen und liebt es, mitten im Trubel ihrer Klassenkameraden zu sein. Auch ihr heiß geliebtes Nudelsieb findet Erwähnung, woran man  mal wieder sieht, wie untrennbar Beerchen und Sieb miteinaner verbunden sind ;-)
Auch das nächste Schuljahr wird die Dame zum Glück noch weiter in der Vorstufe bleiben, wie auch immer es nach der Sommerpause weitergeht...
Endlich (schon?) wieder (oder auch immer noch...) Ferien, yeah!!!
Die kleine Schulbeere weilt nun aber erstmal in den mehr oder weniger wohl verdienten Sommerferien. Dabei war sie heute nochmal fleißig und hat sich aus der heutigen Ergotherapiestunde sogar "Hausaufgaben" mitgenommen. Das Beeren-Kind war dermaßen begeistert von einer Art Kugelrollbahn mit Kurbel, dass die Therapeutin (die ebenso wie die Mama höchst fasziniert von der Kurbeltechnik der jungen Dame war) uns angeboten hat, das Teil über die Ferien auszuleihen. Das haben wir natürlich gerne angenommen und so möchte ich den treuen Beeren-Fans das neueste Lieblingsspielzeug inklusiver bewegter Bilder nicht vorenthalten:

Mittwoch, 17. Juni 2020

Kleine große Freuden

So ganz langsam wacht unser Alltag nun wieder aus dem Corona-Schlaf auf, was einerseits schön, aber andererseits auch etwas schade ist, da die Freiheiten ohne prall gefüllten Terminkalender ja auch ihren Reiz hatten. Auch der Mausbeere haben die letzten drei Monate sichtlich gut getan, denn die allgemeinen Virus-Schutzvorkehrungen haben dazu geführt, dass sie insgesamt auch viel weniger Infekte angeschleppt hat und somit ihre Nase so rotzfrei wie noch nie in ihrem Leben ist :-)
Trotzdem habe ich mich aber auch riesig gefreut, als wir einen Anruf bekamen, dass die Therapien der jungen Dame wieder starten würden und so kommt sie seit zwei Wochen nun wieder in den Genuss von Physio- und Ergotherapie. Natürlich finden die Therapiestunden unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen, aber es wurde dringend Zeit, dass unser kleiner Faulpelz mal wieder etwas gefo(e)rdert wird und sie hat auch wirklich immer erstaunlich gut mitgemacht.

Aber auch der Spaß darf natürlich nicht zu kurz kommen und so haben wir in letzter Zeit mal etwas "aufgerüstet". Zum einen hat eine coole Nestschaukel Einzug in den heimischen Garten gehalten, deren Gestell fachmännisch von Papa und Opa einbetoniert wurde und die von unseren beiden Damen mit Hingabe frequentiert wird:
Die alten Herren schuften...
...damit die jungen Damen ihren Spaß haben :-)
So gehört sich das - und jetzt höher schaukeln, Papa!!!
Zum anderen sind wir nun auch stolze Besitzer eines Bollerwagens, den wir für Ausflüge und insbesondere in Hinblick auf unseren Langeoog-Urlaub in ein paar Wochen angeschafft haben. Den Urlaub hatten wir bereits im Februar gebucht und in den letzten Wochen war es für uns ja absolut fraglich, ob es denn klappen würde. Aber bei den allgemeinen Lockerungen sieht es ja nun doch gut aus und so haben wir uns nach einer Möglichkeit umgesehen, wie wir die Beere denn bequem am Strand spazieren fahren können - der übliche Buggy funktioniert im Sand ja nicht wirklich gut. Da das Beerenkind ja nun sicher und stabil sitzt, fanden wir dieses Fortbewegungsmittel doch recht charmant und die kleine Diva - nebst Schwester - haben ihren Spaß damit:
Hey, geht das nicht schneller?
Puh, der Papa kann schon nicht mehr, da müssen fähigere Leute ran...
Zu dem Spaß im heimischen Garten, haben wir zur Zeit außerdem noch eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, wenn wir aus dem Wohnzimmer auf die andere Straßenseite gucken. Seit nun schon mehreren Wochen hat sich das Getreidefeld gegenüber in eine regelrechte Blütenpracht aus Mohn und Kornblumen verwandelt, die selbst die Oma so noch nicht gesehen hat. In schöner Regelmäßigkeit beobachten wir zudem Leute, die anhalten und Fotos machen und selbst heftige Regen- und Gewitterschauer haben dem Blütenmeer noch nichts anhaben können - lediglich Getreide ist auf dem Feld nicht mehr so viel zu finden...
Offenbar wissen viele Leute dieses besondere Geschenk der Natur zu würdigen und dazu passt auch irgendwie die neueste Mausbeerenweisheit, über die die junge Dame (oder vielleicht auch die Mama...) kürzlich bei der morgendlichen Zeitungslektüre gestolpert ist:
Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten. Pearl Sydenstricker Buck

Donnerstag, 23. April 2020

Homeschooling

Dieser Begriff ist ja zur Zeit in aller Munde, besonders bei Eltern von schulpflichtigen Kindern. Auch an der Schule der Mausbeere werden allerlei Angebote gemacht, mit deren Hilfe die Kinder den versäumten Lehrstoff zu Hause erarbeiten können oder die einfach nur Tipps zur Bekämpfung der Langeweile bieten. Nun ist unser Beerenkind dem klassischen Lehrstoff ja eher weniger zugetan und auch Bespaßungsmaßnahmen für andere Kinder sind für sie mehr oder weniger uninteressant. Das Besondere beim Schulbesuch ist unsere kleine Diva mehr der Kontakt zu den anderen Kindern oder halt die gezielte Beschäftigung mit ihr, auch im Rahmen der Therapien. Ansonsten beschäftigt sie sich - wie auch zu Hause oder sonstwo - lieber mit dem Nudelsieb, dem Beknabbern von allen möglichen und unmöglichen Gegenständen und gelegentlich mit dem Schikanieren von Leuten.
Neulich rief mich ja eine der Lehrerinnen an und wir haben zusammen überlegt, was man der Dame denn seitens der Schule Gutes tun könnte und was in der Tat ja gar nicht so leicht zu beantworten war. Nudelsiebe, Dinge zum Beknabbern und Leute zum Schikanieren sind auch bei uns zu Hause in ausreichendem Maße vorhanden und der Kontakt zu Mitschülern und Therapeuten ist ja zur Zeit tabu. Da fiel de Lehrerin dann aber doch noch etwas ein - vor einiger Zeit hatte man für die Mausbeere eine Material- oder auch Trockendusche gebastelt, die der absolute Hit ist. Dabei handelt es sich um ein simples Kuchengitter, an dem unterschiedliche Materialien zum Befummeln und Beknabbern befestigt sind. Das Ganze wird an der Decke aufgehängt und bietet eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit auf Augenhöhe, wenn die Beere auf dem Boden sitzt. Das folgende Video zeigt die Dame bei der "Arbeit", es ist noch in Schulzeiten entstanden und zwar just noch Fertigstellung des Mausbeeren-Lehrmaterials. Man beachte auch, wie sicher und geschickt sich die Mausbeere im Sitzen bewegt:

   

Da die Trockendusche recht sperrig und schlecht zu verschicken war, hatte die Lehrerin bei dem traumhaften Wetter eine Radtour zu uns unternommen und der Mausbeere ihre "Hausaufgaben" persönlich vorbeigebracht. Bei einem netten Gespräch an der Haustür in gebührendem Sicherheitsabstand wurden wir noch mit den neuesten Neuigkeiten aus der Schule und die Lehrerin mit einem Mausbeerenlachanfall versorgt.

Tja, nun ist für unsere Große also Schluss mit Faulenzen :-) Aber die "Arbeit" erledigt sich ja in entspanntem Rahmen sehr gut und so hat sich die Mausbeere am nächsten Morgen gleich im Schlafanzug ans Werk gemacht:

Hey, das kenne ich doch...
Hmmm, sieht nach Arbeit aus...
Na, das erledige ich doch mit der Glücksflosse ;-)

Freitag, 7. Februar 2020

Ich lasse ja mit mir reden...

Kürzlich hatte ich ja über die divenhaften Anwandlungen unseres Beeren-Kindes berichtet, dass sie nicht einfach so auf dem Boden abgesetzt werden will. Das endete ja regelmäßig in einem minutenlangen Wutanfall, der nur mit einer mindestens ebenso lange dauernden Kuschelsession wieder beendet werden konnte.
Auch in der Schule hat die Mausbeerenkönigin ihren Hofstaat fest im Griff und so wurde der royalen Lieblingsschulbegleiterin gelegentlich mal der Stuhl mit einem heulenden Beerchen vor die Klotür gefahren, damit es sich möglichst schnell wieder beruhigt (mit dem schnöden Lehrpersonal gibt sich Madame natürlich nicht zufrieden).
Eben jene treue Seele hat dann irgendwann damit angefangen, der Mausbeere einfach Bescheid zu sagen, wenn sie mal kurz raus gehen muss und sich quasi bei ihr "abgemeldet". Und siehe da - die junge Dame hat friedlich abgewartet!
Zu Hause haben wir es jetzt auch mehrfach ausprobiert, der Dame zu erklären, dass wir sie jetzt auf den Boden setzen und dann gleich wieder da sind - und auch das hat erstaunlicherweise reproduzierbar funktioniert!!!
Na, endlich habt Ihr es kapiert, Ihr müsst mit mir REDEN!!!
Warum uns das jetzt so unglaublich freut hat (wie besonders Beeren-Fans, die uns noch nicht so lange kennen sich jetzt vielleicht fragen mögen) besonders damit zu tun, da wir bislang eigentlich gar kein wirkliches Sprachverständnis bei unserer Großen feststellen konnten. Durch die seit Geburt bestehende hochgradige Schwerhörigkeit, die Probleme mit den Ohren in den letzten Jahren (ja ja, ein eigener Beitrag dazu folgt auch noch...), die allgemeine Entwicklungsverzögerung und vielleicht auch etwas Betriebsblindheit unsererseits, sind wir irgendwie immer davon ausgegangen, dass die Mausbeere nicht wirklich versteht, was jemand zu ihr sagt.
Natürlich wissen wir nicht, wie viel sie exakt versteht, also ob es die Worte, oder die Art der Ansprache ist - es ist wieder eine enorme Weiterentwicklung und damit hat unsere Große uns mal wieder maßlos überrascht und unglaublich stolz gemacht!

Samstag, 28. Dezember 2019

Schul- und Ferienfreuden

Die Mausbeere hat zusammen mit der ganzen Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest verbracht und genießt nun ihre wohl verdienten Weihnachtsferien. An dieser Stelle möchte sie sich erstmal ganz herzlich für die lieben Weihnachtsgrüße bedanken, die sie auf unterschiedlichen Wegen erreicht haben!
Unsere Weihnachtsmädels freuen sich auf die Bescherung :-)
In diesem Jahr hatte die Mausbeere uns Eltern im Vorfeld schon ganz kribbelig gemacht, denn an einem der letzten Tage vor den Ferien brachte sei ein geheimnisvolles Paket für uns aus der Schule mit und zwar mit der expliziten Anweisung, dieses erst an Heiligabend zu öffnen:
Habe ich natürlich auch selbst verpackt...
...und beschriftet!!!
Dieses ganz besondere Geschenk unseres Beeren-Kindes haben wir uns als krönenden Höhepunkt der Bescherung gelassen und als wir es dann endlich auspacken durften, haben wir uns riesig über den tollen, selbst gebastelten Kalender mit vielen Fotos und Bastelarbeiten aus der Schule gefreut!!! Natürlich bekommt dieses tolle Geschenk einen ganz besonderen Ehrenplatz bei uns!
Mit der Mausbeere durchs neue Jahr ♥♥♥
Habe ich (fast...) ganz alleine gebastelt!
Aber natürlich durfte sich auch die Mausbeere über tolle Geschenke freuen, wie zum Beispiel ein Knabber-Federmäppchen, das - genau wie der komplette Inhalt - aus kaufreundlichem Material für kleine Knabberexperten gedacht ist - ebenso, wie das coole bunte "Hexichew" - oder auch einen schicken Hoodie mit ganz besonderem Motiv vorne drauf:
Hey, ich kann schon fast Farben schmecken...
Hab zwar Ferien, aber etwas lernen kann ja nicht schaden...
Cool, ein Hoodie mit meinem Markenzeichen!

Das folgende Geschenk war eigentlich für beide Mädels gedacht, wird aber meistens von der jüngsten Dame des Hauses okkupiert. Hier ist einer der wenigen Momente, in denen auch mal die Mausbeere damit spielen durfte und sie legt da gleich eine hoch professionelle Glücksflossen-Maus-Handhaltung an den Tag, wie ich finde ;-)
Gib mal her den Laptop, hier muss ein Profi ran!
Nach diesem Geschenkesegen möchte ich noch kurz auf den Schulausflug eingehen, den die Mausbeere in der letzten Schulwoche des Jahres mit ihrer Klasse gemacht hat. Wie schon im letzten Jahr ging es auch dieses Mal traditionell auf den schönen Weihnachtsmarkt nach Hameln und wie man sich vorstellen kann, hatte das Beeren-Kind jede Menge Spaß in Karussel und Co.
Schneemänner ohne Schnee
Das macht Freude!
Zu der Ausflugstradition gehört auch immer der Besuch eines Einkaufszentrums und wie schon im letzten Jahr hatte es der Mausbeere auch dieses Mal dieser Videofußboden dort angetan. Beim vorigen Besuch konnte die junge Dame allerdings noch nicht sitzen und hatte so dieses Mal eine ganz neu Perspektive. Trotzdem hat sie es sich dann aber in höchste Faszination doch nochmal bequem gemacht:
Faszinierend...
...da lege ich mich doch nochmal hin!
Aber nun genug von der Schule, es sind ja schließlich Weihnachtsferien! Und dazu gehört es, morgens erstmal gepflegt auszuschlafen. So ganz selbstverständlich ist das bei uns ja leider nicht mehr, denn durch den frühen Schulbeginn ist aus unserer ehemaligen Langschläferin ja mittlerweile eine passionierte Frühaufsteherin geworden. Interessanterweise ist sie aber jetzt in einen schlaftechnischen Ferienmodus gewechselt und wird dann irgendwann im Laufe des Vormittages aus dem Bett gepult - es sei ihr von Herzen gegönnt :-)
Mausbeere im Ferien-Ausschlaf-Modus