Donnerstag, 15. Januar 2015

Kinobesuch mit Hindernissen

Bereits seit gestern kann die Mausbeere schon wieder ihr Sprechventil tragen und hat anscheinend eine Menge nachzuholen. Ihr Stimmchen ist zwar zeitweise noch etwas krächzig und hat den Charme einer rostigen Gießkanne, aber das hält das Beerchen nicht davon ab, davon regen und sehr lautstarken Gebrauch zu machen.
Da es unserem Fräulein Tochter also soweit gut ging, wollten Mama und Papa - wie geplant - am Abend schön ins Kino gehen, während Spezialbabysitterin Jana das Kind bespaßen sollte. Bereits kurz bevor Jana eintrudelte, war die junge Dame durch einen Hustenanfall etwas quengelig, weshalb die Begrüßung ausnahmsweise leider nicht ganz so fröhlich ausfiel wie sonst. Als ich dann noch schnell die abendlichen Medikamente sondieren wollte, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass die Magensonde plötzlich komplett dicht war. Es ging nichts rein oder raus und auch Cola - die Allzweckwaffe für verstopfte Magensonden - hätte man gar nicht erst hereinbekommen. Ich hatte uns schon den Abend im Krankenhaus verbringen sehen, als der Papa nach viertelstündigem hartnäckigen Versuchen, die Sonde dann doch noch wieder frei bekommen hat. Vermutlich hatte sich irgendein verirrtes Gurkenstück aus der Nachmittagsmahlzeit ganz fies am Sondenende verklemmt, das sich nun endlich gelöst hatte - Puh!!!
Währenddessen wurde das Beeren-Kind irgendwie auch immer unzufriedener, was aber weniger am Sonden-Geprokel, als an einem Anfall fieser Bauchschmerzen lag. Wenn sie Husten hat, schluckt sie leider immer viel Luft, was dann manchmal gemeine Blähungen zur Folge hat, auch wenn man noch so oft über die Magensonde "entlüftet". Also fix ein Kümmelzäpfchen verabreicht (wirken wahre Wunder und sollten in keinem Haushalt mit kleinen Kindern fehlen) und das Beeren-Bäuchlein massiert.
Mamas Nerven lagen mittlerweile ziemlich blank und der Beginn des Kinofilms rückte bedrohlich näher, als das Beerchen sich dann doch langsam beruhigte und schon wieder das erste zaghafte Grinsen im Gesichtchen zu sehen war. Nachdem Jana mehrfach versichert hatte, dass sie mit dem Beerchen alles im Griff hat, haben wir uns dann trotz etwas Bauchgrummelns (zumindest bei der Mama, der Papa ist da ja etwas cooler) auf den letzten Drücker in Richtung Kino aufgemacht und sind pünktlich zur Einblendung der Produktionsfirma im Saal angekommen.
Diese Entscheidung war auch die richtige, denn kaum hatten wir die Wohnungstür hinter uns zugeklappt, zogen auch die letzten dunklen Wolken vor der nun wieder sonnigen Beerenlaune vorbei und Jana und Beerchen hatten einen lustigen Abend. Eigentlich wollten die Beiden uns zwischendurch mal ein Selfie als Beweisfoto schicken, das wir aber aufgrund einer hakeligen Internetverbindung erst nach unserer Rückkehr sehen konnten:
Alles gut bei uns :-)
Für diesen doch noch stattgefunden Kinoabend möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Jana bedanken, die ja nun auch schon über ein Jahr regelmäßig unser Beeren-Kind betreut und uns so mal eine kleine Auszeit ermöglicht!

Jana, Du bist echt klasse - wir sind froh, dass wir Dich haben!

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