Sonntag, 23. Dezember 2012

Zu Hause!!!

Am Freitag Abend ist Annika endlich aus der Klinik entlassen worden! Ursprünglich war die Entlassung für Donnerstag morgen geplant, aber es kam immer wieder etwas dazwischen, wie leichte Temperatur usw. Man könnte fast meinen, die Mausbeere wollte nicht nach Hause. Das Stationsteam war aber auch wirklich supernett. Allerdings bin ich jetzt doch froh, dass wir wohlbehalten zu Hause sind. Meine größte Sorge war doch, dass irgendjemand sich die Beere einfach in die Tasche steckt und rausschmuggelt während ich schlafe. Dazu wären garantiert mehrere Personen imstande gewesen ;-)
Die Sauerstoffversorgung für zu Hause ist bereits am Mittwoch bei uns eingetroffen. Da wir keine Vorstellung davon hatten, wie so etwas aussieht haben wir uns gewundert, dass uns die Gerätschaften direkt zu Hause erklärt werden sollten und Annika dann erst entlassen werden könnte. Wir dachten uns, dass es doch einfacher wäre, alles in die Klinik zu bekommen und dann mit der Kleinen nach Hause zu fahren. Erst als das Ding dann geliefert wurde war klar, warum das so nicht ging. Wir haben nämlich einen monumentalen Flüssig-Sauerstoff-Tank bekommen, der mit einer ganz besonderen Sackkarre in unsere Wohnung gewuchtet wurde. Das Teil erinnert irgendwie an R2-D2, wir haben jetzt also einen prominenten Gast, der gekommen ist, um der Mausbeere persönlich die Nase zu kitzeln ;-)


Irgendwie bekommt man zu diesen ganzen Gerätschaften und auch zu Krankenhäusern etc. mittlerweile ein ganz anderes Verhältnis. Früher hätte ich schon alleine die Vorstellung furchtbar gefunden, dass mein Kind oder ein anderes Familienmitglied Sauerstoff bräuchte. Und auch die Vorstellung, ins Krankenhaus zu müssen war der blanke Horror. Natürlich bin ich ganz und gar nicht begeistert, dass das alles nötig ist. Trotzdem empfinde ich solche Dinge mittlerweile einfach nur als hilfreich und bin dankbar, dass es das alles gibt. Das Wichtigste ist doch einfach, dass es der Mausbeere möglichst gut geht.
Und das geht es ihr trotz der ganzen Umstände tatsächlich. Man hat den Eindruck, als wenn Annika während des Klinikaufenthaltes einen enormen Entwicklungsschub bekommen hat. Sie wirkt insgesamt "reifer" und hat enorme Fortschritte in puncto Aufmerksamkeit und Feinmotorik gemacht. So greift sie zum Beispiel mittlerweile sehr gezielt nach Gegenständen (z.B. Spielzeug, Armbänder, Uhren, die Milchspritze und ganz besonderst nach ihrem Sauerstoffschlauch) und erkundet diese dann mit ihren Fingerchen. Außerdem guckt sie einen jetzt definitiv gezielt an. Ich habe ganz oft die Bettseite gewechselt und immer hat die Dame ganz neugierig in meine Richtung geguckt.



Als Oma Anne heute mal auf sie aufgepasst hat, weil wir ja doch noch ein paar vorweihnachtliche Erledigungen zu machen hatten, fing sie auf einmal an, sich zu freuen wie ein Schnitzel und guckte immer in die Sofaecke. Der Grund dafür war doch tatsächlich ein roter Stoff-Weihnachtsmann, der bei Annika einen regelrechten Begeisterungssturm ausgelöst hat.

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