Mittwoch, 6. November 2013

Snoezelen

Häh? Was ist das den jetzt schon wieder? Also erstmal die Begriffserklärung:

SNOEZELEN (sprich: "snuseln") ist ein Wortschöpfung aus "snuffelen" (=schnüffeln, schnuppern) und "doezelen" (dösen, schlummern). Es wurde in den 70er Jahren in den Niederlanden in einer Einrichtung für schwerstbehinderte Menchen entwickelt. 
Hinter dem SNOEZELEN steht ein multifunktionales Konzept: 
In besonders ansprechend gestalteten Räumen werden über Licht-, Klang- und Tonelemente, Aromen und Musik Sinnesempfindungen ausgelöst. Diese wirken auf die verschiedensten Wahrnehmungsbereiche entspannend, aber auch aktivierend. Das gezielt ausgesuchte Angebot steuert und ordnet die Reize, es weckt Interesse, es ruft Erinnerungen hervor und lenkt Beziehungen. SNOEZELEN erzeugt Wohlbefinden. in der ruhigen Atmosphäre werden den Menschen Ängste genommen, sie fühlen sich geborgen. SNOEZELEN ist Therapie und Förderung zugleich und wird in allen Entwicklungsstufen (Kleinkind bis betagte Menschen) eingesetzt.
Prof. Dr. Kritsta Mertens, 2003/2005
(abgetippt von einem Info-Zettel vor den Snoezelen-Räumen)

Unsere Frühförderstelle bietet in regelmäßigen Abständen für Kinder verschiedener Altersgruppen Snoezelen-Termine in den Räumlichkeiten der Stiftung Eben-Ezer an und heute waren wir mit der Beere zum ersten Mal mit von der Partie. Wir haben eine (leider viel zu kurze) Stunde in wunderschön gestalteten Räumen verbracht - Lichtsäulen, die auf Händeklatschen reagieren, warme Wasserbetten, angenehme Musik, Schaukelsessel und vieles mehr. Die folgenden Fotos sollen einen kleinen Eindruck von der Snoezelen-Atmosphäre geben:

Da gehts lang...
Ui, ist das blau!
Es geht rund, im frei hängenden Sessel.
Hmmm, leuchtende Spaghetti.
Gemütliche Kuschelecke.
Blubbersäulen mit wechselndem Licht.
Disco-Feeling, allerdings eher ruhige Nummern.
Überall leuchtet und spiegelt es.
Hier gefällt es mir...
... aber mit Mama ist es noch schöner!
Als wäre dieser Termin nicht aufregend genug ging es heute noch spannend weiter. Beim Wichteltreffen* in der Kinderklinik Herford hat die Beere ihren alten Freund Tim (die erste Brutkastenfreundschaft) seit langem mal wiedergesehen. Das war richtig schön und wir senden liebe Grüße an Tim und seine Eltern (Tims Mama liest das hier bestimmt :-) )!
Wo wir dann schonmal da waren, sind wir auch gleich mal zu einem kleinen Besuch zum Zweitwohnsitz der Beere (also die Station K2A) gegangen, wo wir mit unserem Erscheinen erstmal für mittelschwere Schockzustände gesorgt haben (es arbeiten dort nämlich auch treue Blog-Leser, die über die letzten Wochen top-informiert sind). Erst nachdem wir glaubhaft versichern konnten, dass wir wirklich NUR zu Besuch gekommen sind, hat man sich über unsere Anwesenheit gefreut.

*Wichtel sind besonders kleine ehemalige Patienten der Frühchenstation. Die Beere war für diese Kriterien eigentlich zu groß, ist also eher ein Wichtel ehrenhalber.

1 Kommentar:

  1. Na, ihr könnt doch die armen Leute von der K2A nicht so schocken. ;)

    Aber es klingt nach einem wirklich schönen Tag. Und snoezeln ist glaube ich sowieso das aller, aller beste :)

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