Mittwoch, 30. April 2014

MHH-One-Night-Stand

Im März waren wir ja für ein paar Tage auf der pulmologischen Station in der MHH zu Gast um die hohen CO2-Werte im Blut abklären zu lassen. Als weiteres Vorgehen wurde damals eine Schlaflaboruntersuchung empfohlen, um der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Diese Schlaflaboruntersuchung oder im Fachchinesisch auch auch Polysomnographie fand jetzt früher als erwartet statt, nämlich in der Nacht von gestern zu heute. Am Nachmittag sollten wir uns auf der pulmologischen Station einfinden, wo wir erst ganz normal aufgenommen wurden. Die anwesende Ärztin, die wir schon von den vorigen Aufenthalten kannten, war absolut positiv überrascht von den aktuellsten Entwicklungen der Beeren-Atmung.
Was habt Ihr denn jetzt schon wieder mit mir vor?
Gegen 19 Uhr wurden wir dann abgeholt und in Richtung Schlaflabor, dass sich auf einer anderen Station befindet, transportiert. Als erstes wurde per Blutgasanalyse unter anderem der CO2-Gehalt im Blut ermittelt, der - man höre und staune - im Normbereich lag!!! Das hatten wir ja noch nie (mal abgesehen davon, dass der Wert selten bei absolut gesunder Beere ermittelt wurde) oder zumindest schon sehr lange nicht mehr! Dann wurde die Mausbeere nach allen Regeln der Kunst verkabelt um im Schlaf die unterschiedlichsten Werte zu ermitteln. Das Resultat der fertig verkabelten Beere ist auf den folgenden Fotos zu sehen:
Kabelsalat mit Mausbeere
Mit Mecki und Mausbeeren-Schutzengel lässt man sich aber nicht aus der Ruhe bringen
Die blauen Klebchen am Kopf sind EEG-Elektroden, mit denen die Hirnströme gemessen werden, da wird geschaut, ob das Gehirn eventuell mal vergisst einen Atemimpuls zu geben. Zwei Gurte um Brust und Bauch messen die Atembewegungen, es gibt EKG-Elektroden, die die Herzfrequenz messen, einen Bewegungssensor am Arm, einen Sauerstoff- und CO2-Sensor auf der Haut und zu guter Letzt noch ein Fühler am Tracheostoma, der den CO2-Gehalt in der ausgeatmeten Luft misst - ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Das alles soll ein umfassendes Bild der Beeren-Atmung im Schlaf liefern und gibt Hinweise auf eventuelle körperliche oder zentrale (also vom Gehirn herrührende) Atemprobleme.
Das Anbringen der diversen Messgeräte fand die Dame nicht wirklich super, aber trotz allem weilte sie plötzlich schon kurz nach halb neun im Reich der Träume. Aufgezeichnet werden sollte ein Zeitraum von ungefähr acht Stunden - für eine Penn-Eule wie unsere Mausbeere natürlich gar kein Problem. Kurz vor vier - also ungefähr zehn Minuten vor erreichen der aufzuzeichnenden Zeit - musste allerdings erstmal eine Windel gefüllt werden und es war vorbei mit dem Schlafen. Für die Messung reichte das absolut aus und so wurden wir bereits mitten in der Nacht wieder in unser Zimmer auf der pulmologischen Station gebracht. Theoretisch hätten wir auch schon wieder die Heimreise antreten dürfen, aber wir haben dankbar noch ein paar Stündchen mehr oder weniger erholsamen Schlaf genossen - ebenso wie die Mitarbeiterin des Schlaflabors, die sich dank sehr kooperativer Mausbeere über einen "frühen" Feierabend freuen durfte.
Die Auswertung der ganzen Prozedur wird jetzt ca. eine Woche in Anspruch nehmen und wir werden dann telefonisch benachrichtigt, ob die Dame eine nächtliche Atemunterstützung bekommen soll oder nicht. Eigentlich war die Entscheidung dafür seitens der Ärzte schon so gut wie gefallen, aber da sich die Atemsituation in den letzten Wochen so stark verbessert hat, bleibt es weiterhin spannend!

Kommentare:

  1. Dann werden jetzt mal ganz fest die Daumen gedrueckt,dass das Testergebnis gut ist! LG aus Napoli

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  2. Hallo! Vielleicht ein bisschen zu spät, aber hoffe, dass alles gut ist bei euch! Da wir in der Familie auch Erfahrungen damit gemacht haben, haben wir uns einen CO2 Sensor gekauft, damit die Luft IMMER die beste für das kleine Kind ist. Eventuell auch für euch eine Überlegung wert, wünsche euch alles Gute weiterhin und liebe Grüße!

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    1. Hallo Hilde, wie sagt man so schön - besser spät als nie, also vielen Dank für den Kommentar und den Tipp mit dem Sensor! Glücklicherweise hatte die Schlaflaboruntersuchung ja ergeben, dass die CO2-Werte der Mausbeere vollkommen in Ordnung sind und wenn sie gerade keinen Infekt hat, benötigt sie ja selbst im Schlaf keinen zusätzlichen Sauerstoff mehr. Aber es ist ja immer gut, eine solche Möglichkeit im Hinterkopf zu haben!
      Liebe Grüße,
      Stefanie

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