Freitag, 18. Juli 2014

Mus Racemus Carnivoris

Aaach, die Mama muss mal wieder mit seltsamen Wörtern um sich schmeißen - aber die Erklärung folgt natürlich umgehend ;-) Die Latein-affinen Maubeeren-Fans mögen mich lynchen (zu meiner Rechtfertigung: ich hatte nie Latein und habe mir diese Brocken in den großen Weiten des Internets zusammengeklaubt), aber ich fand die Idee, diesen Titel in Latein (oder "sowas wie Latein") zu wählen einfach cool ;-) Der Titel soll nämlich aussagen, dass die Mausbeere jetzt zur Gattung der Fleischfresser gehört (Mus=Maus, Racemus=Beere, Carnivore=Fleischfresser).
Zur Erinnerung: nachdem die Mausbeere vor einigen Monaten blutige Spuren in der Windel hatte, versuchen wir ja mit Hilfe einer Ernährungsberaterin eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten auszuschließen, die dafür verantwortlich gewesen sein KÖNNTEN. Dazu probieren wir jetzt (angefangen mit Brokkoli) jede Woche ein neues Nahrungsmittel aus und schauen, wie die Beere es verträgt. Und bis jetzt hat sie zum Glück alles vertragen, was die Mama so in ihrer Hexenküche zusammengerührt hat. Vertragen werden mittlerweile Brokkoli, Schlagsahne, Reis, Birne, Rapsöl, Weizengries, Pastinake und seit dieser Woche nun auch Hühnchenfleisch!
Mal abgesehen, dass die Verträglichkeit dieser ganzen Fressalien sehr erfreulich ist, kommt die Ernährung mit vernünftiger Kost der Verdauung der Mausbeere sehr zugute. Als sie nur die übliche Sondenplörre bekommen hat, war der Windelinhalt extrem flüssig und scharf und da die Dame bis zu acht mal täglich etwas in die Windel gesetzt hat, war das arme Popöchen eigentlich dauerhaft wund mit fiesen offenen Stellen. Mit der Nahrungsumstellung ist der Windelinhalt jetzt breiiger geworden und die Beere füllt nur noch zwei bis drei Windeln am Tag (dann aber richtig!!!). Das Ergebnis ist ein makelloser, rosiger Pöter :-) Gleichzeitig haben wir aber auch etwas zur Sanierung der Darmflora gemacht, worauf ich nochmal in einem extra Beitrag berichten werde und was auch zur Regulierung der Verdauung beigetragen haben mag.
Zum Schluss noch ein paar Worte dazu, wie das gute Futter denn ins Kind kommt. Natürlich wird noch der größte Teil der Mahlzeiten sondiert, aber die Beere ist ja bekanntlich auch in der Lage, einen je nach Lust und Laune größeren oder kleineren Anteil davon auf "normalem" Wege zu sich zu nehmen. Die neulich noch heiß geliebte Löffelflasche war irgendwann gar nicht mehr so der Renner und da Beerchen wie verrückt an allem herum genuckelt hat, haben wir mal einen Breisauger ausprobiert, was wieder einige Zeit lang teilweise von beachtlichem Erfolg gekrönt war. Aber auch mit einem normalem Löffel kommt die Dame mittlerweile ganz gut klar, der natürlich - weil am "normalsten" - das Mittel der Wahl wäre. Das Fazit aus allen Versuchen ist eigentlich: Wenn sie Lust hat zu essen, ist das Werkzeug wurscht :-)
Das Ess-Werkzeug ist egal...
...Hauptsache es schmeckt!

Kommentare:

  1. Liebe Mausbeere,
    Ich wollte ja im namen meines wordpress-Profils antworten, aber das wollte irgendwie nicht also:
    Mach weiter so!
    Essen ist toll, und das kriegst du so langsam auch raus. Das ist schön. Hoffentlich kann dir deine Mama noch gaaanz viele verschiedene Gerichte in ihrer Hexenküche brauen.
    LG
    Maulwurfmaedchen.
    http://maulwurfleben.wordpress.com/

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    1. Hallo Maulwurfmädchen,
      vielen Dank für Deinen schönen Kommentar! Wir haben uns auch mal auf Deiner Seite umgesehen - wirklich hoch interessant und toll, was Du alles machst! Bei den Buchtipps für sehbehinderte Kinder ist bestimmt auch was Interessantes für die Mausbeere dabei!
      Liebe Grüße,
      "Mausbeere" Annika mit Mama Stefanie und Papa Oliver

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