Freitag, 8. August 2014

Frauen-(Alb-?)Träume

Welche Frau hat nicht schon einmal davon geträumt? Sündhaft teure, maßangefertigte Schuhe, bei denen man sogar beim Design mitreden darf - und die Krönung: man muss sie noch nicht einmal bezahlen!!! Dieser Traum geht jetzt für die Mausbeere in Erfüllung - wobei sie das Ganze heute wohl eher als Albtraum empfunden hat.
Schon allein der Name der für die Dame ausgewählte Schuh-Kreation klingt nicht gerade traumhaft oder erstrebenswert: "Knöchelübergreifende Unterschenkel-Orthesen mit Orthesen-Schuhen". Aber wir haben es ja nicht anders gewollt und so war heute wieder die nette Orthopädie-Technikerin, die neulich schonmal die Beeren-Füßchen vermessen hatte, da - diesmal um Gipsabdrücke für die oben erwähnten Unterschenkel-Orthesen zu nehmen und noch einige design spezifische Fragen zu klären. Ersteres war für die arme Mausbeere gefühlt schlimmer als Blut abnehmen, Baden und Haare waschen zusammen und die Orthopädie-Technikerin hat beim Beeren-Kind eine erhebliche Anzahl an Sympathiepunkten eingebüßt (da später am Tag noch Physiotherapie ist, bleibt es spannend, wer am Abend zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt wird). Aaaaber, wer schön sein will muss ja bekanntlich leiden und wer schicke Schuhe will wohl ebenso. Hier sind ein paar Fotos der ganzen Prozedur:
Um diese kleinen Käsemauken geht es.
Hey, was machst Du da?
Das gefällt mir aber gar nicht!
So, der erste Fuß ist schon fertig!
Kurze Pause für alle Beteiligten.
Etwas zum Lesen zur Ablenkung gefällig?
DAS HILFT AUCH NICHT!
Und die blöde Mama hilft auch noch...
Fast fertig...
....nur noch ein kleines (GAAANZ SCHRECKLICHES!!!) Fußbad.
Puh, das wäre geschafft! Am Ende wurde Frau dann doch noch etwas durch das Blättern im Schuh-Katalog entschädigt, bevor sie sich dann in ein kleines Erschöpfungs-Nickerchen geflüchtet hat:
Die sollen es sein, Mama!
Oh Mann, bin ich erledigt...

Kommentare:

  1. Orthesenschuhe sind aber keine maßangefertigten Schuhe sondern seriell gefertigt. Was uns übrigens Probleme mit unserer Beihilfestelle einbrachte. Da musste ich dann noch ein Urteil vorlegen, bevor uns die etwa 250 € teuren Schuhe bezahlt wurden (Eigenbehalt 65 €). Die Maßschuhe hätte es dann für über 1.000 € gegeben. Also etwa für den Preis der Orthesen selber.
    Insgesamt ist es ein teures "Vergnügen" und deshalb kann man den Frauentraum von mehreren Paaren auch gleich beerdigen. Mit Glück kriegt man zwei Paar: eins fürs Haus und eins für draußen.

    Liebe Grüße von
    Lotta

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    1. Hallo Lotta,
      stimmt, das war vielleicht blöd ausgedrückt - die Mausbeere bekommt eine Kombination aus maßangefertigten Unterschenkelorthesen und industriell gefertigten Orthesenschuhen, die wir parallel zur Eingips-Aktion ausgesucht haben. Da die Beere die Orthesen und Schuhe aber zusammen tragen wird, ist das ja schon so eine Art (wenn auch nicht komplett) maßangefertigter Schuh ;-) Wie sich der Preis für beides aufschlüsselt wusste ich gar nicht, da wir von der Krankenkasse nur die Kostenbewilligung für alles zusammen bekommen haben.
      Ach ja, ein kleiner Tipp, der vielleicht für andere Leser auch interessant sein könnte: Bei Hilfsmittelverordnungen ist es immer wichtig, dass eine möglichst genaue Beschreibung (am besten sogar das genaue Modell) des verordneten Hilfsmittels aufgeschrieben wird. Dann gibt es für die Krankenkassen weniger Spielraum, nur eine günstigere und daher nicht so gute Alternative zu bewilligen.

      Liebe Grüße,
      Stefanie

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    2. Liebe Stefanie,
      bei uns ist es leider besonders vertrackt, da wir leider (!) privat versichert sind und noch ein Beihilfeanspruch hinzu kommt. Auf dem Rezept stand alles drauf, Hilfsmittelnummer etc. auf der Rechnung: hat nichts geholfen. Die Beihilfestelle meinte, Orthesenschuhe seien, da seriell gefertigt, der "allgemeinen Lebensführung" zuzurechnen. Nach meinem Widerspruch unter Verweis auf ein entsprechendes Urteil hat sie ihre Ansicht dann revidiert und die Kosten bis auf einen Eigenbehalt erstattet: "da seriell gefertigte Orthesenschuhe im Ausnahmefall bei medizinischer Notwendigkeit erstattet werden können". Interessanterweise wurde der Eigenanteil dann hilfsweise hier abgeleitet: "Die Aufwendungen für orthopädische Maßschuhe sind beihilfefähig, soweit sie einen Betrag von 64 € übersteigen." Was im Umkehrschluss bedeutet: Da Maßschuhe beihilfefähig sind, hätte ich keine Probleme gehabt, bei Vorlage eines entsprechenden Rezeptes - das wir bekommen hätten - Schuhe für über 1000 € bezahlt zu bekommen, während ich für die seriell gefertigten 250 €-Schuhe erst kämpfen musste.
      Seid also froh, dass Ihr gesetzlich versichert seid: Es erspart eine Menge Ärger und Nerven!

      Liebe Grüße
      Lotta

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