Mittwoch, 22. April 2015

Beerenstarkes aus der Spielgruppe

Wie die Zeit vergeht! Eigentlich hat die integrative Spielgruppe doch gerade erst mit dem exzessiven Gebrauch von Geisterspucke begonnen und schon sind die 12 Wochen schon wieder um. Gestern fand der letzte Termin des von uns gebuchten "Blockes" statt und ich will mal ein kleines - durchaus gemischtes - Fazit ziehen.
Insgesamt hatten wir uns irgendwie etwas mehr von dieser Gruppe versprochen. Zum einen war die Mausbeere zumeist das einzige Kind mit medizinischen oder entwicklungsbedingten Besonderheiten (das andere "besondere" Kind ist irgendwie nur sehr selten dort aufgetaucht) und so waren wir doch in einer mehr oder weniger "normalen" Spielgruppe ohne wirklichen integrativen Charakter gelandet. Zum anderen kam - trotz der eigentlich recht schönen und abwechslungsreichen Bastel- und Spielangebote - kein wirkliches Gruppengefühl auf. Es wurden zwar zum Beispiel irgendwelche Dinge auf dem Tisch oder besondere Räumlichkeiten wie Snoezel- oder Matschraum bereitgestellt, die jeder nach Lust und Laune benutzen konnte, aber irgendwie dröselten alle mehr oder weniger alleine vor sich hin und es waren nicht wirklich "gemeinschaftliche" Aktionen. Etwas mehr Animation seitens der Gruppenleiterin wäre da teilweise schön gewesen.
Für die Mausbeere persönlich waren insgesamt mehr die in dem Kindergarten vorhandenen Spielsachen und Gerätschaften interessant. Die anderen Kinder haben sie wirklich nicht die Bohne interessiert, was wir als sehr spannende Erfahrung verbuchen. Es scheint tatsächlich so, als wenn sie vom Entwicklungsalter noch gar nicht soweit ist, um sich um derartige "soziale Kontakte" zu kümmern.
Richtig klasse fanden wir allerdings die Räulichkeiten, in denen die Spielgruppe stattfand. Da es sich um einen heilpädagogischen Kindergarten handelt, fanden sich dort neben Unmengen an Spielsachen (natürlich auch therapeutischer Art) auch viele andere tolle Gerätschaften wie zum Beispiel besondere Schaukeln und Stühle, in denen auch Kinder mit Einschränkungen ihren Spaß haben können. Für einen regelmäßigen Kindergartenbesuch kommt die Einrichtung aber für uns aufgrund der Entfernung leider auch nicht in Frage.
Hier sind ein paar Highlights aus den vergangenen Wochen inklusive zweier Andenken, die wir dort selbst gebastelt haben und natürlich auch mit nach Hause nehmen durften:
Zwei beerenstarke Andenken an die Spielgruppe:
Salzteig-Mausbeere und Osterei-Ballon-Erdbeere
Wie oben schon erwähnt, gab es bei jeder Spielstunde ein spezielles Angebot für die Kinder (und auch die begleitenden Eltern). Da einmal ein Termin ausgefallen war, wurden die Themen Salzteig und Snoezelen kombiniert und jeder konnte sich aussuchen, was er gerne machen wollte. Da sich die Mausbeere dafür entschieden hat, im Snoezel-Raum ein kleines Nickerchen zu halten, hatte die Mama Zeit, eine kleine Salzteig-Mausbeere (frei nach Mathilda-Mausbeere) zu gestalten. Im Anschluss war gerade noch Zeit für ein kleines Bälle-Bad:
Snoezel-Schnarch...
Hey, bin wieder wach!
In der Woche vor Ostern lautete das Thema eigentlich "Eier bemalen", allerdings wurde dann auf das Bekleben von Luftballons mit Transparentpapier umdisponiert - also quasi das Gestalten von bunten Riesen-Ostereiern. Dabei durfte die Mausbeere in einem vorhandenen Therapiestuhl platznehmen (also einem Leih-Thron, der eigentlich einem kleinen Jungen gehört, der wohl ungefähr die gleiche Größe wie die Mausbeere hat) und hat sich ganz interessiert angesehen, was die Mama da mit dem Ballon veranstaltet hat. Natürlich kann bei uns zwangsläufig nur irgendwas mit Beeren rauskommen und kein schnödes, buntes Osterei:
Mama, da musst Du nochwas hinkleben!
Viel spannender fand die Mausbeerenkönigin allerdings die riesige Schaukel, die an dem Tag an der Decke aufgehängt war, und in der sie ganz entspannt herumrollen konnte, während ihre Untertanen kräftig Anschwung gegeben haben:
Eine Kingsize-Schaukel für die Mausbeerenkönigin.
Trotz eindeutiger Bemühungen, die Schaukel in den royalen Besitz zu sabbern, ist sie übrigens im Fundus des Kindergartens verblieben:
Ja, wer nagt denn da?
Ach - wer sollte es auch sonst sein?
Überrascht hat uns das Beeren-Kind übrigens beim Herummatschen mit essbaren Dingen. Sie hat doch tatsächlich - zumindest für ihre Verhältnisse - beherzt mit der Hand in Apfelmus, Schokopudding und Sahne gepatscht und die beschmierte Hand ist tatsächlich mal kurz zum Mund gewandert. Allerdings ist sie dann kurze Zeit später doch zu dem Schluss gekommen, dass sich ein solches Verhalten für ihro Durchlauchtigkeit nicht geziemt - eine Mausbeerenkönigin hat ja schließlich ihre Leute, die sich für sie die Finger schmutzig machen:
Jaaahhh guuuut, gibt Schlimmeres...
...aber soll sich doch lieber Oma die Finger dreckig machen!
Der Termin gestern fand dann bei herrlichstem Wetter draußen statt. Zum Abschluss gab es Kaffee, Tee und sehr leckere, von den Kindergartenkindern selbst gebackene Muffins. Die Kinder konnten nach Herzenslust mit der Wasserpumpe, im Sandkasten und mit den anderen Spielgeräten spielen. Ein paar Sachen waren auch für die Mausbeere dabei, wie zum Beispiel eine richtig geniale und stabile Hängematte, die Rutsche (natürlich mit Mama) und eine eigens für sie aufgehängte Schaukel:
Wenn das keine robuste Hängematte ist.
Jetzt ein gepflegtes Sonnenbad - herrlich!!!
So Du Schaukel, dann zeig mal, was Du drauf hast.
Yeah, genau meine Kragenweite!!!

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