Sonntag, 24. April 2016

Auswärtssieg

Gestern sind wir bei unseren Freunden zu Gast gewesen, um die Geschichte von unserer ganz und gar einzigartigen Risiko-Welt weiter zu erzählen. Dass wir uns dabei – rein spieletechnisch – nicht als wirklich nette Gäste erwiesen haben, war uns dann doch ein bisschen unangenehm, allerdings nur ein GANZ, GANZ, klein bisschen ;-)

Und dabei hatten unsere Freunde auch noch alles so perfekt vorbereitet, um uns einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen. Für das Beerchen war ein wunderbares Nestchen aus einem schönen Kissen und einer "My Little Pony"-Decke auf dem Wohnzimmerboden geschaffen worden, in dem sie sich sichtlich wohlgefühlt hat. Apropos "My Little Pony": Da unsere Freundin ein echter Hardcore-Fan (Brony) ist, standen auf jedem freien Fleck der Wohnung bunte Ponys aller Größen herum, manchmal ist das Leben halt doch ein Ponyhof! Ein Elternteil der Mausbeere (nicht der Papa) hat daran aber auch festgestellt, wie alt man dann doch schon geworden ist: Während besagte Person (nicht der Papa!) in der Kindheit mit den Plastikpferden der sogenannten 1. Generation gespielt hat, ist mittlerweile die doch stark veränderte 4. Generation aktuell. Tja, man wird nicht jünger ;-)

Für die Großen gab es zum Essen ein extrem leckeres Tofu-Sandwich, für das Beerchen hatte unsere Freundin extra Lollys besorgt, da sie von den letzten Erfahrungen mit den Lutschern im Blog gelesen hatte. Die junge Dame hat sich auch wirklich einen Lutscher geben lassen, und dann auch für ziemlich lange Zeit selbst im Mund behalten, es scheint sichtlich geschmeckt zu haben:
Ein regenbogenbuntes Plätzchen für die Beere, …
…und einen zuckersüßen Beeren-Lolli noch dazu.
Gespielt wurde dann natürlich auch noch, und diesmal war es endlich soweit, gleich zwei der versiegelten Umschläge im Spielekarton durften geöffnet werden, und neues Spielmaterial wurde zu den bestehenden Materialien hinzugefügt. Der Grund für den ersten Umschlag war ein für die Mausbeerenmama sehr erfreulicher, denn sie hatte es geschafft als erster Spieler ein zweites Mal zu gewinnen, noch – trotz schlechterer Startvoraussetzungen – vor allen anwesenden Herren der Runde. Der zweite Umschlag war von der erfüllten Bedingung her unspektakulärer, enthielt aber im Vergleich sogar den etwas spannenderen Inhalt, der so einige Modalitäten im Spielaufbau der kommenden Partien gehörig interessanter gestalten dürfte. Was genau sich verändert hat möchte ich natürlich an dieser Stelle nicht verraten, denn es kann ja sein dass doch jemand noch in den Genuss dieses Spiels kommen wird, und dem wollen wir ja die Überraschung nicht verderben.
Die Welt verändert sich.
Dem Glückbringer sei Dank!
Der Papa darf, unverschuldet, auch mal was öffnen.
Sogar das Regelheft hat sich verändert, in den Zusatzpäckchen gibt es immer kleine Stickerbögen, deren Aufkleber in das Regelheft geklebt werden, und dabei entweder neue Regeln hinzufügen, oder, wie geschehen, bestehende Regeln gegen neue ausgetauscht werden.
Und ab mit dem Aufkleber auf seinen neuen Platz…
Während die Mama "ihren" Umschlag öffnen durfte und die neuen Regeln vorgelesen wurden, hatte die Beere es sich auf dem Schoß von Jenny bequem gemacht. Die folgenden Fotos zeigen wie wohl sie sich da gefühlt hat:
Schuhe befummeln ist ja schön, …
…aber noch lieber spiele ich das Hand-hoch-Spiel mit Jenny!
Und es waren genau diese Regeländerungen, die mir dann doch in der vierten Partie den lange ersehnten ersten Triumph beschert haben. Zum einen konnte ich eine neue strategische Option ausschöpfen, allerdings muss fairerweise bemerkt werden, dass ich auch von einem neu hinzugekommenen Zufallselement des Spiels sehr begünstigt wurde, andernfalls hätte wohl Feldmarschall Benny seine ungebremste Expansion fortsetzen können. Hätte, hätte, Fahhradkette… ;-)

Das Beerchen hat zum Zeitpunkt des väterlichen Siegestanzes (der nicht nur wegen der Smoothie-Reste an der Nasenspitze etwas befremdlich gewirkt haben soll) allerdings schon tief und fest in ihrem Pony-Nestchen geschlafen:
Ob da jemand von Ponys träumt?
Sie hat sich dann auch tief und fest schlafend ins Auto transferieren lassen, und selbst beim Hochtragen in die Wohnung, Wickeln und ins Bett legen ist sie nur einmal für ein paar Minuten aufgewacht und hat fest bis heute morgen durchgepennt. Da beim aktuellen Blogbeitrag die Diskussion in den Kommentaren in diese Richtung gingen: Nein, frische Luft und Zoobesuche sind nicht zwingend Voraussetzungen für einen tiefen Schlaf, manchmal reichen schon viele bunte Eindrücke von Ponys um ein Beerchen erschöpft in den Schlaf sinken zu lassen.

Kommentare:

  1. Schön, dass ihr bzw. die Beere etwas gefunden habt, das ihr mundet. :D
    Ich hoffe auf noch viele tolle Lollis, die die Beere einfach so verspeist.

    Im übrigen... Gewinnen muss einem nun wirklich nicht leid tun. Wobei ich schon überlegen würde, ob ich mir immer nur Gewinner einlade. *grins* Schließlich möchte man selber ja auch mal gewinnen.

    Ach... Und Frauen an die Macht! Ich wünsch der Beerenmama noch ganz viele Siege.

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    1. Hi Schnuffelsocke!

      Das mit dem Lolli hat uns selbst ziemlich überrascht. Ob das aber reproduzierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt, dafür kennen wir das Beerchen einfach zu gut.

      Und zum Gewinnen: Ich denke man kann immer noch ganz gut mit uns spielen, an diesem Abend hatten wir zum Teil, wie beschrieben, einfach nur das Glück auf unserer Seite. Dass die Mama allerdings noch ganz viele Siege einfahren wird, wage ich an dieser Stelle einfach mal stark zu bezweifeln ;-) Dieses Spiel hat auch die Tendenz in gewisser Weise selbstregulierend zu sein, wer schon in der Vergangenheit (mehrfach) gewonnen hat wird in aktuellen Partien mit Sicherheit etwas aggressiver angegangen, notfalls sogar mit stillschweigenden Allianzen zwischen den anderen Spielern. Ich bin gespannt, welche Lehren jeder so aus den zwei letzten Partien gezogen hat, und wie sich die nächsten Runden entwickeln werden.

      Liebe Grüße!

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