Freitag, 22. August 2014

Hannover mal anders

Wenn wir aus irgend einem Grund nach Hannover müssen - und Gründe dafür gibt es ja immer reichlich - fällt eigentlich in schöner Regelmäßigkeit der Satz "Ach, wenn wir mal wieder hier sind, müssen wir uns unbedingt mal (setze beliebige Sehenswürdigkeit hier ein) ansehen!" Leider verbleibt dies in ebenso schöner Regelmäßigkeit, da wir meistens mehrere Termine auf einen Tag legen und dann höchstens noch etwas Zeit für einen kleinen Shopping-Bummel bleibt. Außerdem versuchen wir immer, aufgrund der weiten Anreise inkl. Staugefahr, die Termine nicht so gaaaaaanz früh zu legen.
Für heute stand nun der erste Kontrolltermin nach dem Nasenröhrchen-Wechsel an und als ich diesen seinerzeit gemacht habe, habe ich billigend eine für unsere Verhältnisse frühe Uhrzeit in Kauf genommen. Glücklicherweise hat sich auch kein anderer Termin dazugesellt - was für eine Gelegenheit!
Also haben wir uns heute praktisch noch vor dem Aufstehen aus dem Bett geschält, wodurch wir übrigens durch diesen grandiosen Sonnenaufgang entschädigt wurden, den wir ja bei unseren normalen Schlaf- und Aufstehgewohnheiten sicher nicht zu Gesicht bekommen hätten:
Morgenstund hat Gold im Mund.
Die Untersuchung in der HNO-Ambulanz war dann übrigens höchst schrecklich, da das Beeren-Näschen immer etwas berührungsempfindlich ist. Trotzdem musste der Arzt darin ja mal nach dem Rechten sehen und war dann auch ganz zufrieden. Die Röhrchen sitzen noch super und sollen insgesamt ein halbes Jahr liegen bleiben, bevor das nächste Mal eine Kontrolle unter Narkose erfolgen soll. Wir haben jetzt einen Termin im November bekommen, bei dem dann die nächste Narkoseuntersuchung geplant werden soll.
Puh - geschafft! Danach konnten wir dann endlich zum gemütlichen Teil übergehen, wobei der Mausbeere ihre neue Fähigkeit zugute kam, mit dem Mund etwas festhalten zu können, um die Hände frei zu haben:
Ui, gleichzeitig Eisbär knabbern und Spritzi wedeln!
Als Ausflugsziel hatten wir die Herrenhäuser Gärten auserkoren, die wir immer aus der Stadtbahn vom Park-and-Ride-Parkplatz in die Stadt flüchtig gesehen hatten. Genauer gesagt, sieht man im Vorbeifahren eher die umgebenden Parkanlagen (für sich genommen schon sehr beeindruckend), denn um das Schloss und die eigentlichen Gartenanlagen zu sehen, muss man schon Eintritt bezahlen. Wir haben uns also erstmal die äußeren Gebäude angesehen, wie zum Beispiel die Orangerie, vor der eine riesige Auswahl an exotischen Pflanzen stand:
Fast schon mediterran - wenn nur der Himmel anders aussähe...
Ich bitte meine Tochter vielmals um Entschuldigung, aber sie musste mal wieder für ein kleines Scherzfoto herhalten. Wir nennen das Zöpfchen, das sie zur Zeit meistens auf dem Kopf hat, gerne "Palme". Obwohl die Palme heute nicht so richtig palmig geraten war, konnte ich mir dieses Foto nicht verkneifen:
Wie WITZIG...
So klein ist die Zwergpalme gar nicht.
Da das Wetter nicht unbedingt zum Flanieren durch einen royalen Garten einlud, haben wir uns entschlossen, erstmal das Sea Life, das sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, anzusehen. Leider dürfen Fotos von dort nicht veröffentlicht werden, also müssen Beeren-Fans leider draußen bleiben:
Von außen schon ganz nett!
Durch das recht junge Alter der Mausbeere, unseren Behindertenausweis und das etwas fortgeschrittenere Alter von Oma Anne (das mag falsch rüberkommen, soooo alt ist Oma Anne nicht, aber für den Seniorenrabatt hat es gereicht ;-) ), sind wir für wirklich günstiges Geld in das Aquarium gekommen.
Bei der Mausbeere hat sich dann allerdings bei der ersten größeren Attraktion - einem Becken mit faszinierenden Rochen - das frühe Aufstehen gerächt und sie ist erstmal gepflegt eingepennt. Aufgewacht ist sie erst wieder, als wir schon fast den kompletten Rundweg durch die wunderschönen Meeres- und Dschungel-Welten hinter uns gebracht hatten und sie hat dadurch so richtig was verpasst. Mama und Oma waren jedenfalls absolut begeistert von den Seepferdchen, Fischen, Korallen, Haien etc., die es zu bestaunen gab!
Als kleine Entschädigung gab es dann aber für die Beere einen schönen Plüsch-Rochen, den sie erstmal höchst konzentriert untersucht und gemustert hat. Damit der flauschige Meeres-Bewohner nicht in den Spielzeug- und Plüschtierbergen der Mausbeere untergeht, bleibt der übrigens bei Oma Anne und es gibt in NUR dort zum Spielen!
Ah, Rochi - Du bist aber flauschig!
Mama, was ist das?
Nach so viel Fisch gab es zur Stärkung erstmal eine anständige Wurst mit einer Brezel! Da das Wetter mittlerweile noch ungemütlicher war und auch dicke, graue Wolken im Anmarsch waren, haben wir auf eine weitere Besichtigung der Gartenanlagen verzichtet und haben die Heimreise angetreten.
Esst Ihr mal Wurst, ich bleib beim Rochen!
Ach, wenn wir mal wieder in Hannover sind, müssen wir uns unbedingt nochmal die Herrenhäuser Gärten ansehen!

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