Sonntag, 28. September 2014

…Publikum spielen aber ebenso!

Hier folgt also nun die Beschreibung der Ereignisse aus der Papa-Perspektive rund um den Schlaflabor-Aufenthalt, die im vorherigen Beitrag "Schlafen macht müde…" aus der Mama-Perspektive begonnen wurde.

Als die beiden Damen also am Morgen nach dem MHH-One-Night-Stand wieder zu Hause erschienen sind, habe ich mich direkt auf mein Fahrrad gesetzt und bin erst einmal geflüchtet. Bevor aber die ersten besorgten Leser um den Haussegen im Mausbeeren-Haushalt fürchten, kann ich beruhigend versichern: Das war von vornherein so geplant. Ich war, wie schon einst die Blues Brothers, sozusagen "im Auftrag des Herrn" unterwegs. Das Ziel war ein Schulzentrum in einem Randbezirk von Salzuflen, an dem die beiden CVJM-Ortsgruppen Schötmar/Werl-Aspe und Lockhausen einmal jährlich ihre Sponsi-Rallye veranstalten. Eine Sponsoren-Rallye funktioniert nach dem Prinzip dass Teilnehmer im Dienste einer guten Sache sportlich aktiv werden, und ihre persönlichen im Vorfeld selbst organisierten Sponsoren, z.B. für jeden zurückgelegten Kilometer einen vorher festgelegten Betrag spenden. Eigentlich wollten ich und die radelnde Mausbeeren-Oma Rita uns gegenseitig sponsern, da die Oma aber anderweitig beschäftigt war, habe ich mich mal im Dienste der Charity selbst gesponsert. Das erradelte Geld geht übrigens in die Stelle des Jugendreferenten der beiden Gruppen, und auch wenn ich sonst keine weitere Verbindung mit dem ganzen Verein pflege (aber als Atheist trotzdem vollkommen tolerant dem gegenüber bin), fand ich die Idee ganz charmant meinem Hobby zu frönen und nebenbei ein bisschen Gutes zu tun. Für mich war es die zweite Teilnahme, vor zwei Jahren hatte ich bereits einmal mitgemacht, im letzten Jahr war der genaue Termin aber irgendwie nicht in Erfahrung zu bringen.

Vor dem Losfahren wurde übrigens gesungen, ein Lied, das, ziehe ich einmal für mich persönlich das religiöse ab, immer noch sehr berührend ist, wenn man die Mausbeere dabei im Sinne hat:
Nach dem Startschuss und einer laaaangsamen Einführungsrunde ging es dann mit Beginn der zweiten Runde immer wieder flott die 800 Meter rund um das Schulzentrum herum. Nach etwa der Hälfte der 90 Minuten sind meine beiden Damen nach einem kurzen Intensiv-Ratzpenn zuhause dann im Publikum erschienen, auch wenn sie sich an einer Stelle platziert hatten an der ich sie nicht wahrgenommen habe, weil ich meine Aufmerksamkeit stets auf eine etwas schwierige Kurve lenken musste (dass sie aber überhaupt da waren, hatte ich vorher an einer anderen Stelle bemerkt).
Wer kommt den da so dynamisch um die Ecke…?
Genau, der rote Kugelblitz!
Abseits der Strecke, so berichtete zumindest die Mama anschließend, hatte das Beerchen eine wunderbare Laune, und da ich ja nur einmal etwa alle 100 Sekunden vorbeigekommen bin, musste halt intensiv der Karren-Balli mit dem Eisbären befummelt werden. Das zweite Bild ist übrigens nach dem Rennen entstanden, als ich mich erdreistete das Kinderkarren-Verdeck nach hinten wegklappen zu wollen. Die junge Dame fand das Nicht-Loslassen irgendwie extrem witzig und hatte einen ziemlichen Lachanfall.
Ah Balli, Du fährst nicht weg!
Ich… werde… NICHT… loslassen…, Hihihihi!
Als das Rennen beendet war, war endlich Zeit ein bisschen Beeren-Knuddeln zu betreiben und über die Schlaflabor-Untersuchung Bericht erstattet zu bekommen.
Mein Held!
Die letztendlich als 44 km gewerteten 54 Runden (Tagesbestmarke) haben dem CVJM dann schöne 55€ beschert, und jeder Teilnehmer konnte sich (neben einer kostenlosen Bratwurst im Brötchen) einen Preis von einem Gabentisch aussuchen. Ich habe eine schöne Multi-Textmarker-Blume gefunden, die, ordentlich und sicher verklebt, ein schönes Beeren-Spielzeug werden wird.
Papas Preis gehört jetzt - na ratet mal - mir!
Auf dem Rückweg zum Auto ist die junge Dame dann aber spontan, und da schließt sich der Kreis zu den Titeln beider Beiträge, in den Schlaf der Gerechten gefallen, unter Beobachtung schlafen und Publikum spielen macht halt doch verdammt müde.
Zzzzzzzzzzz…

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