Montag, 20. Oktober 2014

Objektpermanenz

Unter dem etwas seltsam anmutenden Wort "Objektpermanenz" versteht man eine (eigentlich gar nicht mehr ganz so) neue errungene Fähigkeit der Mausbeere. Unsere Dame von der Sehfrühförderung hat diesen Begriff neulich mal in den Raum geworfen und er bedeutet schlicht und einfach, dass sich Kinder auch Gegenständen, die sich nicht (mehr) im direkten Blickfeld befinden, bewusst bleiben.
Die Mausbeere zeigt eigentlich schon seit längerer Zeit die Fähigkeit, nach bestimmten Dingen zu suchen, wenn sie zum Beispiel heruntergefallen sind und neulich hat sie tatsächlich hinter ihren Mecki gegriffen, um sich die heißgeliebte grüne Hand zu angeln, die von ihrer Position definitiv nicht zu sehen war.
Mittlerweile hat das Beerchen noch eine Schippe draufgelegt, denn sie weiß mittlerweile auch ganz genau, dass sich bestimmte hochinteressante Gegenstände an speziellen Orten befinden. Zum Beispiel gehört zu einer Fahrt in ihrer Karre ein gepflegtes Beknabbern von Karrenballi und dem sich darin befindlichen Eisbären (oder kurz "Bärli-Balli") dazu, die am Verdeck der Karre befestigt sind. Dabei ist es mittlerweile fast ein Ding der Unmöglichkeit, das Kind bei zurückgeklapptem Verdeck in die Karre zu setzen und anzuschnallen. Kaum wird sich die Dame der Karre gewahr, wird umgehend nach ihrem Karren-Unterhaltungsprogramm gesucht, wobei das Kind die unmöglichsten Verrenkungen macht, um das Objekt ihrer Begierde zu erreichen.
Am Wochenende hatten wir auf der Terrasse noch etwas die Sonne genossen und dazu hatte ich das Beeren-Kind in ihrer Karre geparkt. Um anderweitig mit ihr zu spielen, habe ich mich erdreistet, das Verdeck nach hinten zu klappen und ihr somit Bärli-Balli zu entziehen. Danach ist dann das folgende Video entstanden - eine Mausbeere lässt sich halt nicht so leicht etwas vormachen und die Mama konnte ihre anderweitigen Spielideen gepflegt auf Eis(bärli) legen:

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