Freitag, 5. Dezember 2014

Festmahl bei den Blutsaugern

Dass eine Begegnung mit gewissen Blutsaugern noch erhebliche Nachwirkungen haben kann, hat die arme Mausbeere in den letzten Wochen ja in Form eines dicken, roten Bäckchens inklusive Krankenhausaufenthalt leidvoll zu spüren bekommen.
Allerdings kann es durchaus auch positive Folgen nach sich ziehen, wenn man sich mit der Blut saugenden Fraktion einlässt, so wie für den Papa auf die letzte "Nacht der Vampire" eine sehr angenehme Überraschung gefolgt ist. Die Blutspende, die er an diesem Abend geleistet hat, war nämlich zufällig seine 25. und das Deutsche Rote Kreuz ehrt eine solche Jubiläumsspende im Rahmen einer Feier für alle fleißigen Spender, die dann gestern stattfand.
Also haben wir uns am Abend in der Blutspendestation eingefunden - der Papa hat darauf bestanden, seine Damen zu diesem feierlichen Anlass mitzunehmen - und wurden dort gleich per Handschlag vom Bad Salzufler Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf und einigen Mitarbeitern der Blutspendestation begrüßt. Der Bürgermeister war aber anscheinend nicht der einzige prominente Gast der Veranstaltung, denn schon auf dem Weg in den zweiten Stock, wo die Ehrung stattfand, rief uns eine nette Dame hinterher: "Das ist ja Annika, geht es Ihnen allen gut?" Und eine andere Dame rief plötzlich (im Beisein des Bürgermeisters): "Ach, ist das nicht das Kürbis-Baby?" Na wenn das mal keine tolle Begrüßung war :-)
Dann startete die Feier mit einem hochinteressanten Vortrag darüber, was mit dem gespendeten Blut denn überhaupt passiert. Besonders beeindruckt hat mich nachträglich, wie wenig Leute doch insgesamt Blut spenden - nämlich nur 3-7% der gesamten Bevölkerung. Wenn man bedenkt, dass aber eigentlich jeder, der aus irgendeinem Grund einmal Blut benötigt, dieses auch haben möchte, gerät man schon ins Grübeln und so möchte ich an dieser Stelle jedem ans Herz legen, mal über eine Blutspende nachzudenken. Auch die Mausbeere hat im Rahmen ihrer fiesen Darm-Entzündung im letzten Jahr zwei Blutkonserven benötigt und wir möchten nicht wissen, was passiert wäre, wenn diese nicht zur Verfügung gestanden hätten.
Im Anschluss an den Vortrag hat der - übrigens sehr sympatische - Bürgermeister höchstpersönlich goldene Ehrennadeln und Geschenke an die treuen Blutspender vergeben.
Ehre wem Ehre gebührt!
Ein sehr schönes Schmuckstück!
Da der Papa fand, dass ein Schmuckstück wie die Ehrennadel an einer Dame besser zur Geltung kommt, hat er sie ganz schnell der Mausbeere an ihr Pullöverchen geheftet.
Mein Held!
Anschließend gab es noch ein leckeres Abendessen und danach haben wir wieder die Heimreise angetreten. Der absolute Höhepunkt des Tages sollte für den Papa aber noch kommen, denn das Geschenk, dass es für die 25. Blutspende gab, war für ihn noch viel besser als Ehrennadel und Bürgermeistertreffen zusammen, ja fast schon, als wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag gefallen wären! Es war auch schon irgendwie gruselig, dass die Blutsauger genau Papas Geschmack getroffen haben - vielleicht konnten bei der letzten Spende aber auch einfach Spuren von Fahrradöl in Papas Blut gefunden werden. Für den passionierten Radfahrer gab es nämlich ein Fahrrad-Reparaturset mit absolut genialem Multifunktioswerkzeug - wenn das keine passende Belohnung ist, weiß ich es auch nicht!
Beeren-Test: Bestanden!

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