Sonntag, 21. Februar 2016

In weiser Voraussicht

Manchmal geht es schneller, als man das Wort "Hühnersuppe" aussprechen kann und man hat den akuten Anwendungsfall an der Backe. Am Mittwoch schrieb der Papa noch, dass in der nächsten Biokiste ein Suppenhuhn mitgeliefert werden sollte und am Donnerstag machte sich eine Erkältung bei der Mausbeere breit. Obwohl die junge Dame mal wieder so richtig verrotzt ist, amtliche Hustenanfälle hat und gelegentlich etwas Sauerstoff benötigt, ist sie bei Weitem nicht so lahmgelegt wie bei dem fiesen Infekt zum Jahresbeginn. Im Gegenteil, Energie- und Gute-Laune-Level sind zumeist im oberen Bereich angesiedelt, sobald am Morgen die gröbsten Schleimmonster abgehustet sind:
Guten Morgen! Gehts Euch auch gut?
Wie gut also, dass Oma jetzt am Wochenende wieder ihre gute Hühnersuppe gekocht hat, die ja sehr gut bei Erkältung sein soll. Diese kommt im übrigen auch den Großen doppelt zugute, denn auch bei Mama und Oma kratzte es in den letzten Tagen im Hals.
Omas gute Hühnersuppe für die Großen...
...und eine Beeren-Portion, die...
..."Hex, hex" mit dem Zauberstab...
...Beeren-tauglich gemacht wird.
Den Großteil ihrer Portion bekam die Mausbeere natürlich sondiert, aber natürlich durfte sie auch ein paar Löffelchen probieren. Die Begeisterung der jungen Dame hielt sich allerdings in Grenzen, was auch am erkältungsbedingt etwas gereizten Rachenraum gelegen haben mag, denn an sich schmeckt das Süppchen wirklich köstlich!
Neben der am Wochenende verzehrten Suppe, haben wir noch etliche Portionen von der reichhaltigen Brühe, die durch mehrstündiges Kochen des kompletten Huhnes mit viel Gemüse entstanden ist und so gut gegen Schleimmonster ist, eingefroren.

Ansonsten haben wir es uns an diesem Wochenende so richtig gemütlich gemacht. Die Mausbeere ist zur Zeit auch wirklich am besten auf irgendeinem Schoß aufgehoben, da man dort auf Hustenanfälle am besten reagieren kann. Und wenn man so gemütlich zusammen abhängt, liegt es ja nahe mal zu einem guten Buch zu greifen. Die Mausbeere ist ja bekanntlich schon seit frühesten Tagen eine richtige Leseratte und hat schon etliche Bücher im wahrsten Sinne des Wortes "verschlungen", denn nach kurzzeitig interessiertem Blättern, wanderte das Druckwerk dann doch meistens in der Beeren-Schnute.
Ganz anders verhielt sich das allerdings bei unserer letzten Lese-Session, bei der wir uns mal wieder das schöne Tier-Fühlbuch (von Ravensburger, ISBN: 978-3-473-43299-8) vorgenommen haben. Die Mausbeere hat sage und schreibe eine Dreiviertelstunde (!!! - soviel Geduld und Ausdauer beim Lesen würde auch so manchem Erwachsenen gut zu Gesicht stehen!) höchst konzentriert in dem Buch herumgeblättert, ohne den Drang zu verspüren, hineinbeißen zu wollen. Dabei hat sie ausgiebig die schönen bunten Bilder betrachtet und die Fühlelemente auf den einzelnen Seiten wie dafür vorgesehen betastet, bekratzt oder sonstwie bearbeitet. Diese neue Art der Aufmerksamkeit beobachten wir schon seit einigen Wochen und freuen uns mal wieder enorm über diesen tollen Fortschritt!
Komm her Mama, wir lesen was!
Das ist wirklich Weltliteratur...
...mit richtig vielen Action-Elementen...
...und trotzdem klarer Struktur.

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