Donnerstag, 9. Juni 2016

Sauer macht lustig

Heute stellen wir mal das aktuellste Knabberpost-Bild an den Anfang des Beitrages, denn die Mausbeere hat den Spruch auf der Karte dermaßen passend in Szene gesetzt, dass das Foto niemandem durch die Lappen gehen sollte. Die Postkarte wurde übrigens von Monika aus Hamburg verschickt, wo sie das sehr empfehlenswerte Musical "Aladdin" erleben durfte:
Komm her Welt, lass uns lachen!!!
Nun aber zum eigentlichen Thema - es ist wirklich faszinierend, weniger als zwei Wochen nach dem Gaumenspaltverschluss war im Mundraum der Mausbeere schon fast nichts mehr von den OP-Wunden zu sehen. Selbst über dem offenen Entlastungsschnitt hatte sich schon komplett neue Haut gebildet und auch die Spalt-Narbe selbst war nur noch durch ein paar hauchdünne und noch nicht ganz aufgelöste Fäden zu erkennen. Unglaublich, wie schnell sich die Haut im Mundraum regeneriert!
Die Mausbeere scheint auch wieder ein besseres Gefühl im Mund zu haben und der anfangs oft auftretende Würgereiz ist zwei Wochen nach der Operation komplett verschwunden. Aus diesem Grund (und - jaaaaa, wir geben es zu - auch etwas aus Neugier), haben wir jetzt damit begonnen, dem Beerchen immer mal etwas zu Essen oder zu Trinken anzubieten.
Was, das soll lecker sein?
Die allererste Köstlichkeit, die ihren Weg in den nun Gaumenspalt-losen Mund der Dame gewandert ist, war ein leckerer, vom Papa selbst gemachter Erdbeerquark. Die Begeisterung der kleinen Diva hielt sich allerdings in Grenzen, ebenso wie bei den weiteren Versuchen, ihr etwas Brei mit dem Löffel zu verabreichen. Allerdings machte sie immer mal wieder ein paar sehr interessante Kaubewegungen, die wir so vorher noch nicht beobachtet hatten.
Schon mehr nach ihrem Geschmack war dagegen etwas Milch aus der Nuckelflasche. Es war zwar am Ende nicht besonders viel aus der Flasche verschwunden und etliches davon war irgendwo im Gesicht oder der Kleidung gelandet, aber die Beere hatte wenigstens ihren Spaß:
Hab zwar keine Ahnung, wozu das gut ist, aber es ist lustig!
Insgesamt bemerken wir zur Zeit in puncto Nahrungsaufnahme so gut wie keinen Unterschied zu der Zeit vor dem Gaumenspaltverschluss, Motivation und am Ende verzehrte Menge sind im Prinzip gleich geblieben. Trotzdem werden wir jetzt natürlich verstärkt am Ball bleiben, denn die Mausbeere hat natürlich jetzt wesentlich bessere Grundvoraussetzungen, das essen und trinken zu lernen und dass es weiter Weg sein wird, die Gewohnheiten von über vier Jahren zu verändern, versteht sich ja von selbst.

Das folgende Video ist schon vor dem Gaumenspaltverschluss entstanden (mit Fruchtsäure sind wir zur Zeit doch noch etwas vorsichtig), als die Mausbeere beim Frühstück mal etwas Saft von Mamas Grapefruit probieren durfte. Besonders im hinteren Teil des Videos spricht der Gesichtsausdruck der jungen Dame wirklich Bände, wie ihr das Zeug gefallen hat. Trotz entzückendstem Schnute verziehens, streckte sie aber immer wieder das Händchen aus und hat mehr von dem bitter-sauren Saft geordert - aus diesem Kind soll noch jemand schlau werden:




Kommentare:

  1. Erinnert mich irgendwie an die erste Begegnung meiner kleinen Schwester mit einer sauren Gurke. Sie hat ihr Gesicht total verzogen (ui, sauer), aber als ihr die Gurke weggenommen wurde, gab´s ein riesen Gebrüll... So wollte die das nämlich auch nicht. *lach*
    Denke das liegt daran, das es eifnach ein ungewohnte Geschmack ist.
    Aber die Mausbeere ist einfach zuuuu goldig. :D

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    1. Also ich muss auch jedes Mal wieder lachen, wenn ich mir das Video ansehe :-D Ich vermute mal auch, dass die Kleinen das neue Gefühl im Mund einfach interessant finden. Momentan mag sie übrigens gerne eine Löffelspitze Ei mit Maggi, die Dame hat Geschmack ;-)

      Liebe Grüße,
      Steffi, Olli und "Mausbeere" Annika

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