Montag, 14. September 2015

Hast Du Töne?

Ein Montagmorgen im Spätsommer, der schon richtig herbstlich ist und an dem es wie aus Eimern gießt, hat ja eigentlich recht wenig Potential, zu einem Lieblingstag erklärt zu werden. Wenn man an einem solchen Wochenstart allerdings eine Mausbeere zur Seite hat, sieht die Sache schon ganz anders aus. Die junge Dame liefert heute gute Neuigkeiten am Laufmeter, die wir natürlich mit allen interessierten Beeren-Fans teilen möchten :-)

Die erste gute Nachricht ist, dass die Beere den blöden Harnwegsinfekt nun anscheinend endgültig überstanden hat und heute zum ersten Mal wieder mit normaler Betriebstemperatur aufgewacht ist. Gestern hatte sie zwar kein Fieber mehr, allerdings immer noch gelegentlich erhöhte Temperatur und zudem musste sie noch mit ein paar Nebenwirkungen des Antibiotikums kämpfen.

Die nächste Neuigkeit hat uns förmlich aus den Socken gehauen, denn zum ersten Mal seit gut zweieinhalb Monaten Sendepause kann unser Töchterchen die Titelfrage theoretisch wieder mit einem lautstarken "Ja!" beantworten!!! Nachdem sie in den letzten Tagen schon mit der feuchten Nase immer mal wieder recht eindeutige Töne produziert hat (zum Beispiel, wenn sie sich über irgendetwas aufgeregt hat), haben wir uns heute endlich getraut, mal das Sprechventil wieder einmal auszuprobieren - und es hat funktioniert!!!!!! In Köln hatte man uns ja erst nach zwei bis drei Monaten zu einem neuen Versuch geraten, da man vorher wohl gar nicht mit einem Erfolg gerechnet hatte, aber die Mausbeere hat ja bekanntlich immer ihre eigenen Regeln...
Ich freu mich und jeder kann es hören!!!
Anfangs war die Atmung zwar noch etwas gequält und das Stimmchen sehr heiser, aber da die Mausbeere sich trotzdem offensichtlich wohlgefühlt und sogar zeitweise gegrinst hat, haben wir es einfach mal draufgelassen. In den folgenden Stunden klappte es dann immer besser und neben dem altbekannten Quassel-Repertoire hat sie des öfteren beachtliche Mengen an Schleim abhusten können. Es ist ja ein weiterer Vorteil des Sprechventils, dass genügend Druck zum vernünftigen Husten aufgebaut werden kann, was ja sehr wichtig zur Reinigung der Atemwege ist.
Mit diesen beiden Nachrichten ist dieser trübe Tag zumindest für mich als absolut stolze Mausbeeren-Mama der beste Wochenstart seit langem!

Samstag, 12. September 2015

Energieschwankungen

Nachdem wir am Donnerstag ja einen schönen und ausgiebigen Stadtbummel gemacht hatten, bei dem die Mausbeere sich immer wieder fleißig ihrer Socke entledigt hatte, ging es ihr am Freitagmorgen leider gar nicht gut. Sie hatte Fieber und es ging ihr insgesamt sichtlich nicht besonders gut. Also haben wir schnell den eigentlich geplanten Physiotherapie-Termin der kleinen Mausbeeren-Königin gegen einen Besuch bei ihrem Leibarzt umgeplant. Dieser hat einen Hanrwegsinfekt festgestellt und der jungen Dame ein entsprechendes Antibiotikum verordnet.
Bitte Ruhe, ich schlafe mich gesund!
Nach einem ausgedehnten Gronauschen Gesundheitsschläfchen ging es dem Beeren-Kind dann am Nachmittag schon wieder wesentlich besser, was aber nicht unwesentlich an den Fiebermedikamenten gelegen haben mag. Am Abend kletterte die Temperatur dann wieder in die Höhe und auch in der Nacht hatte das Beerchen mal eine richtig unzufriedene Phase. Nach einem weiteren Fieberzäpfchen und ein paar Stündchen Schlaf erwachte die junge Dame dann wie das blühende Leben mit einem breiten Grinsen im Gesicht:
Guten Morgen, lass uns Bäume ausreißen!!!
Leider ging das Auf und Ab mit dem Energiepegel der Mausbeere heute immer so weiter - je nachdem, ob gerade ein Fiebermittelchen seine Wirkung tut. Das Antibiotikum braucht ja so seine Zeit, bis es richtig angeschlagen hat.

Donnerstag, 10. September 2015

Spitzbuben und Sockendiebe

Die diversen Therapeutinnen der Mausbeere haben es zur Zeit oft nicht leicht. Wenn bei den Versuchen, der jungen Dame irgendwelche therapeutisch wertvollen Materialien anzubieten, zufällig ein mit Socke versehener Beeren-Fuß ins Blickfeld kommt, genießt die Entfernung der Fußbekleidung umgehend höchst Priorität (heute hat sie übrigens mit ihrer vehementen Socken-Performance etlichen Passanten in der Bad Salzufler Innenstadt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert - ein herrliches Schauspiel!). Aber die versierten Frühförderinnen sind ja zum Glück nicht allein und können auf ganz spezielle Helferlein zurückgreifen.
Gestern fand die Frühförderstunde ausnahmsweise mal am späteren Nachmittag statt, so dass der Papa diese auch mal miterleben konnte. Natürlich wurde er gleich in die Therapie mit eingebaut und die Mama durfte sich das Schauspiel mal ganz entspannt von außen ansehen und dabei das eine oder andere Foto schießen.
Gegen die Sockenproblematik konnte der Papa allerdings auch nichts ausrichten, dafür aber der lustige, schwarze Rabe, der die Mausbeere schon des öfteren besucht hat und sich von der kleinen Diva definitiv nicht auf der Nase bzw. dem Schnabel herumtanzen lässt. Nachdem sich das Beerchen sich mal wieder die Socke vom Fuß gezogen hatte, hat der spitzbübische, schwarze Vogel ihr das Teil ganz frech gemopst. Um ihre heißgeliebte Fußbekleidung wiederzubekommen, hat sich die junge Dame mit Papas Hilfe dann so richtig ins Zeug gelegt, denn der freche Rabe hat sich in luftige Höhen begeben. Dabei hat sich die Mausbeere perfekt mit den Füßchen eingestemmt und eine tolle Körperspannung an den Tag gelegt, so dass der Papa gar nicht viel zur Unterstützung beitragen musste. Fazit: Mit dem richtigen Lockmittel kann eine Mausbeere Großes erreichen!
Hey, das ist MEINE Socke!
Wo willst Du denn damit hin?
Da muss ich doch glatt mal aufstehen...
...so, hab ich Dich!

Dienstag, 8. September 2015

Fotoshooting – Der erste Versuch

Wir, das heißt in diesem Fall die ganze Mausbeeren-Familie, hatten zum letzten Weihnachtsfest von unserer Spezialbabysitterin Jana ein ganz besonders schönes Geschenk bekommen, über das wir uns wirklich sehr gefreut haben. Es gibt ja im Blog mittlerweile – außer in Ausnahmesituationen – kaum mehr einen Beitrag ohne begleitende Bilder (böse Zungen sagen ja dass der Blog auch gut ohne unser Geschreibsel auskäme und man nur mit den süßen Mausbeerenbildern den Blog bestreiten könnte). Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass die Motive in etwa folgende prozentuale Verteilung besitzen:
  • ≈ 80%: Die Mausbeere
  • ≈ 12%: Die Mausbeere mit königlichem Gefolge (Physio/Frühförderung/erweiterte Familie/etc…)
  •   ≈ 4%: Die Mausbeere mit Papa
  •   ≈ 3%: Die Mausbeere mit Mama
  •   ≈ 1%: Landschaften/Gebäude/andere Arten von Stillleben
  •   ≈ 0,0042%: Die Mausbeere mit Mama und Papa
Der Grund für diesen extrem geringen Prozentsatz mit gemeinsamen Fotos ist offenkundig der Tatsache geschuldet, dass doch meist einer von uns die Kamera bedienen muss. Um diesem unhaltbaren Zustand Einhalt zu gebieten, hat uns Jana den Gutschein über ein Fotoshooting bei einer befreundeten Fotografin geschenkt, die mit uns eine schöne Fotosession als Familie abhalten würde.

Die sehr sehenswerte Facebook-Seite von Amelie alias Baccus Photography ist schon einmal hier zu finden.

Am Sonntag hatten wir nun den ersten von mehreren möglichen Terminen, allerdings war das Wetter den ganzen Tag in unserer Region mit "gemischt" noch relativ höflich beschrieben. Mit Jana als Knotenpunkt wurden den ganzen Tag über Nachrichten zwischen allen Beteiligten ausgetauscht, ob und wo wir das Ganze noch über die Bühne gehen lassen wollten. Wir hatten uns dann darauf verständigt uns bei den Eltern von Jana zu Hause bei Kaffee und Kuchen zu treffen, und dann einfach mal zu sehen ob das Wetter spontan die Voraussetzungen für ein Outdoor-Fotoshooting erfüllt. Um es vorwegzunehmen: Zu professionellen Fotos ist es an diesem Tag nicht mehr gekommen, dafür war die Idee den Besuch trotzdem in Angriff zu nehmen goldrichtig, denn wir hatten einen richtig schönen Abend bei super netten und sympathischen Menschen erlebt.

Anja und Ralf, die beide durch Jana zu Stammlesern des Blogs geworden sind, haben uns mit leckerem selbst gebackenem Kuchen bewirtet, während die Beere im Wohnzimmer ein paar schöne weiche Decken ausgebreitet bekommen hat, auf denen sie sich dann von ihrer bestgelauntesten Seite präsentiert hat.
Hast Du Dir etwa Arbeit mit nach Hause genommen?
Ach Quatsch, die Mausbeere ist doch mehr Spaß als Arbeit!

Janas Opa sagt auch Hallo
Ja, wo bin ich denn hier?
Bei ganz lieben Menschen daheim!
Das lustigste Erlebnis ist dann aber passiert als Janas Freundin Amelie, die die Fotos machen sollte, vorbeigeschaut hat. Auch wenn schon zu dem Zeitpunkt klar war dass fotografisch nichts mehr passieren würde, so wollte sie doch die Beere samt Familie gerne schon einmal kennenlernen. Es klingelt also an der Tür, und quasi wirklich ganz genau in diesem Moment, fällt die Beere von dem einen auf den anderen Moment in einen Schlaf, der mit Tiefschlaf eigentlich nur unzureichend beschrieben ist, und Dornröschen zur Ehre gereicht hätte. Die Position mag für den Betrachter leicht unbequem wirken, was die Dame nicht davon abgehalten hat zwei Stunden (also den kompletten Besuch von Amelie) tief und fest zu ratzen.
Schon mal das Model kennenlernen, beim nächsten Mal dann hoffentlich auch mal in wach.
Voll abgeschossen!
So haben wir uns halt nur nett unterhalten und uns schon einmal alle kennengelernt, und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Versuch Janas Geschenk an uns in die Tat umzusetzen. Wir werden beizeiten berichten und die Resultate an dieser Stelle präsentieren.

Sonntag, 6. September 2015

Zirkusprinzessin 2.0

Die Mausbeere feilt ja bereits seit April an ihrer Zirkuskarriere, was wir im Beitrag Zirkusprinzessin ja bereits ausführlich erörtert hatten. Nachdem die eher ballettartige Nummer perfekt klappt, hat sich die kleine Diva nun der Kunst des Balancierens von Objekten zugewandt. Hilfsmittel der Wahl sind zur Zeit kleine Plastikbecher mit Fuß, die wir neulich unserem Gläser-verrückten Töchterchen gekauft hatten (ihr Mikrofon-Eistüten-Spielzeug aus Holz funktioniert aber auch prima und mit dem Teil freihändig im Mund wurde neulich die Dame von der Hörfrühförderung an der Tür begrüßt).
Der Becher wird erst immer ganz vorsichtig mit der linken Hand in der Beeren-Schnute platziert und ausbalanciert. Dann wird vorsichtig geprüft, ob er denn schon stabil hält und dann die Hand gaaaaannnnz vorsichtig weggezogen. Notfalls wird auch mit der Glücksflosse etwas nachjustiert - ein wirklich köstliches Schauspiel :-)
So, nochmal kurz nach links schieben...
TADAAAAHHH, der Becher steht!!!
Dabei ist die junge Dame extrem ehrgeizig, was man in dem folgenden Video deutlich sehen kann. Besonders beachtlich ist an dieser Stelle auch wieder die Multitaskingfähigkeit, denn neben den eigentlichen Proben will ja auch noch die Teeflasche nicht vernachlässigt werden:

Freitag, 4. September 2015

Workaholic

Eine Mausbeere hat ja eigentlich nie wirklich Feierabend. Gestern wollten wir eigentlich nur mal ganz gemütlich essen gehen und schon ist das Ganze wieder in eine abendliche Sehfrühförderstunde ausgeartet.
Die Lokalität, die wir besucht haben - die Wilhelmsburg in Lage - macht schon von außen so richtig was her und auch die "inneren Werte" lassen für Fans von mongolischem Barbecue eigentlich keine Wünsche offen.
Ein schickes Gebäude bei Tag...
...und auch bei Nacht.
Gleich nach dem Betreten des Innenraums hat sich die Mausbeere erstmal ganz fasziniert umgesehen.
Ui, ich glaube, mir gefällt es hier!
Besonders interessant waren dann natürlich die Wassersäulen, die die Mausbeere in Einzelform ja schon vom Snoezelen oder von der Sehfrühförderung kennt. Aber so viele auf einmal und dann auch noch mit lustigen bunten Fischen drin gab es so noch in keiner ausgewiesenen Förderstelle (die Wassersäule in der Opticus-Schule enthält zwar auch ein paar Fischlein, aber die sind recht scheu und wagen sich nur selten und verzeinzelt mal nach oben).
So viele Blubbersäulen...
...und alle mit bunten Fischen gefüllt.
Diese tolle Blubbersäulenanlage musste natürlich erstmal aus der Nähe inspiziert werden:
Irgendwie hat man ja nie Feierabend...
...aber diese Blubberfische sind ja so interessant!!!
Aber auch ihrem Faible für Gläser konnte die junge Dame frönen. Allerdings haben wir das Gefäß nach den ersten Mausbeeren-Attacken doch lieber beiseite gestellt, denn das Glas war doch sehr dünn und unser Fräulein Tochter hatte gestern irgendwie ihre rabiate Ader entdeckt:
Boah, das will ich haben...
Nein Mama, das will ICH!!!
Na also, geht doch!
Heute Morgen waren wir dann zwecks Blutabnahme beim Leibarzt der Mausbeeren-Königin, da ja auf Wunsch der Ärztin aus dem Nierenzentrum noch mal ein Wert kontrolliert werden sollte. Dieser war absolut in Ordnung und auch die restlichen Ergebnisse, die bei der Untersuchung mit ermittelt wurden, waren alle perfekt, was den Doktor in wahre Begeisterungsstürme versetzt hat.  Natürlich hat die Mausbeere wieder ein schickes "Trostpflaster" für ihre Tapferkeit bekommen:
Ein weiterer Beweis sehr großer Tapferkeit.
Mit derart guten Nachrichten kann man ja entspannt ins Wochenende starten!

Mittwoch, 2. September 2015

Süße Beeren-Überraschung

Neulich hatte die Mausbeere eine wahrlich süße Überraschung für ihre alte Mutter parat (möglicherweise hatte sie dabei allerdings einen wohlmeinenden Helfer). Als ich eines morgens unter das Kleidchen der vorwitzig grinsenden jungen Dame geblickt haben, habe ich etwas sehr Ungewöhnliches entdeckt:
Überraschung, Mama!
Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das ans Beeren-Bäuchlein applizierte Objekt als eine unglaublich niedliche Dankesbotschaft an die Mama...
Das muss doch mal gesagt werden!
...gefüllt mit einem Lippenpflegebalsam in einer Geschmacksrichtung, die besser nicht passen könnte:
Geschmacksrichtung "Süße Beere" - was denn sonst?
Da schmecken Mama-Küsschen doch gleich umso besser - vielen Dank liebe Mausbeere!!!